ROUNDUP, GesprÀche

GesprÀche zwischen Israel und Libanon beginnen

14.04.2026 - 18:50:32 | dpa.de

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind israelische und libanesische Vertreter zu direkten GesprÀchen auf politischer Ebene zusammengekommen.

Auf Bildern aus Washington zum Auftakt des Treffens war US-Außenminister Marco Rubio an der Seite der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter, zu sehen. Laut libanesischen Regierungskreisen soll das Treffen rund eine Stunde dauern.

Rubio: Prozess wird Zeit in Anspruch nehmen

Rubio sprach vor dem Sprechen von einer "historischen Chance" und einem "einzigartigen Moment". Das Treffen gehe ĂŒber die Frage einer Waffenruhe hinaus. "Es geht darum, 20 oder 30 Jahre des Einflusses der Hisbollah in diesem Teil der Welt dauerhaft zu beenden", sagte er.

All die komplexen Aspekte dieser Angelegenheit wĂŒrden sich nicht in den nĂ€chsten sechs Stunden lösen lassen, so Rubio. Vielmehr gehe es darum, schrittweise einen Rahmen fĂŒr nachhaltige Fortschritte zu schaffen. Die Initiative sei daher als Beginn eines umfassenden diplomatischen Prozesses zu sehen, der Zeit in Anspruch nehmen werde.

Hisbollah lehnt Israels Forderungen ab

Offiziell sind die beiden Nachbarstaaten im Kriegszustand. Bei den GesprĂ€chen handelt es sich um die ersten direkten politischen GesprĂ€che seit 1983. Israel strebt nach Worten des MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an. Er fordert zudem eine Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, die mit dem Iran verbĂŒndet ist.

Die Schiitenmiliz lehnt dies jedoch ab. Sie rief die Regierung in Beirut dazu auf, die GesprÀche abzusagen. Zum Auftakt des Treffens feuerte sie nach eigenen Angaben Raketensalven in Richtung in Israel. Israels Armee warnte am Abend, dass es möglich sei, dass sich der Beschuss der Hisbollah auf Nordisrael ausweite.

Die libanesische Regierung will vor allem zunĂ€chst eine Waffenruhe durchsetzen und fordert einen Abzug der israelischen Truppen aus dem SĂŒden des Libanons erreichen.

Seit Beginn des jĂŒngsten Iran-Kriegs war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah wieder aufgeflammt. Die libanesische FĂŒhrung hatte sich 2024 zu einer Entwaffnung der Hisbollah verpflichtet. Dies ist aber bislang nicht gelungen, auch weil die libanesische Armee als deutlich unterlegen gegenĂŒber der mĂ€chtigen Schiitenmiliz gilt.

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