Risikoaversion, Scheu

Risikoaversion (risk aversion)

Veröffentlicht: 15.04.2008 um 00:20 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die grundsätzlich bestehende Scheu, ein Risiko einzugehen

Die grundsätzlich bestehende Scheu, ein Risiko einzugehen. Diese Abneigung kann nur überwunden werden, wenn ein entsprechend hoher Anreiz auf Gewinn (wie bei Glücksspielen) lockt. Bei einer Versicherung die mangelnde Bereitschaft, für die Beseitigung eines Risikos einen Geldbetrag (Prämie) zu zahlen. Auf dem Finanzmarkt die Vorliebe der Anleger für sichere Anlageformen. Es gibt Verfahren, diese empirisch zu messen; so etwa aus dem Vergleich der Renditen von längerfristigen Staatsanleihen und Aktienmarktindizes. Die Tatsache, dass in alternden Gesellschaften langfristige Investitionen in Neuerung mit vorhersehbaren Folgeinvestitionen zurückgehen, deshalb das wirtschaftliche Wachstum abflaut und der Geldwert über kurz oder lang sinkt. Siehe Altersquotient, Nachhaltigkeit, Rendite-Risiko-Grundsatz, Risikoneigung, Risikovermeidungs-Politik, Überalterung. Vgl. Monatsbericht der EZB vom Dezember 2004, S. 19 ff., Monatsbericht der EZB vom Januar 2005, S. 15, Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2005, S. 73 (Index der Risikoaversion wird hergeleitet), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Oktober 2005, S. 92 ff. (ausführliche Darstellung).

© Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | boersenlexikon | 16332527 |