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Europa Schluss: Erneute US-Tech-Schwäche zieht Indizes ins Minus

09.06.2026 - 18:42:30 | dpa.de

Ein erneuter Schwächeanfall der gut gelaufenen US-Technologiebörse Nasdaq hat am Dienstag Europas Aktienmärkte in Mitleidenschaft gezogen.

In New York sei vor drei Mega-Börsengängen im Tech-Sektor wieder Verkaufsdruck aufgekommen, kommentierte Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Denn diese zögen die Liquidität aus den Märkten ab.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 drehte ins Minus und schloss 0,21 Prozent tiefer mit 6.049,74 Punkten. Der britische FTSE 100 GB0001383545 weitete mit 10.227,33 Punkten seinen Tagesverlust sogar auf 1,41 Prozent aus. Ihn belasteten vor allem die Kursabschläge von Banken-, Bergbau- und Ölwerten. Dagegen zeigte sich der Schweizer SMI CH0009980894 weniger beeindruckt vom Handelsgeschehen in New York: Er behauptete ein Plus von 0,27 Prozent auf 13.356,31 Punkte.

In New York litten vor allem die stark gelaufenen Halbleitertitel wie schon am Freitag unter Gewinnmitnahmen. Daraufhin zählten an Europas Börsen die Branchenkollegen Infineon DE0006231004 und STMicro NL0000226223 mit Verlusten von 3,3 beziehungsweise 5,9 Prozent zu den schwächsten Werten.

Ähnlich sah es beim Energietechnikspezialisten Siemens Energy DE000ENER6Y0 sowie beim Technologiekonzern Schneider Electric FR0000121972 aus, deren Titel 5,9 und 2,6 Prozent einbüßten. Beide Unternehmen gelten als Profiteure der vom KI-Boom getriebenen Energienachfrage für Rechenzentren. Der europäische Technologiesektor EU0009658921 lag im Branchentableau EU0009658921 weit hinten.

Die Aktien von Öl- und Gaskonzernen EU0009658780 litten unter den deutlich sinkenden Ölpreisen. Am schwächsten in Europa präsentierte sich indes der Rohstoffsektor EU0009658624 - auch angesichts sinkender Preise für die wichtigen Edelmetalle Gold, Silber und Platin.

Dagegen führte der Chemiesektor EU0009658608 die Gewinnerliste in Europa an. Hier stach SMI-Spitzenreiter Givaudan CH0010645932 mit einem Kursplus von 7,5 Prozent auf 3.147 Franken heraus. Deutsche Bank Research hob das Kursziel von 3.000 auf 3.300 Franken an und rät nun zum Kauf. Die Nachfrage bleibe solide, schrie Analystin Virginie Boucher-Ferte. Die US-Bank JPMorgan drückte den Aktien den Stempel "Positive Catalyst Watch" auf und signalisierte damit ihren Optimismus vor dem Halbjahresbericht des Aromenherstellers am 23. Juli.

Im letztlich wenig bewegten Pharmasektor EU0009658723 fiel GSK GB0009252882 mit einem Kursminus von 0,5 Prozent etwas aus der Reihe. Die Briten bauen ihr Krebsgeschäft mit der milliardenschweren Übernahme des US-Biotechunternehmens Nuvalent US6707031075 weiter aus. Der gesamte Wert der Transaktion beläuft sich auf rund 10,6 Milliarden US-Dollar.

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