Banknotenumlauf, Eurogebiet (EMU internal banknotes in circulation)
Veröffentlicht am: 15.04.2008 um 00:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Es ist praktisch nicht möglich, die Menge der in einem einzelnen Mitgliedsland des Eurogebiets zirkulierenden Euro-Banknoten genau festzustellen. Daher wird eine vermutliche Zurechnung vorgenommen. GemĂ€ss dieser zĂ€hlt man zunĂ€chst 8 Prozent des Gesamtwertes des Euro- Banknotenumlaufs direkt der EZB bei. Die verbleibenden 92 Prozent werden dann auf die nationalen Zentralbanken aufgeteilt, und zwar nach dem Anteil des eingezahlten Kapitals der EZB. Der so auch fĂŒr Deutschland errechnete Anteil findet sich monatlich im Statistischen Teil des Monatsberichts der Deutschen Bundesbank (in der Rubrik "Bankenstatistischen Gesamtrechnungen in der EuropĂ€ischen WĂ€hrungsunion") ausgewiesen. -Die EZB bezeichnet den Banknotenumlauf als autonomen Faktor (autonomous factor), nĂ€mlich als Grösse, die sich in der Regel nicht aus den Einsatz geldpolitischer Instrumente ergibt. -Ein nicht unerheblicher, aber zahlenmĂ€ssig schwer erfassbarer Teil der Nachfrage nach Euro-Banknoten kommt von ausserhalb des Eurogebiets und wird dort in erster Linie als Wertaufbewahrungsmittel gehalten. Siehe UmlaufsfĂ€higkeit, WeltwĂ€hrung. Vgl. die jeweilige Höhe des Banknotenumlaufs im Anhang "Statistiktstik des Euro- WĂ€hrungsgebiets" im Monatsbericht der EZB, Rubrik "MonetĂ€re Statistik", Unterrubrik "Konsolidierter Ausweis des Eurosystems"; Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2004, S. 66 (Wochenmuster der VerĂ€nderungen des Banknotenumlaufs), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2007, S. 111 ff. (zweite Serie der Eurobanknoten), Monatsbericht der EZB vom Januar 2008, S. 98 ff. (Ăbersichten des Banknotenumlaufs als Bestandteil der autonomen Faktoren).
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