Marks and Spencer Aktie: Zahlen, Zuversicht
20.05.2026 - 09:45:16 | boerse-global.deDer Jahresabschluss 2025/26 ist für M&S ein bitteres Kapitel — und gleichzeitig ein Beleg dafür, dass das Kerngeschäft stabiler ist, als die Gewinnzahlen auf den ersten Blick vermuten lassen.
Der bereinigte Vorsteuergewinn fiel um 23,8 Prozent auf 671,4 Millionen Pfund. Der ausgewiesene Gewinn vor Steuern brach sogar um 28,8 Prozent auf 364,6 Millionen Pfund ein. Ursache war der Cyberangriff aus dem vergangenen Jahr, der den Online-Verkauf von Kleidung sieben Wochen lang vollständig lahmlegte.
Das Lebensmittelgeschäft rettet die Bilanz
Mitten in der Misere sticht die Food-Sparte heraus. Im zweiten Halbjahr legte der Umsatz dort um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, das operative Ergebnis übertraf die Analystenerwartungen um rund 11 Prozent. Das flächenbereinigte Wachstum im vierten Quartal belief sich auf 6,8 Prozent — Analysten hatten 5,9 Prozent erwartet. Treiber war robustes Volumenwachstum, kein reines Preisphänomen.
Ganz anders das Bild in der Sparte Fashion, Home & Beauty. Der Umsatz stagnierte, die Bruttomarge gab im Jahresverlauf um 270 Basispunkte nach — schlechter als von Analysten modelliert. Höhere Abschreibungen auf Restposten und ein ausgedünntes Sortiment während des Cyberangriffs hinterließen deutliche Spuren in der Profitabilität.
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Dividende hoch, Ausblick positiv
Trotz des Ergebniseinbruchs erhöht das Unternehmen die Dividende. Der Vorstand schlägt eine Schlussdividende von 3,0 Pence je Aktie vor, zahlbar am 10. Juli. Die Gesamtjahresdividende steigt damit um 16,7 Prozent auf 4,2 Pence — ein klares Signal, dass das Management die Delle als temporär bewertet.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 kündigt M&S eine Rückkehr zum Gewinnwachstum an. Morgan Stanley rechnet mit einem bereinigten Vorsteuergewinn von rund 925 Millionen Pfund — ein Anstieg von mehr als einem Drittel gegenüber dem FY26-Niveau. Die Bank sieht ihre eigenen FY28- und FY29-Prognosen dabei 6 bis 9 Prozent über dem Marktkonsens, weil strukturelle Verbesserungen im Geschäftsmodell ihrer Einschätzung nach vom Markt noch nicht ausreichend eingepreist werden.
Die Margenverwässerung in der Textilsparte dürfte sich nach Einschätzung von Morgan Stanley im laufenden Jahr größtenteils auflösen, sobald die Vollpreisverkäufe wieder normalisierte Niveaus erreichen. Mit einem Forward-KGV von rund dem Zehnfachen gilt die Aktie bei der Bank als ausreichend gestützt — zumal der Kurs heute bereits rund 2 Prozent zulegte, während der FTSE 100 ins Minus rutschte.
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Der Gesamtumsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr übrigens um 25 Prozent auf 17,27 Milliarden Pfund — maßgeblich getragen durch die Konsolidierung von Ocado Retail. Ohne diesen Effekt lag das organische Wachstum bei 1,9 Prozent.
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