BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Börsenpsychologie - Verluste begrenzen
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Gerade der unerfahrene Anleger ist diesem natĂŒrlichem Mechanismus bei den ersten Verlusten hilflos ausgeliefert. Aber es gibt einen Trick diesen Mechanismus zu umgehen. Nur wer sich vor dem Kauf einen Plan zurechtgelegt hat, was im Verlust zu tun ist, hat die Chance dem aussitzen zu entgehen. Wie muss so ein Plan aussehen? Zum einen benötigt ein Anleger Verkaufsmotive, zum anderen bedarf es einer Strategie Verluste zu begrenzen.
Ăber Verkaufsmotive zu verfĂŒgen bedeutet, die Vorteile des Verkaufs von verlustbringenden Depotanteilen zu kennen. Das aktuelle Vermögen wird gesichert und man hat die Chance sein Geld in bessere Werte zu investieren. DarĂŒber hinaus gewinnt ein Anleger mit jeder Trennung von verlustbringenden Wertpapieren ein StĂŒck UnabhĂ€ngigkeit von der Marktstimmung.
Die Strategie zur Verlustbegrenzung sind Stop-Loss-Orders. Es gibt nur eine allgemeingĂŒltige Regel wie Verlustbegrenzungen zu gestalten sind: Der angestrebte Gewinn sollte gröĂer sein als die Verlustbegrenzung. DarĂŒber hinaus hĂ€ngen Stop-Loss-Orders vom Risikoprofil des Anlegers und der VolatilitĂ€t des Wertpapiers ab. Ebenso sollte kein Anleger Stop-Loss-Orders auf runde Zahlen legen, um unerwartete Ăberraschungen durch hohe UmsĂ€tze zu vermeiden.
Das Wichtigste ist, die eigene Verlustbegrenzung vor der Kauforder zu formulieren und sich unter allen UmstÀnden daran zu halten. Dazu bedarf es auch ein wenig Mut, die Hoffnung aufzugeben und sich einen Fehler einzugestehen. Doch das sollte um so leichter fallen, je eher man sich bewusst ist, dass nicht jedes Wertpapier ein Volltreffer sein kann.
RĂŒdiger Skrzypek
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