DAX-FLASH: Weiter unter Druck - LĂ€nge des Iran-Kriegs kostet Nerven und Geld
23.03.2026 - 06:47:56 | dpa.deDer Broker IG taxierte den Dax DE0008469008 am Montag der vierten Kriegswoche zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Start gut 1,3 Prozent tiefer auf 22.079 Punkte. Im Tief war er sogar bei 21.883 Punkten gesehen worden.
"Wenn die Ălarterie sich verengt, atmet das ganze System durch einen Strohhalm", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. Er spielt damit auf den wichtigsten Versorgungsweg fĂŒr Energielieferungen, die StraĂe von Hormus, an. Der Iran kann sie weiter faktisch blockieren. Es gehe inzwischen weniger um Einzelereignisse, so Innes, als die schiere LĂ€nge des Konflikts. Die InstabilitĂ€t baue sich langsam auf.
Der Ălpreis liegt zwar aktuell etwas unter seinem Hoch seit 2022 bei fast 120 Dollar, auf das er vor zwei Wochen gesprungen war. Er bleibt aber hartnĂ€ckig hoch und lĂ€hmt damit die Weltwirtschaft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai kostet aktuell mit knapp 113 Dollar wieder etwas mehr als am Freitag.
Besorgniserregend sei der gemeinsame Rutsch von Aktien, Anleihen und sogar dem Goldpreis, so Innes weiter. Es finde also keine Rotation des Geldes statt, sondern es werde schlicht abgezogen. Zu allem Ăberfluss steige der Druck auf die Notenbanken zu reagieren.
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