Selenskyj, Regierungschefs

Selenskyj trifft baltische und nordische Regierungschefs in Estland

09.06.2026 - 14:18:30 | dpa.de

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj ist in Estland mit den MinisterprÀsidenten der nordischen und baltischen Staaten zusammengetroffen.

In der Hauptstadt Tallinn nahm er als Gast am Gipfeltreffen der sogenannten NB8-Staaten teil. Zuvor war Selenskyj bereits zu EinzelgesprÀchen mit einigen der Regierungschefs und Estlands StaatsprÀsident Alar Karis zusammengekommen. Zu der Staatengruppe gehören Schweden, Finnland, Norwegen, Island, DÀnemark, Estland, Lettland und Litauen.

"Wir werden darĂŒber beraten, wie wir die VerteidigungsfĂ€higkeit der Ukraine stĂ€rken, den Druck auf Russland erhöhen und Europa insgesamt sicherer machen können", sagte der Gastgeber, Estlands MinisterprĂ€sident Kristen Michal, vor den eintĂ€gigen GesprĂ€chen in dem an Russland grenzenden Baltenstaat.

Die nordischen und baltischen Staaten zĂ€hlen zu den grĂ¶ĂŸten UnterstĂŒtzern der Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. Gemeinsam haben die acht LĂ€nder, von denen fĂŒnf an Russland grenzen, nach Angaben der estnischen Staatskanzlei bislang Hilfe im Wert von mehr als 42 Milliarden Euro zur VerfĂŒgung gestellt. Gemessen an der BevölkerungsgrĂ¶ĂŸe sei dies der weltweit höchste Beitrag pro Kopf.

Wiederholte VorfÀlle mit ukrainischen Drohnen

Ein weiteres GesprĂ€chsthema dĂŒrfte die Verhinderung von VorfĂ€llen mit einfliegenden Drohnen sein. Im Zuge des Ukraine-Krieges sind bei Angriffen wiederholt fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten und auch Finnlands eingedrungen und teils abgestĂŒrzt. Kiew hatte mit ihnen Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen.

Estland war das erste Land im Baltikum, in dem Nato-Kampfjets eine eingeflogene Drohne abgeschossen hatten, am Montag wurde auch ĂŒber Lettland ein unbemannter Flugkörper vom Himmel geholt. GrĂ¶ĂŸere SchĂ€den oder Verletzte gab es dabei nicht. Die VorfĂ€lle lösten aber politische Diskussionen aus und fĂŒhrten zu Spannungen mit Russland.

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