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Börsenpsychologie - VerdrÀngung von Verlusten verhindert Gewinnchancen
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Psychologen beschreiben ein typisches Verlustmuster. Der erste kleine Verlust wird bagatellisiert. Nachrichten werden verzerrt interpretiert: âSo schlimm ist der Verlust nun auch wieder nichtâ. Folgen weitere Verluste, folgt irgendwann die rationale Einsicht. Das Problem wird erkannt: âUnglaublich! Der Kurs hat sich halbiert.â.
Doch was hÀufig fehlt, ist die emotionale Akzeptanz des Verlustes. Daher beginnen viele Anleger den Verlust zu verdrÀngen. VerdrÀngte Verluste erhalten den Selbstwert und dienen der Kompetenzhygiene. Man erspart sich so die Auseinandersetzung mit der eigenen Fehlinvestition. Das ist viel angenehmer als sich einen kostspieligen Fehler einzugestehen. Denn eine emotionale Auseinandersetzung mit dem Verlust ist verbunden mit unangenehmen Emotionen wie Trauer, Angst und Wut. So wird der Verlust aus dem Bewusstsein verbannt, doch im Unterbewusstsein bleibt der Verlust prÀsent und treibt sein Unwesen.
Es gibt zwei Möglichkeiten den Mechanismus der VerdrÀngung aufzulösen.
a) Der Anleger wartet so lange, bis aus dem Verlust ein Gewinn geworden ist. Dieses Muster ist typisch fĂŒr die Masse der Teilnehmer. So ist es auch zu erklĂ€ren, dass das Interesse an der Börse zur Zeit nicht sonderlich hoch ist, denn Werte wie Telekom, Volkswagen oder Infineon sind noch weit von ihren HöchststĂ€nden entfernt.
oder
(b) Man beginnt sich mit seinem Verlust emotional auseinanderzusetzen. Erst wenn die emotionale Auseinandersetzung mit der eigenen Fehlinvestition stattgefunden hat, ist es möglich sich seinen Fehler wirklich einzugestehen. Der Verlust wird akzeptiert. Nur so ist die Chance gegeben sich von seinem Engagement zu distanzieren. Erst danach erkennt der Anleger fehlerhafte Strategien und kann neue Anlagestrategien entwickeln. Die richtige Frage lautet dann: Haben meine Aktien, die ich halte noch Potential oder gibt es bessere Anlagemöglichkeiten?
Börsenpsychologie hilft ineffektive Verhaltensmuster aufzudecken, damit die richtigen Entscheidungen schnell und rational getroffen werden. Börsenpsychologie eröffnet die Chance sich von der Masse abzuheben.
P.S. : Sofern es die Möglichkeit gibt eine Abbildung einzufĂŒgen, können Sie den folgen Text nutzen:
Typisches Verlustmuster
· Phase 1: Bagatellisierung der Verluste
· Phase 2: rationale Problemeinsicht
· Phase 3: VerdrÀngung oder emotionale Akzeptanz
· Phase 4: Entwicklung neuer Strategien
RĂŒdiger Skrzypek
Der Beitrag wurde mit freundlicher UnterstĂŒtzung der trading-house.net AG - Deutschlands fĂŒhrendem Active Broker - erstellt. Bekannt auch durch die Börsenseminare der trading-house.net Börsenakademie.
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