BASF, Aktie

BASF Aktie: 5,8 Milliarden bar von Carlyle

09.06.2026 - 23:39:26 | boerse-global.de

BASF erhält EU-Zustimmung für Verkauf der Lacksparte an Carlyle. Der Milliardenerlös stützt das Aktienrückkaufprogramm.

BASF Aktie: EU genehmigt milliardenschweren Coatings-Verkauf
BASF - Eine Hand hält einen Stapel Euro-Banknoten, im unscharfen Hintergrund ist das BASF-Logo zu erkennen. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die EU-Kommission macht den Weg frei. BASF verkauft seine Lacksparte an den US-Finanzinvestor Carlyle und sichert sich dringend benötigte Milliarden. Operativ läuft es rund. An der Börse reagieren Investoren trotzdem kühl.

Grünes Licht aus Brüssel

Die Brüsseler Wettbewerbshüter haben die Transaktion am Montag offiziell genehmigt. Der Deal bewertet die Sparte BASF Coatings mit 7,7 Milliarden Euro. Der Ludwigshafener Chemiekonzern kassiert dabei rund 5,8 Milliarden Euro in bar. Parallel dazu behält BASF einen Anteil von 40 Prozent. So will das Management an künftigen Wertsteigerungen bei Fahrzeugserienlacken mitverdienen.

Ganz ohne Auflagen lief die Prüfung nicht ab. Carlyle muss das weltweite Polysulfid-Geschäft seiner Tochtergesellschaft Nouryon verkaufen. Andernfalls befürchtete die EU eine marktbeherrschende Stellung bei diesen speziellen Dichtstoffen für die Luftfahrt. Für BASF bedeutet die Entscheidung nun endgültige Planungssicherheit.

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Milliarden für Aktionäre

Der Geldregen stützt direkt die Aktionärsvergütung. Die Folge: Der Konzern treibt sein laufendes Aktienrückkaufprogramm massiv voran. Seit Programmstart hat BASF bereits über 30 Millionen eigene Papiere erworben. Das Rückkaufvolumen summiert sich bis 2028 auf vier Milliarden Euro. Die Erlöse aus dem Verkauf sichern diese Strategie ab.

Auch im Tagesgeschäft sieht Vorstandschef Markus Kamieth den Konzern auf Kurs. Die robuste Entwicklung aus dem April setzte sich im Mai fort. Der Analystenkonsens für das zweite Quartal bleibt damit erreichbar. Experten erwarten aktuell ein operatives Ergebnis von durchschnittlich 2,02 Milliarden Euro. Entspannte Lieferketten stabilisieren die europäische Nachfrage.

Charttechnik unter Druck

Trotz der positiven Nachrichten schwächelt der Aktienkurs. Das Papier gab am Dienstag leicht nach und notiert aktuell bei 48,44 Euro. Damit summieren sich die Verluste der vergangenen 30 Tage auf gut neun Prozent. Die Aktie rutschte spürbar unter ihren kurzfristigen gleitenden Durchschnitt. Der europäische Chemiesektor steht weiterhin unter Verkaufsdruck.

Ein technisches Detail liefert nun ein erstes Stabilisierungssignal. Der Relative-Stärke-Index fällt auf einen Wert von 32. Das Papier nähert sich damit der überverkauften Zone. Hält die wichtige Unterstützungslinie beim 200-Tage-Durchschnitt von 46,87 Euro, könnte der Milliarden-Deal seine positive Wirkung im Kurs doch noch entfalten.

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