Kobra-Effekt (Kobra effect)
Veröffentlicht: 15.04.2008 um 00:20 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)
Eine geldpolitische (allgemein: eine wirtschaftspolitische) Massnahme muss allfĂ€llige Anreizwirkungen auf die Marktteilnehmer bedenken; es könnte sonst das angestrebte Ziel in das Gegenteil verkehrt werden. -Die britische Kolonialverwaltung in Indien wollte die gefĂ€hrlichen Brillenschlangen begrenzen. FĂŒr jede gefangene Kobra zahlte man daher eine Belohnung in Bargeld. In der Folge zĂŒchtete man im grossen Stil Kobras, um diese zwecks Empfang der PrĂ€mie bei der zustĂ€ndigen Behörde abzuliefern. Als das Kopfgeld ob dessen wieder aufgehoben wurde, liessen die ZĂŒchter ihre Schlangen frei, weil diese fĂŒr sie jetzt wertlos geworden waren. Dadurch vervielfachte sich schlussendlich die Zahl des Kobras. Siehe Zinseinfrierung.
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