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Gerdau SA (ADR)-Aktie (BRGGBRACNPR7): Stahlriese aus Brasilien im Fokus nach Quartalszahlen und Dividende

18.05.2026 - 21:17:54 | ad-hoc-news.de

Gerdau SA (ADR) bleibt fĂŒr Rohstoff- und Dividendenfans spannend: Der brasilianische Stahlkonzern hat frische Quartalszahlen und eine DividendenausschĂŒttung vorgelegt. Was steckt hinter den aktuellen Entwicklungen und wie positioniert sich das Unternehmen im globalen Stahlzyklus?

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Die Gerdau SA (ADR)-Aktie rĂŒckt wieder stĂ€rker in den Fokus internationaler Anleger, nachdem der brasilianische Stahlkonzern jĂŒngst neue Quartalszahlen und eine DividendenausschĂŒttung veröffentlicht hat. Gerdau meldete am 07.05.2026 seine Ergebnisse fĂŒr das erste Quartal 2026 und gab dabei eine AusschĂŒttung an die AktionĂ€re bekannt, wie aus Unternehmensangaben hervorgeht, die unter anderem von brasilianischen Finanzmedien zusammengefasst wurden. Laut einem Ergebnisbericht vermeldete Gerdau fĂŒr das erste Quartal 2026 einen Umsatz im Milliardenbereich in brasilianischen Real und betonte die Bedeutung der nord- und sĂŒdamerikanischen MĂ€rkte fĂŒr die Nachfrageentwicklung, wie ein zusammenfassender Bericht von Valor EconĂŽmico Stand 08.05.2026 darstellt. Bereits Ende MĂ€rz 2026 hatte der Konzern zudem eine AusschĂŒttung von Dividenden und Zins auf Eigenkapital beschlossen, worauf brasilianische Marktberichte hinwiesen, wie unter anderem in einer Meldung von Infomoney Stand 29.03.2026 berichtet wurde.

Stand: 18.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Gerdau
  • Sektor/Branche: Stahl, Metallverarbeitung, Baustoffe
  • Sitz/Land: Brasilien
  • KernmĂ€rkte: Brasilien, ĂŒbriges SĂŒdamerika, Nordamerika, ausgewĂ€hlte internationale MĂ€rkte
  • Wichtige Umsatztreiber: Langstahlprodukte fĂŒr Bau und Infrastruktur, SpezialstĂ€hle fĂŒr Industrie und Automotive, Recycling von Stahlschrott
  • Heimatbörse/Handelsplatz: B3 Sao Paulo (GGBR) und NYSE (GGB, ADR)
  • HandelswĂ€hrung: Brasilianischer Real an der B3, US-Dollar fĂŒr den ADR an der NYSE

Gerdau SA (ADR): KerngeschÀftsmodell

Gerdau zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Herstellern von Langstahlprodukten auf dem amerikanischen Kontinent und ist in Brasilien ein bedeutender Player im Bausektor. Das Unternehmen betreibt ein integriertes StahlgeschĂ€ft, das von der Rohstoffbeschaffung ĂŒber die Stahlproduktion bis zur Weiterverarbeitung in Walzwerken reicht. Die Langstahlprodukte von Gerdau kommen vor allem im Hoch- und Tiefbau, in Infrastrukturprojekten sowie in verschiedenen industriellen Anwendungen zum Einsatz. Dazu gehören etwa BewehrungsstĂ€hle, Profile, Drahtprodukte und SpezialstĂ€hle, die in unterschiedlichen LĂ€ndern ĂŒber ein Netz von Stahlwerken, Service-Centern und Vertriebsstandorten vermarktet werden.

Ein wichtiger Bestandteil des GeschĂ€ftsmodells von Gerdau ist der hohe Anteil an Recycling. Das Unternehmen verarbeitet in seinen Elektrolichtbogenöfen große Mengen an Stahlschrott, was sowohl die Rohstoffbasis diversifiziert als auch die CO2-Bilanz im Vergleich zu rein hochofenbasierten Prozessen beeinflusst. Nach Unternehmensangaben in Nachhaltigkeits- und GeschĂ€ftsberichten, etwa im integrierten Bericht 2023, will Gerdau den Anteil an recyceltem Stahl weiter erhöhen und langfristig seine Emissionen reduzieren, um den wachsenden ESG-Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen stark von konjunkturellen Zyklen im Bau- und Infrastruktursektor abhĂ€ngig, was sich auf Auslastung, Margen und Cashflow auswirkt.

Über die Jahre hat sich Gerdau zu einem diversifizierten Stahlkonzern mit mehreren GeschĂ€ftseinheiten entwickelt. Neben den KernaktivitĂ€ten im Langstahlbereich betreibt der Konzern auch Werke fĂŒr SpezialstĂ€hle, die in anspruchsvollen industriellen Anwendungen eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Getriebe- und Motorenkomponenten in der Automobilindustrie oder Teile fĂŒr den Maschinenbau. Zudem unterhĂ€lt Gerdau ein Netzwerk an Distributionszentren und Schneid- sowie Biegeanlagen, die eine kundenspezifische Weiterverarbeitung ermöglichen und so die NĂ€he zu Bauunternehmen, StahlhĂ€ndlern und Industriekunden stĂ€rken. Die ADR-Notierung an der New York Stock Exchange erleichtert es internationalen Investoren, insbesondere aus den USA und Europa, an der Entwicklung des Konzerns teilzuhaben.

Ein weiteres Element des GeschĂ€ftsmodells ist die geografische Diversifikation. WĂ€hrend der Heimatmarkt Brasilien traditionell den grĂ¶ĂŸten Beitrag leistet, ist Nordamerika fĂŒr Gerdau ein zentraler Pfeiler geworden. In den USA und Kanada bedient das Unternehmen vor allem die Nachfrage nach Bewehrungsstahl und anderen Langstahlprodukten fĂŒr den Infrastrukturausbau, den Wohnungsbau und industrielle Anwendungen. In SĂŒdamerika ist Gerdau neben Brasilien in LĂ€ndern wie Argentinien, Chile und Uruguay aktiv und profitiert dort von Infrastrukturprojekten und regionalem Handel mit Stahlprodukten. Diese Struktur ermöglicht es dem Konzern, regionale SchwĂ€chen teilweise durch StĂ€rke in anderen MĂ€rkten zu kompensieren, erhöht aber auch die KomplexitĂ€t im Management der Werke und Lieferketten.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Gerdau SA (ADR)

Die zentrale Umsatzquelle von Gerdau sind Langstahlprodukte, die im Bauwesen und in Infrastrukturprojekten eingesetzt werden. Dazu zĂ€hlen BewehrungsstĂ€be, Walzdraht, Profile und andere Stahllösungen, die vor allem in Betonbauwerken, BrĂŒcken, Straßen oder industriellen GebĂ€uden Verwendung finden. Der Konzern profitiert, wenn staatliche und private Bauinvestitionen zunehmen, etwa in Phasen, in denen Infrastrukturprogramme aufgelegt oder Wohnungsbauprojekte forciert werden. In LĂ€ndern wie Brasilien und den USA spielen sowohl öffentliche Ausgaben als auch private BautĂ€tigkeit eine wichtige Rolle. Eine spĂŒrbare Belebung der Baukonjunktur kann sich positiv auf Absatzvolumen und Auslastung der Werke auswirken, wĂ€hrend konjunkturelle AbschwĂŒnge zu NachfragerĂŒckgĂ€ngen und Preisdruck fĂŒhren.

Neben klassischen Langstahlprodukten sind SpezialstĂ€hle ein weiterer wichtiger Umsatztreiber. In diesem Segment beliefert Gerdau unter anderem die Automobilindustrie, den Maschinenbau und andere Industriebranchen mit höherwertigen StahlqualitĂ€ten, die spezielle Anforderungen an Festigkeit, Bearbeitbarkeit oder OberflĂ€chengĂŒte erfĂŒllen. Diese Produkte weisen hĂ€ufig höhere Margen auf als Standard-Langstahl, erfordern jedoch auch kontinuierliche Investitionen in Technologie und QualitĂ€tssicherung. In den vergangenen Jahren hat Gerdau laut Unternehmensberichten seine KapazitĂ€ten fĂŒr SpezialstĂ€hle in Nord- und SĂŒdamerika gezielt weiterentwickelt, um von strukturellen Trends wie Leichtbau, effizienteren Antriebssystemen oder anspruchsvolleren Sicherheitsstandards zu profitieren.

Ein dritter Treiber ist das Stahlrecycling. Gerdau betreibt nach eigenen Angaben ein umfangreiches Netz an Recyclingstandorten, die Stahlschrott einsammeln, aufbereiten und in den Elektrolichtbogenöfen der Werke wieder einschmelzen. Dieses Modell ist nicht nur ein wichtiger Baustein der Rohstoffversorgung, sondern spielt auch fĂŒr die ESG-Positionierung gegenĂŒber Kunden, Investoren und Regulierungsbehörden eine zunehmende Rolle. Da Stahl unendlich oft recycelt werden kann, ist der Einsatz von Schrott ein zentrales Element der Kreislaufwirtschaft im Stahlsektor. Gerdau hebt in seinen Nachhaltigkeitsberichten hervor, dass der Konzern einen erheblichen Anteil seines Rohmaterials aus recyceltem Stahl bezieht und damit seine CO2-IntensitĂ€t im Vergleich zu traditionellen Hochofenrouten begrenzt.

Daneben generiert der Konzern Erlöse aus nachgelagerten Dienstleistungen wie Schneiden, Biegen und kundenspezifischer Konfektionierung von Stahlprodukten. Diese Dienstleistungen erhöhen die NĂ€he zum Endkunden und erlauben es Gerdau, sich ĂŒber reine Standardprodukte hinaus zu differenzieren. In einigen MĂ€rkten betreibt der Konzern auch Vertriebs- und Servicezentren, die kleinere Abnahmemengen und just-in-time-Lieferungen ermöglichen. Das Unternehmen betont in seinen strategischen PrĂ€sentationen, dass KundennĂ€he und ServicequalitĂ€t wichtige Faktoren sind, um sich in einem hĂ€ufig stark wettbewerbsorientierten Stahlmarkt zu behaupten.

Einen Rahmen fĂŒr die aktuelle Entwicklung liefert der zuletzt veröffentlichte Quartalsbericht. Gerdau legte am 07.05.2026 Zahlen fĂŒr das erste Quartal 2026 vor, in denen das Management die Nachfrage in den wichtigsten Regionen, die Entwicklung der Stahlpreise und die Kostenstruktur erlĂ€uterte, wie ein auf Finanzportalen verbreiteter ErgebnisĂŒberblick Stand 08.05.2026 zeigte. Demnach war das Umfeld durch schwankende Stahlpreise und unterschiedliche Dynamik in den Regionen geprĂ€gt. WĂ€hrend einige MĂ€rkte von Infrastrukturprogrammen und resilienter BauaktivitĂ€t unterstĂŒtzt wurden, standen andere Regionen unter Druck durch niedrigere Preise und höhere WettbewerbsintensitĂ€t. Die operative Entwicklung reflektierte diesen Mix aus UnterstĂŒtzung und Gegenwind, wobei das Unternehmen weiterhin auf Effizienzprogramme und Kostenkontrolle setzte, um die ProfitabilitĂ€t zu stabilisieren.

Parallel dazu gab Gerdau eine weitere DividendenausschĂŒttung beziehungsweise Zahlungen im Rahmen des brasilianischen Instruments Zins auf Eigenkapital (Juros sobre Capital Proprio) bekannt, die sich auf die GesamtvergĂŒtung der AktionĂ€re auswirkt. Brasilianische Finanzmedien berichteten Ende MĂ€rz 2026, dass der Konzern entsprechende Zahlungen beschlossen hat, die im Laufe des Jahres 2026 an berechtigte Anteilseigner fließen sollen, wie aus einem Bericht von Infomoney Stand 29.03.2026 hervorgeht. FĂŒr Halter der in New York gehandelten Gerdau SA (ADR)-Papiere sind solche Entscheidungen relevant, weil sie die erwarteten AusschĂŒttungen nach Umrechnung und eventueller Anpassung durch den ADR-Emittenten beeinflussen können.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Der globale Stahlmarkt ist stark zyklisch und von makroökonomischen Entwicklungen, Infrastrukturprogrammen, Baukonjunktur und Industrienachfrage geprĂ€gt. In den vergangenen Jahren kamen weitere Faktoren hinzu, etwa Handelskonflikte, Zölle und Quoten sowie wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen. Unternehmen wie Gerdau agieren in einem Umfeld, in dem regionale ÜberkapazitĂ€ten, Konkurrenz durch Billigimporte und volatile Rohstoffpreise regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Schwankungen bei Preisen und Margen sorgen. Laut Marktstudien internationaler AnalysehĂ€user, die den Stahlsektor betrachten, waren die Jahre nach der Pandemie von einer Phase zunĂ€chst sehr hoher, spĂ€ter wieder sinkender Stahlpreise gekennzeichnet, was auch die Ergebnisse von Stahlproduzenten in Brasilien und Nordamerika beeinflusste, wie aus Branchenanalysen von S&P Global und anderen Anbietern Stand 2024 hervorgeht.

Im Vergleich zu einigen Wettbewerbern hebt sich Gerdau durch seinen Fokus auf Langstahlprodukte und seinen starken Recyclinganteil hervor. WĂ€hrend integrierte Stahlkonzerne hĂ€ufig sowohl Flach- als auch Langstahl produzieren, konzentriert sich Gerdau in weiten Teilen des Portfolios auf Langprodukte, die eng mit der Bau- und Infrastrukturentwicklung verknĂŒpft sind. In Nordamerika konkurriert der Konzern mit regionalen Herstellern von Betonstahl und Profilen, die ebenfalls auf Elektrolichtbogenöfen und Recycling setzen. In Brasilien und anderen sĂŒdamerikanischen MĂ€rkten steht Gerdau im Wettbewerb mit anderen großen Stahlproduzenten, die sowohl Lang- als auch Flachstahl anbieten. Die FĂ€higkeit, Werke flexibel auszulasten, Kosten zu senken und gleichzeitig in Effizienz und ProduktqualitĂ€t zu investieren, gilt als zentraler Faktor fĂŒr die Wettbewerbsposition im Langstahlsegment.

Ein weiterer Trend, der die Branche prĂ€gt, ist die Dekarbonisierung. Investoren, politische EntscheidungstrĂ€ger und Kunden erwarten zunehmend, dass Stahlproduzenten ihren CO2-Fußabdruck reduzieren. Gerdau verweist in Nachhaltigkeitsberichten und InvestorenprĂ€sentationen darauf, dass der hohe Anteil an recyceltem Schrott in den Elektrolichtbogenöfen dem Unternehmen hilft, seine Emissionen pro Tonne Stahl im Vergleich zu klassischen Hochofenproduzenten relativ niedrig zu halten. Gleichzeitig arbeitet der Konzern an Effizienzsteigerungen in den Werken, dem Einsatz erneuerbarer Energien und technischen Innovationen, um Emissionen weiter zu senken. Internationale Branchenvergleiche, die von spezialisierten ESG-Ratingagenturen erstellt werden, berĂŒcksichtigen diese Entwicklungen bei der Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung von Stahlunternehmen.

DarĂŒber hinaus spielt die geopolitische Lage fĂŒr den Stahlsektor eine wichtige Rolle. Handelskonflikte, etwa zwischen den USA und bestimmten ExportlĂ€ndern, wirken sich auf Importquoten, Zölle und damit auf Wettbewerbsbedingungen aus. Gerdau ist mit seinen Produktionsstandorten in Nord- und SĂŒdamerika jedoch stark regional verankert, was das Unternehmen in einigen Segmenten etwas unabhĂ€ngiger von internationalen Importen macht. Gleichwohl bleibt der Konzern ĂŒber RohstoffmĂ€rkte, WĂ€hrungsschwankungen und die globale Nachfrage nach Stahl eng mit der weltwirtschaftlichen Entwicklung verflochten. Insbesondere Wechselkurse zwischen dem brasilianischen Real und dem US-Dollar können sich auf Ergebnisse, Übersetzungseffekte und die wahrgenommene ProfitabilitĂ€t aus Investorensicht auswirken.

Warum Gerdau SA (ADR) fĂŒr deutsche Anleger relevant ist

FĂŒr deutsche Privatanleger, die sich mit internationalen Stahlwerten beschĂ€ftigen, bietet Gerdau SA (ADR) einen Zugang zu einem der großen Langstahlproduzenten auf dem amerikanischen Kontinent. Über den an der New York Stock Exchange gehandelten ADR können Anleger in Euro ĂŒber deutsche HandelsplĂ€tze in ein brasilianisches Unternehmen investieren, das stark von den Bau- und Infrastrukturzyklen in Amerika geprĂ€gt ist. Deutsche Broker stellen den Handel mit ADRs wie Gerdau SA (ADR) auf HandelsplĂ€tzen wie Xetra, Tradegate oder im außerbörslichen Direkthandel bereit, wobei LiquiditĂ€t und Spreads vom jeweiligen Marktplatz abhĂ€ngen. Die Entwicklung der Aktie in Euro ist neben der Unternehmens- und Branchenentwicklung auch von WechselkursverlĂ€ufen zwischen US-Dollar und Euro beeinflusst, wie Kurstabellen auf einschlĂ€gigen Finanzportalen Stand 2026 zeigen.

FĂŒr Anleger mit Fokus auf Rohstoff- und Zyklikerwerte kann Gerdau als mögliche ErgĂ€nzung zu europĂ€ischen und asiatischen Stahlunternehmen dienen. Der Konzern ist stark in Brasilien verankert, aber auch in Nordamerika prĂ€sent, wodurch sich die Nachfragebasis von dortigen Infrastrukturprogrammen und dem Wohnungsbau ableitet. Deutsche Anleger, die an der Entwicklung von Emerging Markets wie Brasilien teilhaben möchten, können ĂŒber Gerdau SA (ADR) an einem Unternehmen partizipieren, das von industrialisierten und aufstrebenden MĂ€rkten zugleich beeinflusst wird. Gleichzeitig ist zu beachten, dass sich die Ergebnisse des Konzerns in brasilianischem Real und die Börsennotierung des ADR in US-Dollar niederschlagen, sodass mehrere WĂ€hrungsfaktoren in die Kursentwicklung einfließen.

Hinzu kommt, dass Gerdau als dividendenzahlender Wert in Erscheinung tritt. In Brasilien sind AusschĂŒttungen in Form von Dividenden und Zins auf Eigenkapital verbreitet, die fĂŒr internationale Investoren nach steuerlichen Aspekten und der konkreten ADR-Struktur zu bewerten sind. Deutsche Anleger sollten berĂŒcksichtigen, dass brasilianische Quellensteuern, Doppelbesteuerungsabkommen und die Behandlung im heimischen Steuersystem Einfluss auf die Nettorendite haben. Informationen zu den konkreten AusschĂŒttungsterminen und -modalitĂ€ten stellt Gerdau auf seiner Investor-Relations-Seite bereit, etwa ĂŒber Dividendenhistorien und Kalender, die unter Gerdau Investor Relations Stand 18.05.2026 eingesehen werden können.

Auch aus Sicht der Diversifikation kann ein Engagement in einem brasilianischen Stahlkonzern fĂŒr Anleger interessant sein, die sonst vor allem auf europĂ€ische Blue Chips oder US-Technologieunternehmen setzen. Die Kursfaktoren von Gerdau unterscheiden sich teilweise von denen klassischer Wachstumswerte und sind stĂ€rker von Rohstoff- und Bauzyklen geprĂ€gt. Dadurch kann sich das Risiko-Rendite-Profil im Gesamtportfolio verĂ€ndern. Auf der anderen Seite stehen höhere Unsicherheiten, etwa in Bezug auf politische und wirtschaftliche Entwicklungen in Brasilien, WechselkursvolatilitĂ€t oder steuerliche Rahmenbedingungen fĂŒr Auslandsinvestments.

Welcher Anlegertyp könnte Gerdau SA (ADR) in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Gerdau SA (ADR) könnte insbesondere fĂŒr Anleger interessant sein, die zyklische Rohstoff- und Industriewerte bewusst in ihrem Depot einsetzen möchten und die Schwankungen eines Stahlkonzerns akzeptieren können. Dazu zĂ€hlen Investoren, die bereits Erfahrungen mit VolatilitĂ€t haben und bereit sind, konjunkturelle Hoch- und Tiefphasen auszuhalten. Wer nach internationaler Diversifikation außerhalb Europas sucht und dabei die Rolle von Bau- und Infrastrukturinvestitionen in Schwellen- und IndustrielĂ€ndern im Blick hat, könnte einen brasilianischen Stahlwert wie Gerdau als Baustein im internationalen Aktienuniversum betrachten. Wichtig ist dabei, sich mit den Besonderheiten von ADRs, den relevanten HandelsplĂ€tzen und der steuerlichen Behandlung auseinanderzusetzen.

Weniger geeignet erscheint Gerdau SA (ADR) fĂŒr Anleger, die starke Kursschwankungen und lĂ€ngere SchwĂ€chephasen kaum tolerieren können. Stahlunternehmen sind generell konjunktursensitiv und reagieren oft empfindlich auf NachfragerĂŒckgĂ€nge, sinkende Stahlpreise oder steigende Rohstoffkosten. Zudem können WĂ€hrungsbewegungen, etwa zwischen brasilianischem Real, US-Dollar und Euro, die in Euro gemessene Rendite zusĂ€tzlich beeinflussen. Defensive Anleger, die den Schwerpunkt auf stabile AusschĂŒttungen, geringe VolatilitĂ€t und gut planbare Cashflows legen, dĂŒrften sich daher eher in anderen Branchen wie BasiskonsumgĂŒtern oder Versorgern wiederfinden.

Auch Anleger, die sich mit der politischen und wirtschaftlichen Lage in Brasilien und anderen sĂŒdamerikanischen LĂ€ndern nicht beschĂ€ftigen möchten, sollten vorsichtig sein. Themen wie Inflation, Zinspolitik, regulatorische Rahmenbedingungen und Infrastrukturprogramme im Heimatmarkt können fĂŒr die GeschĂ€ftsentwicklung von Gerdau eine wichtige Rolle spielen. Wer sich nicht regelmĂ€ĂŸig ĂŒber solche Faktoren informieren will oder keinen Zugang zu entsprechenden Informationsquellen hat, könnte die KomplexitĂ€t eines Engagements in einem brasilianischen Stahlkonzern als hoch empfinden. FĂŒr solche Anlegergruppen bieten sich alternativ eher heimische oder europĂ€ische Industriewerte an, deren Rahmenbedingungen leichter nachzuverfolgen sind.

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Fazit

Gerdau SA (ADR) steht als einer der großen Langstahlproduzenten Amerikas fĂŒr ein klassisch zyklisches GeschĂ€ftsmodell, das eng mit der Bau- und Infrastrukturentwicklung in Brasilien, Nordamerika und anderen MĂ€rkten verknĂŒpft ist. Die jĂŒngsten Quartalszahlen fĂŒr das erste Quartal 2026 und die angekĂŒndigten AusschĂŒttungen zeigen, dass der Konzern weiterhin auf Cashflow, Effizienzprogramme und eine aktive Dividendenpolitik setzt, gleichzeitig aber mit wechselhaften Stahlpreisen und regional unterschiedlichen Nachfragedynamiken umgehen muss. Der hohe Recyclinganteil und der Fokus auf SpezialstĂ€hle bieten dem Unternehmen langfristige Chancen im Kontext von Nachhaltigkeit und höherwertigen Anwendungen.

FĂŒr deutsche Anleger bietet der an der NYSE gehandelte ADR einen vergleichsweise einfachen Zugang zu einem brasilianischen Stahlwert, der sowohl von Emerging-Markets-Entwicklungen als auch von nordamerikanischen Konjunkturprogrammen beeinflusst wird. Damit geht jedoch eine erhöhte KomplexitĂ€t durch WĂ€hrungsrisiken, Rohstoffzyklen und politische Rahmenbedingungen einher. Wer diese Faktoren bewusst in Kauf nimmt und sich mit der Funktionsweise von ADRs sowie der steuerlichen Behandlung auseinandersetzt, kann Gerdau SA (ADR) als möglichen Baustein in einem breit diversifizierten, global ausgerichteten Portfolio betrachten, ohne dass daraus eine Handlungsempfehlung abgeleitet werden sollte.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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