Sekel, Scheckel

Sekel, auch Scheckel (sekel)

Veröffentlicht: 15.04.2008 um 00:20 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Weithin gebräuchliche Münze im frühen Altertum (der Name bezeichnet ein altes hebräisches, phönizisches und babylonisches Gewicht)

Weithin gebräuchliche Münze im frühen Altertum (der Name bezeichnet ein altes hebräisches, phönizisches und babylonisches Gewicht). Viele alte Dokumente, vor allem auch die Schriften des Alten Testaments, drücken Wertangaben in dieser Geldeinheit aus. Ausgrabungen weisen einen unterschiedlichen Edelmetall-Gehalt (in der Regel Silber, daneben [seltener] Gold) des Sekels auf. Auch das Gewicht der Fundstücke schwankt erheblich, was auf einen Wandel der Münze durch die Jahrhunderte hindeutet. Die genau Bestimmung des zur jeweiligen Zeit gültigen Geldwertes eines Sekel und damit seiner Kaufkraft im Binnenverkehr sowie die Umrechnung in andere zeitgenössische Geldeinheiten (Aussenwert des Sekels) ist daher ein besonderes Gebiet der Numismatik geworden. -Es galt ab etwa 100 v. Chr. grundsätzlich 60 Sekel = 1 Mine und 60 Minen = 1 Talent. Siehe Amalfiner, Dareiko, Florentiner, Münze, Münzsystem, römisches, Samarkander, Stater, Urukagina-Regel.

© Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen

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