Amagvik Aktie: 91 Prozent Zustimmung zur GV
30.05.2026 - 12:51:54 | boerse-global.deDer Mietwohnungsmarkt in der Ostschweiz läuft heiß — und Amagvik ist mittendrin. Nach einem turbulenten Frühjahr hat das kleine Immobilienunternehmen seine Führungsstruktur neu geordnet und blickt nun auf zwei konkrete Bauprojekte.
Neue Köpfe, klare Mehrheit
An der außerordentlichen Generalversammlung im April stimmten die Aktionäre den Anträgen des Verwaltungsrats mit großer Mehrheit zu. Rund 91 Prozent der Aktienstimmen waren vertreten. Die Versammlung wählte Joelkis Rosario zum Verwaltungsratspräsidenten. Hero M. Eden rückt als neues Mitglied in das Gremium ein.
Kurz darauf veröffentlichte Amagvik per Ad-hoc-Mitteilung das Jahresergebnis 2025. Der nächste relevante Termin folgt Ende September 2026 — dann stehen die Halbjahreszahlen an.
Zwei Projekte, eine offene Frage
Das Wohnbauprojekt in Dussnang-Oberwangen hat Amagvik bereits gewinnbringend verkauft. Der Erlös diente der finanziellen Konsolidierung. Was bleibt, sind zwei Entwicklungen in der Pipeline.
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In Romanshorn plant das Unternehmen zwei Mehrfamilienhäuser mit je drei Wohnungen und einer gemeinsamen Tiefgarage. Die Baugenehmigung liegt seit 2024 vor. Amagvik verhandelt derzeit die Baufinanzierung mit den beteiligten Banken — ein Abschluss steht aus.
Das Projekt in Amriswil wuchs auf 50 Wohneinheiten und sechs Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Die Baubewilligung erwartet das Unternehmen gegen Ende 2025.
Knapper Markt als Fundament
Das strukturelle Umfeld spielt Amagvik in die Hände. Im Ostschweizer Mietwohnungsmarkt liegt der Leerstand bei 1,15 Prozent. Die Marktmieten stiegen zuletzt um 4,7 Prozent. Das Neubauangebot kann den Bedarf nicht decken — Bevölkerungswachstum und fehlende Bautätigkeit treiben die Nachfrage weiter.
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Laut dem Immobilienberater Wüest Partner stammen die meisten Mietwohnungen, die 2025 auf den Markt kommen, noch aus Baubewilligungen von 2022 und 2023. Das Angebot bleibt also knapp. Bruttoanfangsrenditen von rund 4,3 Prozent bei Mehrfamilienhäusern machen Renditeobjekte attraktiv — zumal Bundesobligationen kaum mithalten können.
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 26 Millionen Euro bleibt Amagvik ein sehr kleiner Wert. Wie viel der strukturelle Rückenwind tatsächlich ins Ergebnis durchschlägt, zeigen die Halbjahreszahlen Ende September — dann wird auch klar, ob die Baufinanzierung in Romanshorn steht.
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