BASF Aktie: Goldman senkt Kursziel auf 63 Euro
08.06.2026 - 18:16:55 | boerse-global.deGoldman Sachs sieht den europäischen Chemiesektor in einem neuen Abschwung — und BASF mittendrin, aber mit Sonderstellung. Die US-Investmentbank hält an ihrer Kaufempfehlung fest, während Wettbewerber wie Evonik, Symrise und Lanxess abgestuft werden.
Pessimismus fĂĽr den Sektor, Vertrauen in BASF
Analystin Georgina Fraser begründet ihre negative Sektoreinschätzung mit einem schneller als erwartet eingetretenen Nachfragerückgang und zunehmendem Exportdruck aus China. Beides lastet auf den Margen europäischer Chemieproduzenten. Lanxess stufte sie auf „Sell" herab, Evonik und Symrise auf „Neutral".
Für BASF bleibt das Rating „Buy" — allerdings senkte Fraser das Kursziel von 65 auf 63 Euro. Den Grund nennt sie explizit: Ihre Schätzungen für den operativen Gewinn 2027 weichen besonders deutlich nach oben vom Marktkonsens ab. Das ist ein klares Signal, dass Goldman BASF langfristig mehr zutraut als der breite Markt.
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Rückkaufprogramm läuft aus
Parallel dazu nähert sich ein wichtiger Kurstreiber seinem Ende. Das im November 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro soll Ende Juni 2026 abgeschlossen werden. Zuletzt kaufte BASF in der ersten Juni-Woche knapp 2,75 Millionen eigene Aktien zurück — seit Programmstart insgesamt rund 27,8 Millionen Stück.
Mit dem Auslaufen fällt ein kontinuierlicher Nachfrageimpuls weg. Im Rahmen seiner Ausschüttungsstrategie plant BASF, von 2025 bis 2028 mindestens 12 Milliarden Euro über Dividenden und Rückkäufe an Aktionäre weiterzugeben.
Batterie-Innovation als Wachstumswette
Abseits der Kapitalmarktthemen präsentiert BASF heute das neue Bindemittel „Oppanol® N PLUS" — entwickelt speziell für Solid-State-Batterien der nächsten Elektrofahrzeug-Generation. Das Produkt soll mechanische Spannungen beim Laden und Entladen ausgleichen und Nebenreaktionen reduzieren. Auf der Battery Show Europe in Stuttgart, die vom 9. bis 11. Juni läuft, wird es erstmals einem breiteren Fachpublikum vorgestellt.
Die Aktie reagiert auf das Gesamtbild mit einem Tagesverlust von gut drei Prozent auf 49,01 Euro — der RSI von 34,5 signalisiert dabei eine Annäherung an überverkaufte Territorien. Seit Jahresbeginn liegt das Papier trotzdem noch knapp zehn Prozent im Plus, notiert aber rund elf Prozent unter dem April-Hoch bei 55,05 Euro.
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