GSK, Aktie

GSK Aktie: Nuvalent-Deal für 10,6 Milliarden

09.06.2026 - 12:54:04 | boerse-global.de

GSK kauft Nuvalent für 10,6 Milliarden Dollar und stärkt damit seine Onkologie-Pipeline gegen drohende Patentverluste.

GSK übernimmt Nuvalent: Milliarden-Deal für Krebsmedikamente
GSK - Zwei abstrakte, futuristische Gebäude, die sich symbolisch für eine milliardenschwere Übernahme im Gesundheitswesen verbinden. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

GSK greift ins Onkologie-Regal — und zwar kräftig. Der britische Pharmakonzern hat heute eine Vereinbarung zur Übernahme von Nuvalent bekanntgegeben, einem auf Krebstherapien spezialisierten Biopharma-Unternehmen. Der Preis: 124 Dollar je Aktie in bar, was einem Aufschlag von 40 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag entspricht.

Zwei Kandidaten kurz vor der Zulassung

Das Herzstück des Deals sind zwei Lungenkrebsmedikamente in der späten Entwicklungsphase — Zidesamtinib und Neladalkib. Beide befinden sich aktuell im FDA-Zulassungsverfahren und könnten noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Hinzu kommt ein dritter Kandidat im frühen Stadium. GSK-Manager Luke Miels bezeichnete die beiden Leitprodukte als potenzielle Best-in-class-Assets für zwei Formen des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms.

Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf rund 10,6 Milliarden Dollar, netto nach abzugsfähiger Barmittel auf schätzungsweise 9,4 Milliarden Dollar. Abschließen soll der Deal im dritten Quartal 2026.

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Puffer gegen den Patentablauf

Hinter der Entschlossenheit steckt auch strategischer Druck. GSKs HIV-Medikament Dolutegravir verliert zwischen 2028 und 2030 sukzessive seinen Patentschutz — eine absehbare Erlöslücke, die der Konzern aktiv schließen will. Die Nuvalent-Pipeline soll ab 2027 zum Umsatzwachstum beitragen und das operative Kernergebnis in dieser Periode stützen. Eine Verwässerung des Kern-EPS erwartet GSK für 2026, 2027 und 2028 im niedrigen einstelligen Prozentbereich; eine Steigerung des Kern-EPS soll ab 2029 eintreten.

Das Umsatzziel von mehr als 40 Milliarden Pfund bis 2031 bleibt bestehen, und an der Jahresprognose für 2026 — 7 bis 9 Prozent Wachstum beim operativen Kernergebnis — hält GSK ausdrücklich fest. Auch die angekündigte Dividende von 70 Pence für 2026 steht nicht zur Disposition.

Für GSK ist die Nuvalent-Übernahme keine isolierte Maßnahme, sondern Teil einer laufenden Neuausrichtung des Onkologieportfolios. Gelingt die FDA-Zulassung noch im laufenden Jahr, hätte der Konzern schon 2027 einen spürbaren Umsatzbeitrag aus einem Segment, das vor einigen Jahren kaum eine Rolle spielte.

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