LPKF Laser Aktie: 120% Plus in 30 Tagen vor Gewinnmitnahmen
16.05.2026 - 01:00:47 | boerse-global.deLPKF erlebt gerade zwei Welten auf einmal. Die Aktie profitiert von der Hoffnung auf glasbasierte Lösungen fĂŒr KI-Rechenzentren, wĂ€hrend das operative GeschĂ€ft noch unter Druck steht. Genau diese Mischung macht den Titel spannend â und anfĂ€llig fĂŒr harte RĂŒcksetzer.
Am Freitag fÀllt die Aktie auf 22,20 Euro und verliert damit 5,93 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 120,90 Prozent. Der Kurs hat also viel Zukunft vorweggenommen.
KI-Schub trifft auf LIDE-Technologie
Auslöser der neuen Aufmerksamkeit ist Nvidias 500-Millionen-Dollar-Investment in Corning. Ziel ist es, Kupferkabel in KI-Systemen perspektivisch durch glasbasierte Co-Packaged Optics zu ersetzen. Damit rĂŒckt LPKFs LIDE-Technologie nĂ€her an einen der wichtigsten Wachstumstrends im Halbleitermarkt.
Der LIDE-Prozess ermöglicht das prÀzise Strukturieren, Vereinzeln und Bonden von Glassubstraten. LPKF entwickelt die Technologie seit 2017 und sieht den eigenen Vorsprung bei rund zehn Jahren. Besonders wichtig: Auch komplexe Aluminosilikat-GlÀser lassen sich damit bearbeiten.
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Das ist die Fantasie im Kurs. Die RealitĂ€t sieht kurzfristig nĂŒchterner aus.
Schwaches Quartal, bessere Auftragslage
Im ersten Quartal sank der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte LPKF noch 25,3 Millionen Euro erzielt. Hauptbelastung blieb das schwache SolargeschÀft.
Auch das Ergebnis rutschte tiefer ins Minus. Das EBIT lag bei minus 6,9 Millionen Euro, bereinigt waren es minus 5,7 Millionen Euro. Die Zahlen zeigen, dass der Umbau noch nicht schmerzfrei lÀuft.
Auf der anderen Seite zieht der Auftragseingang an. Er erreichte 24,1 Millionen Euro, die Book-to-Bill-Ratio lag bei 1,4. Neue Bestellungen ĂŒbertreffen damit klar die aktuellen UmsĂ€tze.
Das Transformationsprogramm âNorth Starâ liefert erste Kosteneffekte. LPKF hat die Produktion von Welding-Systemen in FĂŒrth geschlossen und am Standort Suhl gebĂŒndelt. Erste dort montierte Anlagen wurden bereits ausgeliefert.
Prognose bleibt vorsichtig
FĂŒr 2026 peilt LPKF einen Umsatz von 105 bis 120 Millionen Euro an. Die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen minus 3,0 und plus 4,5 Prozent liegen. Hohe Restrukturierungskosten bleiben dabei Teil der Rechnung.
Wichtig ist: Mögliche VolumenauftrĂ€ge aus Advanced Packaging sind in dieser Prognose nicht enthalten. Der Hochlauf hĂ€ngt nicht nur am LIDE-Prozess selbst, sondern auch an der Qualifikation nachgelagerter Schritte. LPKF spricht im Halbleiterbereich von konkreten GesprĂ€chen mit mehreren Kunden ĂŒber erste Produktionsanlagen.
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Montega bleibt bei âHaltenâ, hob das Kursziel aber auf 15,00 Euro an. Zuvor lag es bei 9,00 Euro. Die Analysten sehen das Potenzial auf dem aktuellen Kursniveau selbst in einem optimistischen Szenario weitgehend eingepreist.
Die Schwankungen passen dazu. Die annualisierte 30-Tage-VolatilitĂ€t liegt bei 146,81 Prozent. Nach dem starken Lauf seit Jahresbeginn ist der Markt sensibel fĂŒr jede Verzögerung beim erwarteten LIDE-Hochlauf.
Am 4. Juni folgt die Hauptversammlung in Hannover; der Bilanzgewinn soll vollstĂ€ndig vorgetragen werden. Am 18. Juni will CEO Klaus Fiedler Details zur Langfriststrategie vorstellen, einschlieĂlich des Ziels einer zweistelligen operativen Marge bis 2028. Diese Termine dĂŒrften den nĂ€chsten RealitĂ€tscheck fĂŒr die Transformationsstory liefern.
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