Lotus, Resources

Lotus Resources Aktie: Brand legt Produktion drei Wochen lahm

09.06.2026 - 19:30:02 | boerse-global.de

Nach einem Brand und schwachen Quartalszahlen steigt der Short-Anteil an Lotus Resources auf 20 Prozent. Die Aktie verliert deutlich.

Lotus Resources: Shortseller-Attacke nach ProduktionsrĂĽckschlag
Lotus - Industrieanlage mit Rauchwolke, die auf einen Brand hindeutet, unter einem bedeckten Himmel. 09.06.2026 - Bild: ĂĽber boerse-global.de

Es ist ein rares Schauspiel an der ASX: Rund 20 Prozent der Lotus-Aktien befinden sich in den Händen von Shortsellern – einer der höchsten Werte an der Börse. Der Grund für die massive Wette auf fallende Kurse liegt in einem enttäuschenden Quartalsupdate, das die Märkte aufgeschreckt hat.

Die Aktie handelt am Dienstag bei 0,34 Euro, ein Minus von fast neun Prozent innerhalb eines Tages. Auf Monatssicht summiert sich der Verlust auf 37 Prozent.

Produktion enttäuscht, Kasse schmilzt

Lotus Resources hatte für das Märzquartal einen operativen Cash-Abfluss von 36 Millionen australischen Dollar gemeldet. Für das laufende Juni-Quartal rechnet das Management mit weiteren 38 Millionen – unter anderem wegen stark gestiegener Schwefelsäure- und Schwefelkosten. Zum Quartalsende lag die Kasse bei 85 Millionen Dollar. Eine Geldspritze rückt damit in den Bereich des Möglichen.

Das Kernproblem: die Wiederinbetriebnahme der Kayelekera-Mine in Malawi. Lotus hält 85 Prozent an der Anlage, die seit August 2025 wieder Uran fördert. Der Hochlauf zog sich hin. Ziel waren 2,4 Millionen Pfund U3O8 pro Jahr – erreicht werden sollte das im zweiten Quartal 2026.

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Dann kam der Rückschlag: Ein Brand an den Schalttafeln der Trocknungs- und Verpackungsanlage legte die Produktion für drei Wochen lahm. Zwar läuft der Betrieb wieder, aber der Rückschlag hat Vertrauen gekostet – und einen Teil der ohnehin knappen Kasse.

Der Spielplan

Lotus hat mehrere Optionen. Die eigene Schwefelsäure-Anlage steht für die Heißinbetriebnahme bereit, soll aber erst starten, wenn die Uranproduktion stabil läuft. Außerdem besitzt der Konzern in Botswana das Letlhakane-Projekt – eine Uran-Lagerstätte, für die eine Scoping-Studie einen Zehnjahresbetrieb im Tagebau skizziert hat.

Drei und drei Viertel Millionen Pfund Uran hat Lotus zwischen 2026 und 2029 bereits über Abnahmeverträge an vier Großkunden verkauft. Die Orders liegen vor.

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Der RSI liegt bei 32,5 Punkten – die Aktie ist technisch überverkauft. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität beträgt 133 Prozent. Das ist kein Wert für schwache Nerven. Die nächsten Monate werden zeigen, ob Lotus den Hochlauf stemmt – oder ob die Shortseller am Ende die bessere Analyse geliefert haben.

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