Palantir, Aktie

Palantir Aktie: Karp trifft Selenskyj zu KI-Partnerschaft

18.05.2026 - 14:59:56 | boerse-global.de

Palantir verzeichnet hohes Umsatzwachstum, doch der Aktienkurs leidet unter politischem Gegenwind in Europa und hoher Bewertung.

Palantir Aktie: Karp trifft Selenskyj zu KI-Partnerschaft - Foto: über boerse-global.de
Palantir Aktie: Karp trifft Selenskyj zu KI-Partnerschaft - Foto: über boerse-global.de

Starkes Wachstum, schwacher Kurs: Palantir liefert operative Kennzahlen, die viele Softwarefirmen alt aussehen lassen. Trotzdem bleibt die Aktie unter Druck. Der Grund liegt nicht nur in der Bewertung, sondern auch in wachsendem politischen Gegenwind in Europa.

Am Montag notiert die Aktie bei 114,48 Euro und damit 20 Prozent tiefer als zum Jahresstart. Zum 52-Wochen-Hoch fehlen gut 36 Prozent.

Wall-Street-Termin mit Signalwirkung

Am 19. Mai tritt das Management bei einer von Rosenblatt organisierten Investorenveranstaltung in New York auf. Der Termin kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Zahlen laufen stark, der Kurs folgt nicht.

Rosenblatt-Analyst John McPeake hatte sein Kursziel auf 225 Dollar angehoben, nach zuvor 200 Dollar. Seine Einstufung bleibt bei „Buy“. Als Begründung nannte er ein deutlich besseres Quartal als erwartet.

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Die operative Dynamik ist tatsächlich auffällig. Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um rund 85 Prozent. Der Rule-of-40-Wert erreichte 145 Prozent, während die Aktie mit dem 97-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet wird.

Genau hier liegt der Knackpunkt. Palantir wächst wie ein Ausnahmefall, wird aber auch so bewertet. Schon kleine Zweifel an Tempo, Margen oder politischer Akzeptanz können den Kurs belasten.

Die Auftragsbasis bleibt solide. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen lagen bei 4,5 Milliarden Dollar. Palantir verfügte zum Quartalsende über 8,0 Milliarden Dollar an Barmitteln und kurzfristigen US-Staatsanleihen.

Ukraine stärkt das Profil

Geopolitisch baut Palantir seine Rolle weiter aus. Am 12. Mai traf CEO Alex Karp den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Im Zentrum stand der Einsatz von KI für militärische und zivile Anwendungen.

Zur Partnerschaft gehört unter anderem die Brave1 Dataroom-Initiative. Sie soll ukrainische Abfangdrohnen mit KI-Fähigkeiten ausstatten. Im März 2026 sollen dadurch 33.000 russische Drohnen zerstört worden sein.

Für Palantir stärkt das den Ruf als Anbieter sicherheitskritischer Software. Der Einsatz in der Ukraine zeigt den praktischen Nutzen der Plattformen unter extremen Bedingungen. Genau dieses Profil öffnet Türen in Verteidigungsbudgets.

Es schafft aber auch Widerstand.

Europa wird unbequemer

In Deutschland stößt Palantir auf politische Zurückhaltung. Digitalminister Karsten Wildberger will langfristig eine europäische Alternative aufbauen. Bundeswehr-Cyberchef Thomas Daum warnte vor dem Zugriff von Industriepersonal auf nationale Militärdatenbanken.

Auch in Großbritannien wächst der Druck. Eine große NHS-Region hält an ihrer Entscheidung fest, der Federated Data Platform nicht beizutreten. Die Kritik richtet sich gegen Palantir als führenden Anbieter und gegen fehlende Belege für den Nutzen.

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Die britische Regierung prüft zudem eine Ausstiegsklausel im NHS-Vertrag über 330 Millionen Pfund. Parallel sorgt eine US-Anordnung vom 12. Mai für neue Rechtsunsicherheit. Dabei geht es um Schiedsverfahren gegen frühere Ingenieure und mutmaßlich falsch genutzte vertrauliche Informationen.

Vor der Hauptversammlung am 3. Juni kommt eine weitere Ebene hinzu. Investor Advocates for Social Justice unterstützt einen Antrag auf eine Prüfung der Menschenrechtsfolgen. Damit rücken Datenethik und Governance stärker in die Investmentstory.

Die Analysten bleiben gespalten. Wedbush setzte am 5. Mai ein Kursziel von 230 Dollar. RBC Capital liegt mit 90 Dollar deutlich niedriger, während DA Davidson das Ziel von 180 auf 165 Dollar senkte.

Für 2026 peilt Palantir nun gut 7,65 Milliarden Dollar Umsatz an. Das entspräche einem Wachstum von rund 71 Prozent. Der nächste größere Prüfstein folgt am 3. August, wenn das Management Zahlen und Ausblick erläutert.

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