ROUNDUP, Trump

Trump droht Gegnern seiner Grönland-PlÀne mit Zöllen

16.01.2026 - 17:32:32 | dpa.de

US-PrÀsident Donald Trump droht LÀndern, die sich seinem Besitzanspruch auf Grönland entgegenstellen, mit Zöllen.

Er werde möglicherweise Zölle gegen solche LĂ€nder verhĂ€ngen, weil die USA Grönland fĂŒr ihre nationale Sicherheit brĂ€uchten, sagte Trump im Weißen Haus. Konkreter wurde er nicht. Zuvor hatte Trump darĂŒber gesprochen, wie er europĂ€ischen LĂ€ndern wie Deutschland und Frankreich in anderen ZusammenhĂ€ngen mit Zöllen gedroht hatte, um seine Interessen durchzusetzen.

Trump sorgt mit seinem Besitzanspruch auf Grönland seit Tagen fĂŒr große Unruhe in der Nato. Deutschland und weitere europĂ€ische Mitglieder der Allianz wollen nun fĂŒr mehr Sicherheit auf der riesigen Arktisinsel sorgen.

Das weitgehend autonome Grönland gehört zum Hoheitsgebiet DĂ€nemarks. Trump hat mehrfach deutlich gemacht, dass Amerika sich die grĂ¶ĂŸtenteils von Eis bedeckte Insel einverleiben will - was die europĂ€ischen Nato-Partner vehement ablehnen.

KrisengesprÀch ohne greifbares Ergebnis

KrisengesprĂ€che zwischen den USA, DĂ€nemark und Grönland hatten ohne greifbare Ergebnisse geendet. Trump argumentiert, Grönland mĂŒsse den USA gehören, damit nicht die Russen und Chinesen zusĂ€tzlich Einfluss in der Region gewinnen.

Am Mittwoch kĂŒndigten Deutschland und andere Nato-Staaten dann eine Erkundungsmission fĂŒr mögliche MilitĂ€rĂŒbungen auf Grönland an. Ein Team der Bundeswehr mit 15 Soldaten war am Nachmittag unterwegs in die Hauptstadt Nuuk. Die Mission wird von DĂ€nemark angefĂŒhrt. Unter anderem Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien, Frankreich und die Niederlande schicken Soldaten.

Die US-Regierung zeigte sich von der Entsendung zunÀchst unbeeindruckt. "Ich glaube nicht, dass Soldaten in Europa den Entscheidungsprozess des PrÀsidenten beeinflussen oder dass das irgendeinen Einfluss auf sein Ziel hat, Grönland zu erwerben", sagte Trumps Regierungssprecherin Karoline Leavitt am Donnerstag.

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