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National Instruments-Aktie (US63361B1026): Wie spannend ist der Messtechnik-Spezialist nach den jüngsten Zahlen?

19.05.2026 - 23:31:20 | ad-hoc-news.de

National Instruments hat sich als wichtiger Anbieter von Test- und Messlösungen in Elektronik, Industrie und Automotive etabliert. Nach der Übernahme durch Emerson und der jüngsten Entwicklung der Geschäfte fragen sich viele Anleger, wie es mit der Aktie weitergeht.

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National Instruments zählt seit Jahren zu den etablierten Anbietern von Test- und Messsystemen für Elektronik, Industrie und Automotive. Die Lösungen des Unternehmens kommen in Produktentwicklung, Validierung und Produktion zum Einsatz und adressieren damit einen strukturell wachsenden Markt rund um Digitalisierung und Automatisierung. Für Anleger ist die National Instruments-Aktie insbesondere durch ihre frühere Nasdaq-Notierung und den Fokus auf forschungsintensive Branchen interessant.

In den vergangenen Quartalen stand das Unternehmen zusätzlich im Fokus, weil es von Emerson Electric übernommen wurde. Emerson hatte den Zukauf im Jahr 2023 abgeschlossen, um das eigene Automatisierungs- und Industriesoftware-Portfolio zu stärken. Mit dem Deal erhielt Emerson Zugriff auf die Kundenbasis und die Plattformtechnologie von National Instruments, wie aus Unternehmensangaben hervorgeht, die rund um den Abschluss der Transaktion im Oktober 2023 veröffentlicht wurden, etwa laut Informationen von Emerson Investor Relations Stand 12.10.2023.

Stand: 19.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: National Instruments
  • Sektor/Branche: Messtechnik, Test- und Automatisierungslösungen
  • Sitz/Land: Austin, USA
  • Kernmärkte: Elektronikentwicklung, Halbleiter, Automotive, Luft- und Raumfahrt, industrielle Automatisierung
  • Wichtige Umsatztreiber: Automatisierte Testsysteme, modulare Messplattformen, Softwarelizenzen und Wartungsverträge
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Ehemals Nasdaq, Handel aktuell vor allem als Restnotierungen im US-Markt
  • Handelswährung: US-Dollar

National Instruments: Kerngeschäftsmodell

National Instruments entwickelt und vertreibt modulare Mess- und Testsysteme, die vor allem in Forschung, Entwicklung und Produktion eingesetzt werden. Herzstück des Geschäfts ist eine Kombination aus Hardware wie PXI-Chassis, Datenerfassungskarten und Messgeräten sowie der Softwareplattform LabVIEW. Mit dieser Plattform können Ingenieure komplexe Messabläufe grafisch programmieren und automatisierte Testsysteme aufbauen, ohne jede Funktion in einer klassischen Programmiersprache schreiben zu müssen.

Das Geschäftsmodell von National Instruments basiert auf einer engen Verzahnung von Hardware, Software und Dienstleistungen. Kunden kaufen in der Regel Messmodule, Steuerhardware und Lizenzen für Entwicklungssoftware sowie ergänzend Support- und Wartungsverträge. Wiederkehrende Umsätze entstehen durch Softwareabonnements, Servicepakete und langfristige Supportverträge, die für Unternehmenskunden in regulierten oder sicherheitskritischen Branchen besonders wichtig sind. Dadurch ergibt sich eine relativ hohe Kundenbindung, wie National Instruments in früheren Geschäftsberichten betont hatte, etwa im Jahresbericht für 2022, der im Februar 2023 veröffentlicht wurde.

Besonders wichtig ist für National Instruments der modulare Ansatz der Produktpalette. Statt monolithischer Testanlagen bietet das Unternehmen skalierbare Systeme, die sich mit standardisierten Slots und Modulen an unterschiedliche Testaufgaben anpassen lassen. Dadurch können Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg dasselbe Grundsystem nutzen und lediglich einzelne Module nachrüsten, wenn neue Signale, Schnittstellen oder Messbereiche erforderlich werden. Dieses flexible Konzept spricht insbesondere Branchen an, in denen Produktlebenszyklen immer kürzer werden und Testumgebungen häufig neu konfiguriert werden müssen.

Ein weiterer Baustein des Kerngeschäftsmodells ist die starke Ausrichtung auf Ingenieure und Entwickler in den Kundenunternehmen. National Instruments arbeitet mit einem Ökosystem aus Partnern, Integratoren und zertifizierten Systemhäusern, die auf Basis der Plattform individuelle Lösungen entwickeln. Diese Partnerlandschaft erweitert die Reichweite des Unternehmens und sorgt dafür, dass die Technologien von National Instruments auch in sehr spezifischen Nischenanwendungen eingesetzt werden, etwa bei Tests von Radar- oder Kommunikationstechnik in der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Darüber hinaus adressiert National Instruments mit seinem Angebot den Trend zur Software-Defined-Measurement. Dabei werden klassische Hardwarefunktionen stärker in Software ausgelagert, was die Flexibilität erhöht und langfristig zusätzliche Softwareumsätze ermöglicht. Dieser Ansatz passt gut in das strategische Portfolio von Emerson, das ebenfalls auf Automatisierung und Softwarelösungen setzt, um industrielle Prozesse effizienter und transparenter zu machen, wie Emerson im Rahmen der Akquisitionsbegründung erklärte, unter anderem laut Veröffentlichungen von Emerson Investor Relations Stand 12.04.2023.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von National Instruments

Die wichtigsten Umsatztreiber von National Instruments liegen in mehreren Endmärkten, die alle von steigender Elektronikkomplexität, Digitalisierung und Regulierung profitieren. Ein zentraler Treiber ist der Halbleitermarkt. Hier kommen die Test- und Messsysteme des Unternehmens sowohl in der Entwicklung neuer Chips als auch in der Produktion zum Einsatz. Da moderne Halbleiter immer mehr Funktionen auf kleinem Raum integrieren, steigen Umfang und Komplexität der notwendigen Tests. National Instruments positioniert sich mit hochpräzisen und automatisierbaren Testlösungen, die sich flexible an neue Chipdesigns anpassen lassen.

Ein zweiter starker Treiber ist die Automobilindustrie, insbesondere der Bereich Elektromobilität und Fahrerassistenzsysteme. Elektroantriebe, Batteriemanagementsysteme, Leistungselektronik und Sensorik für Assistenzsysteme erzeugen einen enormen Testbedarf. Hersteller und Zulieferer müssen Komponenten und Systeme unter unterschiedlichen Lastprofilen, Temperaturbedingungen und Sicherheitsanforderungen prüfen. National Instruments liefert hierfür Prüfstände, Messtechnikmodule und Software, die ein automatisiertes und reproduzierbares Testen ermöglichen. In Unternehmenspräsentationen wurde dieser Bereich in den vergangenen Jahren immer wieder als wachstumsstark hervorgehoben, etwa in Investor-Präsentationen aus dem Jahr 2022.

Im Bereich Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung ist National Instruments ebenfalls breit vertreten. Hier geht es häufig um Tests von Funk- und Radarsystemen, Kommunikationsschnittstellen, Avionikkomponenten oder Antrieben. Die Anforderungen an Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Dokumentationspflicht sind in diesen Branchen besonders hoch, was die Nachfrage nach leistungsfähigen Mess- und Testsystemen begünstigt. National Instruments profitiert in diesem Umfeld von langjährigen Kundenbeziehungen und Zertifizierungen, die als Markteintrittsbarriere für Wettbewerber wirken können.

Ein weiterer Umsatztreiber sind industrielle Anwendungen in Produktion und Qualitätskontrolle. Mit seinen Systemen ermöglicht National Instruments es Unternehmen, Produktionslinien mit Mess- und Prüfsystemen zu überwachen und Daten zur Qualitätssicherung zu erfassen. In Verbindung mit Datenanalyse und Software entsteht so ein Beitrag zur Industrie-4.0-Implementierung. Gerade für Fertigungsunternehmen, die auf hohe Ausbringung und niedrige Fehlerquoten angewiesen sind, können solche Systeme den Ausschuss senken und Prozesskosten reduzieren, was die Zahlungsbereitschaft für leistungsfähige und skalierbare Lösungen erhöht.

Auf Produktebene sind vor allem drei Komponentenbereiche hervorzuheben. Erstens die modulare Hardwareplattform, insbesondere PXI-Systeme, die als Basis für viele Messlösungen dienen. Zweitens die Softwareplattform LabVIEW, die aus Sicht des Unternehmens eine Art Betriebssystem für Test- und Messanwendungen darstellt. Und drittens ergänzende Softwaremodule sowie Dienstleistungen wie Schulungen, Beratung und Integrationssupport. In der Vergangenheit hatte National Instruments wiederholt betont, dass der Anteil wiederkehrender Umsätze aus Software und Services kontinuierlich zunimmt, was sich positiv auf die Planbarkeit der Geschäftsentwicklung auswirkt.

Zusammen mit dem neuen Eigentümer Emerson ergeben sich zusätzliche Umsatzpotenziale. Emerson verfügt über eine starke Präsenz im Prozess- und Fabrikautomationsmarkt, während National Instruments vor allem in diskreten Test- und Entwicklungsumgebungen stark ist. Durch Cross-Selling und kombinierte Angebote könnten langfristig neue Kunden gewonnen werden. Parallel dazu kann National Instruments auf die Vertriebs- und Serviceinfrastruktur von Emerson zugreifen, die in vielen Ländern mit eigener Präsenz vertreten ist. In Präsentationen zur Akquisition wies Emerson darauf hin, dass die Integration von National Instruments wichtige Synergien im Bereich Software und Testautomatisierung ermöglichen soll, laut Informationen von Emerson Investor Relations Stand 01.11.2023.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

National Instruments ist in einem Umfeld aktiv, das stark von langfristigen Technologietrends geprägt ist. Ein zentraler Treiber ist die fortschreitende Digitalisierung in nahezu allen Industrien. Neue Produkte enthalten immer mehr Elektronik, Sensorik und Software, was wiederum zu höheren Anforderungen an Test und Qualitätssicherung führt. Branchen wie Telekommunikation, Automotive und Medizintechnik müssen sicherstellen, dass ihre Produkte zuverlässig funktionieren und regulatorische Vorgaben einhalten. Dies erhöht den Bedarf an flexiblen und leistungsfähigen Testumgebungen.

Gleichzeitig nimmt der Druck auf Entwicklungszeiten und Markteinführungszyklen zu. Hersteller stehen vor der Aufgabe, immer schneller neue Produkte auf den Markt zu bringen, ohne dabei die Qualität zu kompromittieren. Test- und Messsysteme von Anbietern wie National Instruments sollen dazu beitragen, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen und Tests stärker zu automatisieren. Dadurch können Testdurchläufe parallelisiert oder in frühen Entwicklungsphasen simuliert werden. Diese Trends werden von Marktanalysten für Messtechnik und Testautomatisierung seit mehreren Jahren beobachtet, etwa in Branchenstudien zu elektronischer Messtechnik aus dem Jahr 2022.

Im Wettbewerbsumfeld trifft National Instruments auf mehrere große und spezialisierte Anbieter. Zu den bekannten Wettbewerbern gehören Unternehmen aus dem Bereich elektronische Messtechnik, die Hochfrequenzmessgeräte, Oszilloskope oder Spektrumanalysatoren anbieten, sowie Hersteller komplexer Produktions- und Testanlagen. National Instruments versucht sich zu differenzieren, indem es eine modulare Plattform anbietet, die Hardware und Software eng koppelt und von Partnern erweitert werden kann. Diese Plattformstrategie ähnelt einem Baukastensystem, das sowohl für kleine Labore als auch für große Produktionslinien skalierbar ist.

Mit dem Einstieg von Emerson hat sich die strategische Position von National Instruments zusätzlich verändert. Durch die Zugehörigkeit zu einem größeren Industriekonzern kann das Unternehmen auf zusätzliche Ressourcen zugreifen, etwa in Forschung und Entwicklung, Vertrieb und globalem Service. Emerson selbst sieht die Kombination aus Prozessautomation und Test- und Messtechnik als wichtigen Baustein für ein umfassendes Automatisierungsangebot, wie aus Präsentationen zum Zusammenschluss hervorgeht, unter anderem laut einer Unternehmenspräsentation, die im Oktober 2023 veröffentlicht wurde. Für National Instruments bedeutet dies eine stärkere Einbettung in Gesamtlösungen für Industrie- und Infrastrukturkunden.

Branchentrends wie Elektrifizierung, erneuerbare Energien und die Ausweitung von 5G- und künftigen 6G-Netzen schaffen weitere Anwendungsmöglichkeiten für Test- und Messsysteme. Stromnetze, Ladeinfrastruktur und Kommunikationssysteme müssen umfassend getestet werden, bevor sie in großem Maßstab ausgerollt werden. National Instruments kann mit seinen modularen Systemen etwa Spannungs-, Strom- und Kommunikationsprotokolle in vielfältigen Szenarien simulieren und überprüfen. Dadurch entsteht ein breites Spektrum an potenziellen Einsatzgebieten, das von Laboranwendungen bis hin zu Feldtests reicht.

Warum National Instruments für deutsche Anleger relevant ist

Für deutsche Anleger ist National Instruments aus mehreren Gründen interessant, auch wenn die Aktie inzwischen Teil eines größeren Konzerns ist. Zum einen bedient das Unternehmen technologisch anspruchsvolle Branchen, die auch für die deutsche Wirtschaft von Bedeutung sind. Viele deutsche Industrieunternehmen, insbesondere im Maschinenbau, in der Automobilindustrie und in der Elektrotechnik, nutzen Test- und Messsysteme, um ihre Produkte zu entwickeln und deren Qualität zu sichern. National Instruments zählt hier zu den international etablierten Anbietern.

Zum anderen sind Test- und Messtechnik sowie Automatisierung zentrale Themen für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland. Im Zuge der Energiewende, der Digitalisierung von Fabriken und des Ausbaus von Mobilfunk- und Datennetzen steigt der Bedarf an präzisen Mess- und Prüflösungen. Unternehmen wie National Instruments spielen als Technologiezulieferer eine Rolle in vielen Wertschöpfungsketten, die auch für deutsche börsennotierte Konzerne relevant sind. Damit kann die Geschäftsentwicklung von National Instruments indirekt Rückschlüsse auf Investitionsbereitschaft und Innovationsdynamik in diesen Branchen geben.

Darüber hinaus nutzen einige institutionelle Anleger und thematische Fonds Positionen in internationalen Technologiezulieferern, um von Trends wie Industrie 4.0 oder Elektromobilität zu profitieren. National Instruments reiht sich in dieses Segment ein. Durch die Integration in Emerson können sich für Investoren, die in den Gesamtkonzern investieren, zusätzliche Synergieeffekte ergeben. Für deutsche Anleger, die das globale Automatisierungs- und Messtechnikökosystem beobachten, bleibt National Instruments daher ein relevanter Name, auch wenn die eigenständige Börsennotierung nicht mehr in der früheren Form besteht.

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Fazit

National Instruments ist ein spezialisierter Anbieter von Test- und Messtechnik mit einem Fokus auf forschungsintensive und regulierte Branchen. Die Kombination aus modularer Hardware, flexibler Software und Dienstleistungen ermöglicht Kunden, komplexe Testaufgaben effizient zu lösen und auf neue Anforderungen zu reagieren. Durch die Zugehörigkeit zu Emerson ist das Unternehmen nun Teil eines größeren Automatisierungsverbunds, in dem zusätzliche Synergiepotenziale entstehen können.

Für Anleger bleibt National Instruments vor allem als Technologiebaustein in globalen Wertschöpfungsketten interessant. Entwicklungen in Halbleiterindustrie, Automobilbereich und Industrie 4.0 können sich mittelbar auf die Nachfrage nach Test- und Messlösungen auswirken. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass sich die Kapitalmarktpräsenz durch die Übernahme strukturell verändert hat und die Informationen zur früher eigenständigen Aktie entsprechend einzuordnen sind.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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