KOSPI: 8,29-Prozent-Crash auf 7.484 Punkte
08.06.2026 - 16:18:35 | boerse-global.de
Der wichtigste koreanische Aktienindex erlebt einen regelrechten Crash. Der KOSPI stürzt am Montag um 676 Zähler ab – ein Minus von 8,29 Prozent. Der Schlussstand: 7.484 Punkte.
Damit liegt der Index jetzt 16 Prozent unter seinem Rekordhoch von 8.933,62 Punkten, das er erst vor sechs Tagen erreicht hatte. Der RSI fällt auf 47 Zähler, die annualisierte Volatilität schießt auf 56 Prozent – Extremwerte für Seoul.
Auslöser: US-Arbeitsmarkt erschüttert Zinshoffnungen
Der Ausverkauf beginnt mit der ersten Handelsminute. Auslöser sind die US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag: Statt der erwarteten 85.000 neuen Stellen meldet die US-Regierung 172.000. Ein gewaltiger positiver Überraschungseffekt.
Die Folge: Anleger preisen weltweit höhere Leitzinsen für länger ein. Das trifft besonders wachstumsstarke Tech-Werte. Der KOSPI – stark von Halbleiteraktien geprägt – bekommt die Wucht der Neubewertung als erstes zu spüren.
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Tech-Konzern im freien Fall
Die Verluste konzentrieren sich auf die Schwergewichte. Samsung Electronics stürzt um 10,18 Prozent ab und fällt unter die psychologisch wichtige Marke von 300.000 Won. SK Hynix verliert 7,68 Prozent. LG Electronics und Samsung SDI brechen mit 12,5 beziehungsweise 10,2 Prozent noch stärker ein.
Institutionelle Investoren stoßen netto 1,62 Billionen Won ab. Ausländische Anleger verkaufen den 21. Handelstag in Folge – weitere 354 Milliarden Won fließen ab. Privatanleger versuchen dagegen mit Nettokäufen von 1,76 Billionen Won, die Kurse zu stützen. Ein riskantes "Buy the Dip" inmitten des Ausverkaufs.
Notbremse gezogen – Won auf Talfahrt
Die Korea Exchange aktiviert den Circuit Breaker um kurz nach neun Uhr. 20 Minuten Handelsunterbrechung sollen die Lage beruhigen. Es ist bereits die dritte Aktivierung der Notbremse im Jahr 2026.
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Parallel gerät die Landeswährung unter Druck. Der Won eröffnet bei 1.555,2 zum Dollar – ein 17-Jahres-Tief. Nach mündlichen Interventionen der Behörden erholt sich der Kurs leicht auf 1.535. Die Nervosität bleibt.
Noch hält die Unterstützungszone um 7.400 Punkte. Sie diente bereits im frühen Morgentief als Kursboden. Ob sie erneut trägt, ist offen – die Margenkredite stehen mit Rekordhöhen von 28 Billionen Won auf dem Spiel.
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