Home Depot, US4370761029

Home Depot-Aktie (US4370761029): Quartalszahlen, verhaltener Gewinn und frischer Xetra-Schub

19.05.2026 - 14:28:42 | ad-hoc-news.de

Home Depot ist mit schwächerem Gewinn, aber wachsendem Umsatz ins neue Geschäftsjahr gestartet. Dennoch kann die Aktie zuletzt auf Xetra leicht zulegen. Was bedeuten die aktuellen Zahlen und die Kursbewegung für Anleger in Deutschland?

Home Depot, US4370761029
Home Depot, US4370761029

Die US-Baumarktkette Home Depot ist mit einem Umsatzplus, aber rückläufigem Gewinn in das neue Geschäftsjahr gestartet, während die Aktie am 18.05.2026 im Xetra-Handel zeitweise zu den stärkeren Werten gehörte und um 0,5 Prozent auf 258,70 Euro stieg, laut finanzen.net Stand 18.05.2026.

Auslöser der aktuellen Bewertung ist vor allem der jüngste Quartalsbericht: Home Depot meldete für das erste Quartal bis zum 3. Mai 2026 einen Umsatzanstieg um 4,8 Prozent auf knapp 41,8 Milliarden US-Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie um 3,7 Prozent auf 3,43 US-Dollar zurückging, wie dpa-AFX am 14.05.2026 berichtete, zitiert nach FinanzNachrichten.de Stand 14.05.2026.

Stand: 19.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Home Depot
  • Sektor/Branche: Einzelhandel, Baumärkte, Heimwerkerbedarf
  • Sitz/Land: Atlanta, USA
  • Kernmärkte: USA, Kanada, Mexiko
  • Wichtige Umsatztreiber: Baustoffe, Werkzeuge, Gartenbedarf, Renovierungsprojekte im Privat- und Profisegment
  • Heimatbörse/Handelsplatz: New York Stock Exchange (Ticker HD), Zweitlisting u.a. Xetra
  • Handelswährung: US-Dollar an der NYSE, Euro auf Xetra

Home Depot: Kerngeschäftsmodell

Home Depot gehört zu den weltweit größten Baumarktketten und fokussiert sich auf den Verkauf von Heimwerker- und Baustoffprodukten an Privatkunden und professionelle Handwerksbetriebe. Das Unternehmen betreibt ein dichtes Filialnetz in Nordamerika und kombiniert dieses mit einem wachsenden Online-Geschäft. Laut Unternehmensangaben im Geschäftsbericht für das am 2. Februar 2025 beendete Geschäftsjahr erzielte Home Depot einen Umsatz im hohen zweistelligen Milliardenbereich, wobei der Großteil der Erlöse in den USA erwirtschaftet wurde, wie aus den veröffentlichten Zahlen vom 23.02.2025 hervorgeht, berichtet von Home Depot Investor Relations Stand 23.02.2025.

Das Geschäftsmodell von Home Depot fußt auf einem breiten Sortiment, das von klassischen Baumarktartikeln über Elektro- und Sanitärinstallationen bis hin zu Garten- und Landschaftsprodukten reicht. Ergänzt wird dieses Sortiment durch Serviceleistungen wie Werkzeugvermietung, Montageservices und Beratungsangebote, die sowohl Hobbyheimwerker als auch professionelle Bauunternehmen ansprechen. Durch die Kombination von stationären Flächen mit E-Commerce und Click-and-Collect-Lösungen versucht Home Depot, die Kundenerfahrung über verschiedene Kanäle hinweg zu verknüpfen.

Ein weiterer zentraler Baustein des Geschäftsmodells sind die langfristigen Beziehungen zu professionellen Handwerkern und Bauunternehmen. Diese Kundengruppe tätigt in der Regel größere und wiederkehrende Bestellungen und ist daher für stabile Umsatzströme wichtig. Home Depot investiert kontinuierlich in Logistik, Sortimentsbreite und digitale Bestellprozesse, um diese Zielgruppe stärker zu binden und die eigene Marke in Projekten rund um Renovierung, Umbau und Neubau zu verankern.

Zudem setzt Home Depot zunehmend auf datengetriebene Steuerung der Warenbestände und der Preisgestaltung. Durch Auswertung von Verkaufsdaten aus den Filialen und dem Online-Shop kann das Unternehmen regionale Nachfrageunterschiede berücksichtigen und Filialsortimente entsprechend anpassen. Diese datenbasierte Optimierung soll helfen, Margen zu stabilisieren, Überbestände zu vermeiden und die Verfügbarkeit gefragter Produkte zu erhöhen.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Home Depot

Die wichtigsten Umsatztreiber von Home Depot sind klassische Baumaterialien, Werkzeuge, Farbe, Sanitärartikel, Elektroinstallationen und Gartenprodukte. Im Privatkundensegment profitiert das Unternehmen von Renovierungs- und Modernisierungsvorhaben in den eigenen vier Wänden. In den vergangenen Jahren spielten insbesondere Projekte im Bereich Küche, Bad und Außenbereich eine zentrale Rolle, gestützt durch niedrige Zinsen und hohe Immobilienwerte, wie Branchenanalysten mehrfach betonten, darunter Auswertungen von S&P Global aus dem Jahr 2024, berichtet von S&P Global Market Intelligence Stand 15.11.2024.

Im professionellen Bereich bedient Home Depot Bauunternehmen, Installationsbetriebe und Handwerker, die Materialien in größeren Mengen beziehen. Diese Kundengruppe reagiert sensibel auf die Entwicklung des Bau- und Immobilienmarktes. Größere Bauprojekte und Modernisierungswellen können die Nachfrage nach Baustoffen und Werkzeugen deutlich erhöhen. Umgekehrt können höhere Zinsen und schwächere Bautätigkeit die Ausgaben im Profisegment bremsen. Home Depot versucht, diese Abhängigkeit durch Serviceangebote und langfristige Kundenprogramme abzufedern.

Ein wachsender Treiber ist der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz. Kunden können Produkte online bestellen und entweder nach Hause liefern lassen oder per Click-and-Collect in der Filiale abholen. Dieser Kanal gewinnt seit mehreren Jahren an Bedeutung, nicht zuletzt, weil umfangreiche Produktsuche, Bewertungen und Projektideen Kunden online Orientierung bieten. Home Depot investiert deshalb kontinuierlich in IT-Infrastruktur, mobile Apps und digitale Werkzeuge, die Kunden bei der Planung von Renovierungsprojekten unterstützen sollen.

Darüber hinaus spielen saisonale Produkte eine wichtige Rolle. Im Frühjahr und Sommer stehen Garten und Außenanlagen im Fokus, während im Herbst und Winter Innenraumprojekte sowie Heizung und Dämmung stärker nachgefragt werden. Home Depot muss seine Lager- und Lieferketten entsprechend steuern, um Spitzenzeiten bedienen zu können. Je nach Wetterverlauf kann die Nachfrage zwischen Quartalen deutlich schwanken, was sich im Umsatz- und Margenverlauf niederschlagen kann.

Aktuelle Quartalszahlen: Umsatz wächst, Gewinn geht zurück

Die jüngsten Quartalszahlen von Home Depot geben einen Einblick in die aktuelle Nachfragesituation im Baumarkt- und Renovierungssektor. Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres bis zum 3. Mai 2026 meldete das Unternehmen einen Umsatzanstieg um 4,8 Prozent auf knapp 41,8 Milliarden US-Dollar, wie dpa-AFX am 14.05.2026 berichtete, zusammengefasst von FinanzNachrichten.de Stand 14.05.2026. Damit konnte Home Depot trotz einer gewissen Zurückhaltung der Verbraucher beim Heimwerken und Renovieren seine Erlöse steigern.

Auf der Gewinnseite zeigte sich jedoch Druck. Unter dem Strich fiel der Quartalsgewinn laut derselben Meldung um 4,2 Prozent auf knapp 3,3 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie, eine von Analysten viel beachtete Kennziffer, sank demnach um 3,7 Prozent auf 3,43 US-Dollar. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass höhere Kosten, etwa für Personal, Logistik und Warenbeschaffung, auf die Profitabilität drücken können, selbst wenn die Umsätze wachsen. Für Investoren ist daher nicht nur die Umsatzdynamik, sondern vor allem die Entwicklung der Margen von Interesse.

Trotz des leichten Gewinnrückgangs bestätigte Home Depot seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Das Management peilt weiterhin ein Umsatzplus von 2,5 bis 4,5 Prozent an. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Filialeröffnungen oder -schließungen, sollen die Erlöse im besten Fall um 2 Prozent wachsen oder im schwächeren Szenario stagnieren, hieß es in der dpa-AFX-Meldung vom 14.05.2026. Beim bereinigten Gewinn je Aktie stellt Home Depot ein Wachstum von bis zu 4 Prozent in Aussicht, lässt aber auch die Möglichkeit offen, dass der Wert auf dem Vorjahresniveau von 14,69 US-Dollar je Aktie verharren könnte.

Für Beobachter signalisiert diese Spanne, dass das Management weiterhin mit einer gewissen Unsicherheit in Bezug auf Konsumklima, Bauaktivität und Kostenfaktoren rechnet. Die Bandbreite der Prognose lässt Raum für positivere Überraschungen bei einer anziehenden Nachfrage, aber auch für Belastungen, falls sich das wirtschaftliche Umfeld eintrübt. Anleger dürften daher die kommenden Quartale genau verfolgen, um zu sehen, ob sich Home Depot in Richtung des oberen oder unteren Endes der Prognenz verschiebt.

Bemerkenswert ist, dass der Gewinnrückgang im Quartal bei gleichzeitig zunehmendem Umsatz darauf hindeutet, dass die operative Marge unter Druck steht. Faktoren wie höhere Löhne, gestiegene Transportkosten oder Investitionen in E-Commerce-Strukturen könnten hier eine Rolle spielen. Konkrete Details zur Margenentwicklung lieferte die dpa-AFX-Meldung zwar nicht, doch historisch konnte Home Depot im Vergleich zu vielen Wettbewerbern relativ stabile Margen ausweisen, wie frühere Geschäftsberichte zeigen, zusammengefasst etwa von Morningstar Stand 10.03.2025.

Kursschwankungen und 52-Wochen-Tief im Xetra-Handel

Parallel zu den Quartalszahlen zeigt sich die Home Depot-Aktie im Handel volatil. Am 18.05.2026 legte der Kurs im Xetra-Handel am Nachmittag um 0,5 Prozent auf 258,70 Euro zu und gehörte damit zu den stärkeren Werten im Dow-Jones-Umfeld, wie finanzen.net Stand 18.05.2026 berichtete. Zugleich markierte die Aktie am selben Tag ein 52-Wochen-Tief bei 254,60 Euro, bevor sie sich wieder etwas erholte.

Mit dem genannten Xetra-Schlusskurs lag die Aktie laut finanzen.net rund 1,61 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom 18.05.2026. Diese Konstellation aus neuem Jahrestief und anschließender kleiner Gegenbewegung zeigt, dass die Marktteilnehmer die jüngsten Nachrichten rund um Home Depot unterschiedlich interpretieren. Einerseits könnten Sorgen um die Margen und die konjunkturelle Entwicklung auf die Stimmung drücken, andererseits sehen manche Investoren in Rücksetzern möglicherweise Einstiegsgelegenheiten, gerade bei etablierten Standardwerten aus dem US-Einzelhandel.

Für deutsche Anleger ist insbesondere relevant, dass die Aktie nicht nur an der New York Stock Exchange in US-Dollar, sondern auch auf Xetra in Euro gehandelt wird. Die Kursentwicklung in Deutschland hängt dabei sowohl von der Aktie in den USA als auch von Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar ab. Verändert sich der Wechselkurs, kann dies die Performance in Euro im Vergleich zur US-Notierung spürbar beeinflussen, selbst wenn der Kurs in Dollar seitwärts läuft.

Die Nähe zum 52-Wochen-Tief kann zudem psychologische Effekte haben. Ein neues Jahrestief wird häufig als Zeichen dafür gesehen, dass der Markt zuletzt eher skeptisch war. Gleichzeitig kann ein solcher Punkt eine technische Unterstützung darstellen, an der kurzfristige Trader verstärkt auf Kursreaktionen achten. In welcher Richtung sich der Kurs in den kommenden Wochen entwickelt, hängt vor allem davon ab, ob Home Depot mit weiteren Geschäftszahlen oder Unternehmensnachrichten überzeugen kann und wie sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld in den USA entwickelt.

Makro-Umfeld: Bau- und Renovierungsmarkt im Fokus

Die Geschäftsentwicklung von Home Depot ist eng mit dem Bau- und Renovierungsmarkt verknüpft. Steigende Hypothekenzinsen können dazu führen, dass weniger neue Häuser gebaut oder gekauft werden, während Eigentümer bestehende Immobilien eher renovieren, anstatt umzuziehen. In den vergangenen Jahren wechselten sich Phasen mit hoher Neubautätigkeit und Phasen mit starken Renovierungsimpulsen ab, was sich jeweils unterschiedlich auf die Nachfrage nach Baumarktprodukten auswirkte, wie branchenweite Analysen von US-Immobilienverbänden aus den Jahren 2023 und 2024 zeigen, zitiert etwa von National Association of Realtors Stand 12.12.2024.

Ein weiteres Thema ist das allgemeine Konsumklima. In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und wirtschaftlicher Unsicherheit neigen Haushalte dazu, größere Renovierungsprojekte aufzuschieben oder zu kürzen. Kleinere Arbeiten, Reparaturen und notwendige Instandhaltungen werden hingegen meist weitergeführt. Home Depot muss daher mit einem flexiblen Sortiment und treffsicherem Pricing darauf reagieren, dass Kunden eher preisbewusster werden und gezielt nach Angeboten suchen.

Für den professionellen Bereich spielen Infrastrukturprogramme und gewerbliche Bauprojekte eine Rolle. Investitionsprogramme der US-Regierung in Gebäude, Verkehrswege und Energieeffizienz können die Nachfrage nach Baumaterialien stützen. Home Depot profitiert dann indirekt, wenn Bauunternehmen und Handwerksbetriebe vermehrt Materialien über die eigenen Märkte oder den Großhandelszweig beziehen. Umgekehrt kann eine Abkühlung von Bauinvestitionen die Nachfrage Seite der Profikunden dämpfen.

Zusätzlich beeinflussen Trends wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz das Produktspektrum. Nachfrage nach Dämmmaterialien, energieeffizienten Fenstern, modernen Heiz- und Kühlsystemen oder Smart-Home-Lösungen hat in den letzten Jahren zu neuen Produktkategorien im Baumarktregal geführt. Home Depot versucht, diesen Trend durch sortimentsseitige Anpassungen und Beratung zu bedienen, was sich auch in Marketingmaterialien und Online-Ratgebern widerspiegelt, die das Unternehmen auf seiner Website bereitstellt.

Wettbewerbsumfeld und Position von Home Depot

Home Depot konkurriert im nordamerikanischen Markt vor allem mit der Baumarktkette Lowe's sowie mit zahlreichen regionalen und spezialisierten Wettbewerbern. Hinzu kommen Online-Plattformen und E-Commerce-Giganten, die einzelne Produktkategorien aus dem Baumarktsegment führen. Laut Branchenanalysen von 2024 halten Home Depot und Lowe's gemeinsam einen bedeutenden Marktanteil im nordamerikanischen Do-it-yourself- und Profisegment, wie Auswertungen von Statista Stand 05.09.2024 zeigen.

Home Depot versucht, sich durch Größe, Sortimentstiefe, Serviceangebote und eine starke Marke zu differenzieren. Mit großen Flächenmärkten, umfangreichen Lagerkapazitäten und einer hohen Verfügbarkeit von Waren will das Unternehmen sowohl spontane Einkäufe von Privatkunden als auch planbare Großprojekte von Profis abdecken. Gleichzeitig investiert Home Depot in Schulungsangebote und Beratungsleistungen, um Kunden bei der Umsetzung komplexerer Projekte zu unterstützen, etwa im Bereich Elektrik, Sanitär oder Gartenbau.

Im Online-Bereich ist der Wettbewerb besonders intensiv. Neben den eigenen Webshops der großen Baumarktketten sind Generalisten wie Amazon aktiv. Home Depot setzt hier auf ein integriertes Konzept: Kunden sollen Produkte online recherchieren, Verfügbarkeit in der Filiale prüfen und dann wahlweise liefern lassen oder im Markt abholen können. Die Verknüpfung von Online- und stationärem Geschäft soll ein nahtloses Einkaufserlebnis bieten und die Kundenbindung stärken.

Für Home Depot ist es zudem wichtig, Logistikprozesse effizient zu organisieren, um Produkte schnell und kostengünstig zum Kunden zu bringen. Investitionen in regionale Distributionszentren, moderne Lagersoftware und automatisierte Sortierprozesse sollen helfen, Lieferzeiten zu verkürzen und Kosten zu senken. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld können Effizienzvorteile entscheidend sein, um Margen zu halten oder zu verbessern.

Warum Home Depot für deutsche Anleger interessant sein kann

Für Anleger in Deutschland ist Home Depot aus mehreren Gründen interessant. Zum einen bietet der US-Baumarktsektor eine andere Konjunkturstruktur als der deutsche Einzelhandel. Die Nachfrage nach Renovierung, Hausbau und Heimwerkerprojekten in den USA kann sich unabhängig von europäischen Trends entwickeln. Damit kann die Aktie für Anleger, die international diversifizieren möchten, eine Ergänzung zu heimischen Einzelhandels- oder Bauwerten darstellen.

Zum anderen wird die Home Depot-Aktie nicht nur an der New York Stock Exchange, sondern auch in Deutschland gehandelt. Am 18.05.2026 notierte die Aktie auf Xetra bei 258,70 Euro, nachdem sie im Tagesverlauf zeitweise auf ein 52-Wochen-Tief von 254,60 Euro gefallen war, wie finanzen.net Stand 18.05.2026 meldete. Damit können deutsche Anleger die Aktie direkt in Euro handeln, ohne zwingend einen US-Handelsplatz nutzen zu müssen.

Hinzu kommt, dass der Heimwerker- und Renovierungsmarkt auch in Deutschland eine Rolle spielt, etwa über globale Trends bei Bau- und Wohnstandards, Energieeffizienz und Smart-Home-Lösungen. Entwicklungen in den USA können Impulse für europäische Märkte geben, etwa bei Produktinnovationen oder bei der Digitalisierung des Baumarkthandels. Beobachter, die sich für Bau- und Wohntrends interessieren, schauen daher häufiger auch auf große US-Konzerne wie Home Depot.

Schließlich reflektiert die Kursentwicklung von Home Depot auch die Stimmung am US-Aktienmarkt insgesamt. Als Bestandteil des Dow Jones Industrial Average zählt die Aktie zu den stark beachteten Standardwerten. Bewegungen in der Home Depot-Aktie können zeitweise Hinweise auf die Einschätzung der Anleger zu Konsum- und Baukonjunktur in den USA liefern. Für deutsche Anleger, die den Dow Jones im Blick behalten, ist Home Depot daher ein wichtiger Einzelwert.

Risiken und offene Fragen

Trotz der starken Marktposition ist Home Depot mit verschiedenen Risiken konfrontiert. Eines der zentralen Themen ist die Konjunkturabhängigkeit. Kommt es zu einem deutlichen wirtschaftlichen Abschwung in den USA, könnten sowohl Privatkunden als auch professionelle Bauträger Projekte verschieben oder in kleinerem Umfang umsetzen. Dies würde sich direkt in den Umsätzen von Home Depot bemerkbar machen und könnte auch auf die Gewinnentwicklung durchschlagen.

Ein weiteres Risiko sind kostenseitige Belastungen. Steigende Löhne, höhere Transport- und Energiekosten sowie mögliche Störungen in der Lieferkette können die Margen unter Druck setzen. Die jüngsten Quartalszahlen, in denen der Gewinn trotz Umsatzanstieg zurückging, deuten darauf hin, dass Home Depot in einem Umfeld operiert, in dem Kostenkontrolle und Effizienzsteigerungen an Bedeutung gewinnen. Wie erfolgreich das Unternehmen dabei ist, wird sich in den kommenden Berichten zeigen.

Langfristig stellt auch der Wandel im Konsumentenverhalten eine Herausforderung dar. Jüngere Generationen priorisieren teilweise andere Ausgaben, etwa für Dienstleistungen oder digitale Angebote, und wohnen häufiger zur Miete statt im Eigenheim. Dies kann das Volumen an größeren Renovierungsprojekten beeinflussen. Home Depot muss sein Sortiment, Marketing und Serviceangebot so ausrichten, dass es auch für diese Kundengruppen attraktiv bleibt, etwa über kleinere DIY-Projekte, nachhaltige Produkte oder flexible Servicepakete.

Schließlich ist der Wettbewerbsdruck im E-Commerce ein Risiko. Sollten digitale Konkurrenten oder spezialisierte Plattformen für einzelne Produktsegmente stark an Bedeutung gewinnen, könnte Home Depot Marktanteile verlieren, wenn es nicht ausreichend in die Weiterentwicklung der eigenen Online- und Omnichannel-Strategie investiert. Beobachter achten daher darauf, wie sich der Online-Anteil am Gesamtumsatz entwickelt und welche Fortschritte das Unternehmen bei digitalen Services macht.

Wichtige Termine und mögliche Katalysatoren

Für Anleger spielen neben den veröffentlichten Zahlen auch kommende Termine eine wichtige Rolle. Regelmäßige Quartalsberichte geben Einblick in Umsatz, Gewinn und Margenentwicklung von Home Depot und enthalten oft Ausblicke auf das weitere Geschäftsjahr. Dabei achten Analysten nicht nur auf die nackten Zahlen, sondern auch auf Kommentare des Managements zu Nachfrage, Preisstrategie, Kostenbasis und geplanten Investitionen. Änderungen in der Prognose können kurzfristig deutliche Kursreaktionen auslösen.

Darüber hinaus können Investorentage oder Kapitalmarktkonferenzen wichtige Impulse liefern. Auf solchen Veranstaltungen stellt das Management meist seine mittelfristige Strategie, größere Investitionsprogramme oder neue Initiativen im digitalen Bereich vor. Auch Informationen zu Filialexpansion, Modernisierungsprogrammen oder Effizienzprojekten in Logistik und IT können die Einschätzung des Marktes beeinflussen. Konkrete Termine und Präsentationen kündigt das Unternehmen im Bereich Investor Relations an, der über die Unternehmenswebsite zugänglich ist.

Ein weiterer potenzieller Katalysator sind makroökonomische Daten zum US-Immobilienmarkt, etwa zu Neubauverkäufen, Renovierungsausgaben oder Hauspreisen. Positive Überraschungen in diesen Statistiken können die Nachfrageperspektive für Baumarktunternehmen verbessern, während schwächere Daten eher dämpfend wirken. Anleger, die Home Depot im Blick haben, verfolgen daher häufig auch entsprechende Kennzahlen aus offiziellen Statistiken und Branchenberichten.

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Fazit

Home Depot ist mit einem Mix aus Umsatzwachstum und rückläufigem Gewinn in das aktuelle Geschäftsjahr gestartet, bleibt aber in Nordamerika ein zentraler Akteur im Baumarkt- und Renovierungssegment. Die jüngste Kursentwicklung mit einem neuen 52-Wochen-Tief auf Xetra und anschließender Erholung zeigt, dass Anleger die Perspektiven des Unternehmens unterschiedlich bewerten. Während einige Marktteilnehmer Margendruck und konjunkturelle Unsicherheiten im Blick haben, fokussieren andere sich auf die robuste Marktposition und die bestehenden Wachstumsinitiativen im E-Commerce und Servicegeschäft. Für deutsche Anleger, die eine internationale Diversifikation im Einzelhandels- und Bausektor anstreben, bleibt die Home Depot-Aktie aufgrund ihrer Größe, ihrer Bedeutung im Dow Jones und der Handelbarkeit in Euro auf Xetra ein beachtenswerter Wert, dessen weiteres Abschneiden stark von der Bau- und Renovierungsdynamik in den USA abhängen dürfte.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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