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Graphite One Aktie: 160–170% Zölle fallen weg

18.05.2026 - 09:23:02 | boerse-global.de

Graphite One sieht sich nach gescheiterten Importzöllen und lokalem Widerstand mit einem engeren Zeitplan für das Graphitprojekt in Alaska konfrontiert.

Graphite One Aktie: 160–170% Zölle fallen weg - Foto: über boerse-global.de
Graphite One Aktie: 160–170% Zölle fallen weg - Foto: über boerse-global.de

Graphite One geht mit deutlich veränderter Ausgangslage in die neue Handelswoche. Der erhoffte politische Rückenwind für heimische Graphitprojekte ist schwächer geworden, während der Genehmigungsfahrplan enger wirkt. Im Zentrum steht Graphite Creek in Alaska: Das Projekt braucht Tempo, aber auch lokale Akzeptanz.

Zollschutz fällt weg

Der wichtigste Einschnitt kam im März. Die US-Handelskommission ITC entschied am 12. März, dass Importe von Graphit-Anodenmaterial aus China die Entstehung einer heimischen Industrie nicht „materiell schädigen“ und auch nicht bedrohen.

Für US-Entwickler ist das ein Rückschlag. Die diskutierten Zusatzzölle hätten je nach Exporteur bei rund 160 Prozent beziehungsweise knapp 170 Prozent gelegen. Dieser Preispuffer kommt nun nicht.

Das wiegt besonders schwer, weil China mehr als 95 Prozent der weltweiten Verarbeitungskapazität für Graphit kontrolliert. Graphite One muss sein Projekt damit stärker über Genehmigungstempo, Finanzierung und Lieferkettenargumente rechtfertigen.

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Der Kurs spiegelt diese Unsicherheit wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 0,73 Euro, seit Jahresanfang liegt sie 37,62 Prozent im Minus. Sie notiert damit unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Genehmigungsrennen wird enger

Auch regulatorisch ist die Ausgangslage weniger exklusiv. Die Projekte Coosa in Alabama und Kilbourne in New York erhielten im März ebenfalls Zugang zum beschleunigten US-Genehmigungsprogramm FAST-41. Graphite Creek ist damit nicht mehr allein in dieser Spur.

Ein Vorteil bleibt: Das Projekt ist sowohl im Bundesprogramm als auch im Genehmigungsportal Alaskas gelistet. Diese doppelte Verankerung kann helfen, ersetzt aber keinen Fortschritt bei den UmweltprĂĽfungen.

Geplant ist eine Tagebaumine rund 60 Kilometer nördlich von Nome. Graphite Creek wurde am 2. Juni 2025 in FAST-41 aufgenommen und gilt damit als frühes Schlüsselprojekt für kritische Mineralien in Alaska.

Der koordinierte Plan setzt fĂĽr die BundesprĂĽfungen einen Zeitrahmen von 13,5 Monaten. Zieltermin ist der 29. September 2026. FederfĂĽhrend ist das U.S. Army Corps of Engineers.

Lokaler Widerstand belastet

Die heikle Stelle ist die Section-404-Genehmigung. Die öffentliche Kommentierungsfrist endete am 15. April, beim U.S. Army Corps gingen 301 Stellungnahmen ein.

Ein groĂźer Teil fiel kritisch aus. Rund 57 Prozent nannten Staub, Eingriffe in traditionelle Landnutzung und Zweifel an den Umweltstudien. UnterstĂĽtzung kam nur von einer klaren Minderheit.

Hinzu kommen lokale Spannungen. Vertreter indigener Gruppen schlossen Graphite One von Treffen in Teller und Brevig Mission aus, drei lokale Institutionen stellten sich per gemeinsamer Resolution gegen die Entwicklung. Kritiker drängen auf eine vollständige Umweltverträglichkeitsprüfung, was den Zeitplan deutlich verlängern könnte.

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Finanziell ist die Basis dennoch beachtlich. EXIM hat unverbindliche Absichtserklärungen für Kredite über zusammen rund 2,07 Milliarden Dollar ausgestellt. Davon entfallen 670 Millionen Dollar auf die Mine in Alaska und 1,4 Milliarden Dollar auf eine geplante Verarbeitungsanlage in Ohio.

Die Laufzeit läge bei 15 Jahren, die Finanzierung würde etwa 70 Prozent der Projektkosten abdecken. Den Rest will Graphite One über große nordamerikanische Investmentbanken strukturieren.

Auf der Nachfrageseite stützt ein Liefervertrag mit Lucid Group die Investmentstory. Die Vereinbarung umfasst amerikanischen Naturgraphit und ergänzt einen Vertrag aus dem Jahr 2024 über synthetisches aktives Anodenmaterial.

Für die Woche ab 18. Mai sind keine Unternehmenstermine angesetzt. Relevanter sind mögliche Signale des U.S. Army Corps zur Section-404-Prüfung und Statusänderungen im FAST-41-Verfahren. Eine vollständige Umweltprüfung würde den geplanten Baustart 2027 belasten; ohne solche Verzögerung bleibt der 29. September 2026 der nächste harte Termin für Graphite Creek.

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