Petronas Chemicals, MYL5183OO008

Petronas Chemicals Group Bhd-Aktie (MYL5183OO008): Quartalszahlen, Dividende und Kursentwicklung im Fokus

18.05.2026 - 09:59:51 | ad-hoc-news.de

Petronas Chemicals Group Bhd hat für das Geschäftsjahr 2023 einen deutlichen Gewinnrückgang gemeldet und zugleich eine Dividende angekündigt. Zugleich sorgten jüngste Kursbewegungen an der Börse Malaysia für Aufmerksamkeit bei Investoren.

Petronas Chemicals, MYL5183OO008
Petronas Chemicals, MYL5183OO008

Petronas Chemicals Group Bhd ist einer der größten integrierten Chemiekonzerne in Südostasien und eine wichtige Beteiligung des staatlichen Öl- und Gaskonzerns Petronas. Für Anleger rückt der Wert immer dann stärker in den Fokus, wenn sich die Ergebnisse deutlich verändern oder sich die Rahmenbedingungen auf den Rohstoff- und Chemikalienmärkten verschieben.

Konkret hat das Unternehmen am 26.02.2024 Zahlen für das Geschäftsjahr bis zum 31.12.2023 veröffentlicht. Der Nettogewinn fiel demnach um rund 73 Prozent auf 1,69 Milliarden malaysische Ringgit (MYR), nach 6,32 Milliarden MYR im Vorjahr, wie aus einem Bericht der Wirtschaftsseite The Edge Malaysia hervorgeht, der sich auf die Unternehmensangaben bezieht (Veröffentlichung 26.02.2024). Im vierten Quartal 2023 lag der Nettogewinn bei 112 Millionen MYR nach 481 Millionen MYR im Vorjahresquartal bei einem Umsatz von 7,21 Milliarden MYR gegenüber 8,70 Milliarden MYR, berichtete The Edge Malaysia am 26.02.2024 unter Verweis auf die Mitteilung von Petronas Chemicals.

Stand: 18.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Petronas Chemicals
  • Sektor/Branche: Chemie, Grund- und Spezialchemikalien
  • Sitz/Land: Kuala Lumpur, Malaysia
  • Kernmärkte: Südostasien, Asien-Pazifik, Exportmärkte weltweit
  • Wichtige Umsatztreiber: Olefine, Polymere, Düngemittel, Methanol, Spezialchemikalien
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Bursa Malaysia (Ticker: PCHEM)
  • Handelswährung: Malaysischer Ringgit (MYR)

Petronas Chemicals Group Bhd: Kerngeschäftsmodell

Petronas Chemicals Group Bhd ist die Chemiesparte der staatlichen Petronas-Gruppe und deckt einen großen Teil der petrochemischen Wertschöpfungskette ab. Das Unternehmen betreibt integrierte Produktionskomplexe in Malaysia, die eng mit der Förderung und Verarbeitung von Öl und Gas verknüpft sind. Durch diese vertikale Integration sichert sich Petronas Chemicals den Zugang zu Rohstoffen und kann Skaleneffekte nutzen.

Im Mittelpunkt stehen die Herstellung von Basis-Chemikalien wie Olefinen und Polyolefinen, die als Vorprodukte für Kunststoffe, Verpackungen und zahlreiche Industrieanwendungen dienen. Ergänzt werden diese durch Düngemittel- und Methanolprodukte, die für die Landwirtschaft und andere Branchen von Bedeutung sind. Laut Unternehmensbeschreibungen erwirtschaftet Petronas Chemicals einen erheblichen Teil seines Umsatzes mit diesen Massenprodukten, die stark von globalen Preisen und Nachfragezyklen beeinflusst werden.

Daneben baut der Konzern sein Geschäft mit Spezialchemikalien aus. Dieses Segment umfasst höher veredelte Produkte, die beispielsweise in der Automobil-, Bau-, Elektronik- oder Konsumgüterindustrie eingesetzt werden. Spezialchemikalien zeichnen sich meist durch höhere Margen und stabilere Nachfrage aus, da sie oft enger mit bestimmten Anwendungen und Kundenbeziehungen verknüpft sind. Petronas Chemicals betont in strategischen Ausrichtungen, dass der Anteil dieser Produkte mittelfristig steigen soll, um die Abhängigkeit von volatilen Commodity-Märkten zu verringern.

Die Produktionsanlagen des Konzerns befinden sich überwiegend in Malaysia, insbesondere in integrierten Industrieclustern wie dem Gebietsverbund in Kerteh und Gebeng. Diese Standorte sind über Pipelines, Häfen und Logistikstrukturen mit den Öl- und Gasaktivitäten der Petronas-Gruppe vernetzt. Dadurch lassen sich Rohstoffe effizient zuführen und Produkte in regionale und internationale Märkte exportieren. Für internationale Kunden bietet Petronas Chemicals sowohl Standardprodukte als auch maßgeschneiderte Lösungen an.

Als mehrheitlich staatlich beeinflusstes Unternehmen hat Petronas Chemicals Zugriff auf die langfristige Rohstoffbasis Malaysias. Gleichzeitig unterliegt der Konzern aber auch den globalen Marktbedingungen und muss sich in einem wettbewerbsintensiven Umfeld behaupten. Das Geschäftsmodell stützt sich daher auf ein Zusammenspiel aus Rohstoffzugang, integrierter Produktion, Kostenmanagement und der Entwicklung höherwertiger Produkte.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Petronas Chemicals Group Bhd

Die bedeutendsten Umsatztreiber von Petronas Chemicals liegen im Bereich der Grundchemikalien, insbesondere Olefine und deren Derivate. Produkte wie Ethan, Propen, Polyethylen und Polypropylen bilden die Basis vieler Kunststoffanwendungen. Sie werden von Kunden in verschiedenen Industrieländern nachgefragt und sind eng mit dem globalen Wirtschaftswachstum verknüpft. Steigende oder fallende Preise für diese Produkte wirken sich häufig stark auf Umsatz und Gewinn aus.

Ein weiterer wichtiger Bereich sind Düngemittel und Methanol. Düngemittelprodukte wie Harnstoff (Urea) werden vor allem an die Landwirtschaft geliefert und profitieren von langfristigen Trends wie Bevölkerungswachstum und steigender Nahrungsmittelnachfrage. Methanol dient als Grundstoff für zahlreiche chemische Weiterverarbeitungsprodukte und findet auch als Energieträger und Kraftstoffzusatz Verwendung. In Regionen mit starker Industrialisierung und Wachstumsdynamik kann die Nachfrage nach diesen Produkten besonders ausgeprägt ausfallen.

Das Geschäft mit Spezialchemikalien gewinnt parallel an Bedeutung. Dazu zählen beispielsweise Additive, Lösungsmittel, spezielle Kunststoffe oder Zwischenprodukte, die in Branchen wie Automobil, Bau, Elektronik, Healthcare oder Konsumgüter eingesetzt werden. Dieses Segment ist weniger stark von kurzfristigen Preiszyklen abhängig und kann zu stabileren Margen beitragen. Petronas Chemicals investiert seit einigen Jahren gezielt in dieses Geschäftsfeld, um sein Produktportfolio zu diversifizieren.

Auf der Kostenseite spielen die Preise für Rohstoffe wie Naphtha, Ethan und andere Kohlenwasserstoffe eine zentrale Rolle. Da diese eng mit der Entwicklung der Öl- und Gaspreise verbunden sind, kann es in Phasen hoher Rohstoffpreise zu Druck auf die Margen kommen. Umgekehrt profitieren die integrierten Anlagen von günstigeren Inputkosten, wenn Rohstoffpreise sinken. Für Petronas Chemicals ist es daher wichtig, den Energie- und Rohstoffverbrauch der Anlagen effizient zu steuern und langfristige Rohstoffvereinbarungen zu nutzen.

Zusätzlich beeinflussen Wechselkurse den ausgewiesenen Umsatz in malaysischen Ringgit, da ein Teil der Erlöse in Fremdwährungen erzielt wird. Für internationale Investoren, darunter auch Anleger aus Deutschland, spielt die Wechselkursentwicklung zwischen Euro und malaysischem Ringgit eine Rolle, wenn Erträge oder Kursbewegungen in Euro umgerechnet betrachtet werden. Auch die globale Nachfrage nach Kunststoffprodukten, Verpackungslösungen und chemischen Zwischenprodukten wirkt sich unmittelbar auf die Auslastung der Anlagen von Petronas Chemicals aus.

Ein Blick auf die jüngsten Ergebniszahlen verdeutlicht die Bedeutung des Preis- und Margenumfelds. Petronas Chemicals erklärte laut einem Bericht von The Edge Malaysia vom 26.02.2024, dass der starke Gewinnrückgang im Jahr 2023 vor allem eine Folge der schwächeren Chemikalienpreise, höherer Kosten und zeitweise Produktionsunterbrechungen gewesen sei. Dies unterstreicht, wie eng das Ergebnis mit der globalen Chemienachfrage und operativen Faktoren in den Anlagen verknüpft ist.

Aktuelle Geschäftsentwicklung und Jahresergebnis 2023

Für das Geschäftsjahr 2023 hat Petronas Chemicals einen deutlichen Rückgang des Nettogewinns gemeldet. Laut einem Bericht von The Edge Malaysia, der sich auf die Unternehmensmitteilung stützt, sank der Nettogewinn für das am 31.12.2023 beendete Geschäftsjahr auf 1,69 Milliarden MYR, was einem Minus von rund 73 Prozent gegenüber 6,32 Milliarden MYR im Vorjahr entspricht. Der Bericht wurde am 26.02.2024 veröffentlicht und verweist auf das schwierige Marktumfeld mit volatilen Chemikalienpreisen und Unterbrechungen in den Produktionsanlagen.

Im vierten Quartal 2023 verzeichnete der Konzern einen Nettogewinn von 112 Millionen MYR nach 481 Millionen MYR im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag im gleichen Zeitraum bei 7,21 Milliarden MYR gegenüber 8,70 Milliarden MYR im vierten Quartal 2022, berichtete The Edge Malaysia am 26.02.2024. Die Kombination aus niedrigeren Produktpreisen, teilweise geringerer Auslastung und höheren Kosten belastete demnach sowohl Umsatz als auch Ergebnis.

Die Unternehmensführung betonte laut Berichterstattung, dass das Geschäftsjahr 2023 von einer anhaltend schwachen Nachfrage in einigen Segmenten sowie hohem Wettbewerbsdruck geprägt gewesen sei. Hinzu kamen Wartungsarbeiten und temporäre Ausfälle in bestimmten Anlagen, die zu geringeren Produktionsvolumina führten. In der Summe spiegeln die Zahlen ein herausforderndes Marktumfeld wider, das sich in der gesamten globalen Chemieindustrie bemerkbar machte.

Trotz des Gewinnrückgangs bleibt Petronas Chemicals mit seinen integrierten Anlagen und der Anbindung an die Petronas-Gruppe ein zentraler Anbieter im asiatischen Chemiesektor. Das Unternehmen kann nach eigener Darstellung von der Nähe zu wachsenden Märkten in Asien profitieren. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Konzern seine Kostenbasis und seine Produktionsprozesse laufend anpassen muss, um auch in Phasen niedrigerer Chemikalienpreise wettbewerbsfähig zu bleiben.

Für Anleger ist zudem relevant, dass der starke Rückgang des Nettogewinns im Jahr 2023 vor einem sehr hohen Vergleichsniveau aus dem Vorjahr stattfindet. Die Jahre 2021 und 2022 waren von vergleichsweise hohen Chemikalienpreisen und guter Auslastung geprägt. Das erschwert den direkten Vergleich und führt oftmals zu deutlichen Schwankungen in den Jahresergebnissen. Eine Einordnung der Zahlen erfordert daher den Blick über mehrere Jahre hinweg und eine Analyse der strukturellen Entwicklung des Geschäfts.

Dividendenpolitik und Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2023

Petronas Chemicals zählt zu den größeren Dividendenzahlern auf dem malaysischen Markt, auch wenn die Ausschüttungen im Zeitablauf je nach Ergebnisniveau schwanken können. Für das Geschäftsjahr 2023 hat das Unternehmen nach Angaben aus der Berichterstattung von The Edge Malaysia vom 26.02.2024 eine Dividende angekündigt. Die genaue Höhe und Struktur der Dividende gehen aus dem vorliegenden Auszug nicht vollständig hervor, doch der Hinweis auf eine Ausschüttung unterstreicht, dass das Management trotz des niedrigeren Gewinns einen Teil des Ergebnisses an die Aktionäre zurückgeben wollte.

Die Dividendenpolitik von Petronas Chemicals orientiert sich traditionell an der Profitabilität und den Investitionsbedarfen. In Jahren mit hohen Gewinnen können Ausschüttungsquoten entsprechend höher ausfallen, während in schwächeren Jahren eine vorsichtigere Ausschüttungspraxis möglich ist. Für einkommensorientierte Investoren ist die Verlässlichkeit der Dividendenzahlung ein wichtiger Faktor, gleichzeitig müssen Rückgänge im Gewinn wie 2023 berücksichtigt werden.

Für deutsche Anleger, die über internationale Broker Zugang zur Börse in Kuala Lumpur haben, ist neben der nominalen Höhe der Dividende auch die Entwicklung des Wechselkurses zwischen Euro und MYR relevant. Schwankungen in der Währung können die in Euro umgerechnete Dividendenrendite beeinflussen. Daneben spielen steuerliche Aspekte sowie mögliche Quellensteuern eine Rolle, die je nach individueller Situation zu prüfen sind.

Da Petronas Chemicals Teil eines staatlich dominierten Konzerns ist, kann die Dividendenpolitik zudem in einem breiteren Kontext betrachtet werden. Staatlich geprägte Unternehmen neigen in manchen Märkten dazu, stabile Ausschüttungen anzustreben, um den Kapitalmarkt zu bedienen und dem Staat regelmäßige Einnahmen zu verschaffen. In anderen Phasen kann der Fokus stärker auf Investitionen und Schuldenabbau liegen. Für Investoren ist daher wichtig, nicht nur die absolute Dividende, sondern auch die nachhaltige Ertragskraft und die Investitionspläne des Unternehmens zu beobachten.

Kursentwicklung und jüngste Marktreaktionen

Die Aktie von Petronas Chemicals wird an der Börse Bursa Malaysia in Kuala Lumpur gehandelt und ist Teil zentraler Marktindizes des Landes. Laut einem Artikel von The Edge Malaysia notierten die Anteile am 26.02.2024 zur Mittagszeit bei 6,89 MYR, was einem leichten Rückgang von 0,86 Prozent gegenüber dem Vortag entsprach. Die Marktkapitalisierung wurde in dem Bericht mit 55,12 Milliarden MYR angegeben, womit der Konzern zu den größeren börsennotierten Unternehmen Malaysias zählt.

In der jüngeren Vergangenheit war die Aktie auch von der allgemeinen Stimmung an der Börse Malaysia und von makroökonomischen Daten beeinflusst. Nach einem Bericht der malaysischen Zeitung New Straits Times eröffnete der Leitindex des Landes am 18.05.2026 fester, wobei unter anderem Petronas Chemicals im frühen Handel 0,21 MYR auf 5,80 MYR zulegen konnte. Der Artikel hob hervor, dass positive Erwartungen nach stärker als erwartet ausgefallenen makroökonomischen Daten die Stimmung stützten, was sich auch in Kursgewinnen bei ausgewählten Energie- und Chemiewerten niederschlug.

Solche Tagesschwankungen sind typisch für zyklische Aktien aus der Energie- und Chemiebranche. Kursbewegungen spiegeln zum einen die Meldungen zum Unternehmensgewinn, Investitionsentscheidungen oder Fertigstellungen von Projekten wider, zum anderen aber auch externe Faktoren wie Rohstoffpreise, Währungsentwicklungen und die allgemeine Risikoneigung der Anleger. Für internationale Investoren kommt hinzu, dass bei Engagements in Malaysia auch Länderrisiken und regulatorische Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind.

Für deutsche Anleger, die mit der Börse Bursa Malaysia weniger vertraut sind, ist der Zugang meist über internationale Banken und Online-Broker möglich. Dabei ist zu beachten, dass Handelsvolumen, Spreads und Handelszeiten (Zeitzone Asien) vom gewohnten Umfeld in Frankfurt oder auf Xetra abweichen. Kursdaten und Orderausführung sollten daher stets mit Blick auf Liquidität und Transaktionskosten betrachtet werden.

Die Kursentwicklung von Petronas Chemicals in den vergangenen Jahren zeigte, wie stark der Wert auf die Zyklen der Rohstoff- und Chemiebranche reagiert. Phasen hoher Öl- und Gaspreise sowie starker Nachfrage nach Kunststoffen und Düngemitteln können den Kurs stützen, während globale Abschwünge, Überkapazitäten oder regulatorische Eingriffe belastend wirken. Anleger beobachten daher neben den reinen Unternehmenskennzahlen auch die Entwicklung des Ölpreises, die Einschätzung der Weltbank und des IWF zur globalen Konjunktur sowie branchenspezifische Indikatoren.

Makro- und Branchenumfeld für Petronas Chemicals

Die Chemiebranche zählt weltweit zu den zyklischsten Sektoren. Petronas Chemicals ist als Anbieter von Grund- und Spezialchemikalien besonders sensibel gegenüber globalen Konjunkturschwankungen. In Zeiten robusten Wachstums in Asien, Europa und Nordamerika steigt üblicherweise die Nachfrage nach Kunststoffen, Verpackungen, Bauchemie und industriellen Vorprodukten. Davon profitieren Anbieter wie Petronas Chemicals durch höhere Absatzmengen und oft auch durch bessere Preise.

Umgekehrt kann eine Abschwächung der Weltwirtschaft schnell zu einem Rückgang der Nachfrage und zu sinkenden Produktpreisen führen. In solchen Phasen steigt der Druck auf die Margen, insbesondere wenn gleichzeitig hohe Investitions- oder Energiekosten anfallen. Das Jahr 2023 war laut vielen Branchenanalysen von einem eher schwachen Chemiezyklus geprägt, was sich auch in den Ergebnissen zahlreicher internationaler Chemiekonzerne niederschlug. Petronas Chemicals bildet hier keine Ausnahme, wie die deutlich niedrigeren Gewinne zeigen.

Der Standort Malaysia bietet dem Unternehmen allerdings strukturelle Vorteile. Das Land verfügt über bedeutende Erdöl- und Erdgasreserven, die von der Petronas-Gruppe erschlossen werden. Dadurch sind die petrochemischen Anlagen des Konzerns oft eng an die Rohstoffquellen angebunden und können über Pipelines versorgt werden. Diese Integration vermindert in vielen Fällen die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen und kann die Kostenbasis stabilisieren.

Zugleich steht die Branche vor langfristigen Herausforderungen. Dazu zählt der Trend zu mehr Nachhaltigkeit, strengeren Umweltauflagen und einer stärkeren Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffen. Viele Chemiekonzerne investieren in die Verbesserung der Energieeffizienz, den Einsatz erneuerbarer Energien und in Recyclinglösungen. Petronas Chemicals hat in seinen strategischen Ausrichtungen und Nachhaltigkeitsberichten wiederholt betont, dass man die eigenen Emissionen senken und nachhaltigere Produkte entwickeln wolle. Konkrete Ziele und Kennzahlen hängen dabei von den jeweiligen Projektphasen und Regulierungsvorgaben ab.

Für die Nachfrage nach Düngemitteln und Methanol spielen zudem längerfristige Trends wie Bevölkerungswachstum, Ernährungsgewohnheiten und der Ausbau bestimmter Industrien eine Rolle. In Schwellenländern mit wachsender Mittelschicht steigt der Bedarf an Nahrungsmitteln, Verpackungen, Konsumgütern und Infrastruktur, was wiederum die Nachfrage nach chemischen Vorprodukten befeuert. Petronas Chemicals ist durch seine Lage in Südostasien geografisch günstig positioniert, um diese Entwicklungen zu bedienen.

Relevanz von Petronas Chemicals für deutsche Anleger

Obwohl Petronas Chemicals in Malaysia notiert und dort seinen wirtschaftlichen Schwerpunkt hat, kann die Aktie auch für deutsche Anleger interessant sein, die ihr Portfolio geografisch diversifizieren möchten. Viele deutsche Privatanleger konzentrieren sich auf den heimischen Markt mit bekannten Indizes wie DAX, MDAX oder SDAX. Engagements in Asien können eine Beimischung darstellen und ermöglichen, an der Dynamik aufstrebender Märkte zu partizipieren.

Für Anleger aus Deutschland ist Petronas Chemicals vor allem als Zulieferer für globale Kunststoff- und Chemielieferketten relevant. Deutsche Industrieunternehmen, etwa aus der Automobil- und Verpackungsbranche, beziehen Vorprodukte aus aller Welt. Auch wenn die Lieferbeziehungen nicht immer direkt sichtbar sind, können preisgünstige Chemikalien aus Asien die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Produzenten beeinflussen. Ein großer Anbieter wie Petronas Chemicals spielt damit indirekt eine Rolle im globalen Gefüge, das auch die deutsche Wirtschaft betrifft.

Beim Engagement in ausländischen Werten sind allerdings spezifische Risiken zu berücksichtigen. Dazu gehören Währungsrisiken, politische und regulatorische Faktoren sowie Unterschiede in den Rechnungslegungsvorschriften und Corporate-Governance-Standards. Malaysia gilt unter vielen internationalen Beobachtern als aufstrebende Volkswirtschaft mit entwickeltem Kapitalmarkt, weist aber andere institutionelle Rahmenbedingungen auf als etwa der deutsche Markt. Für Anleger kann es sinnvoll sein, sich mit den Funktionsweisen der Börse in Kuala Lumpur und den lokalen Regulierungen vertraut zu machen.

Deutsche Anleger nutzen in der Regel internationale Broker und Banken, um malaysische Aktien zu handeln. Hierbei spielen Handelszeiten, Spreads und die Verfügbarkeit von Research-Informationen eine Rolle. Während über große europäische Titel eine breite Abdeckung durch Analysten und Medien existiert, sind Informationen zu malaysischen Werten wie Petronas Chemicals teilweise stärker auf lokale Quellen konzentriert. Nachrichtenportale, Unternehmensberichte und offizielle Veröffentlichungen gewinnen dadurch an Bedeutung.

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Fazit

Petronas Chemicals Group Bhd steht als großer asiatischer Chemiekonzern exemplarisch für die Zyklik der Branche. Das Jahr 2023 brachte einen deutlichen Gewinnrückgang, der laut Berichterstattung von The Edge Malaysia vor allem auf schwächere Chemikalienpreise, Produktionsunterbrechungen und ein anspruchsvolles Marktumfeld zurückzuführen war. Trotz dieser Belastungen bleibt der Konzern mit seinen integrierten Anlagen und dem Zugang zu Rohstoffen ein wichtiger Akteur im regionalen und globalen Chemiegeschäft.

Für Anleger spielt neben den reinen Finanzkennzahlen die Position des Unternehmens innerhalb der Petronas-Gruppe, die Dividendenpolitik und die Fähigkeit, das Portfolio in Richtung höherwertiger Spezialchemikalien zu entwickeln, eine zentrale Rolle. Jüngste Kursbewegungen an der Börse Malaysia zeigen, dass Marktteilnehmer sowohl auf Unternehmensmeldungen als auch auf makroökonomische Daten und Rohstoffpreisentwicklungen reagieren. Ein Engagement in die Petronas Chemicals Group Bhd-Aktie erfordert daher die Bereitschaft, sich mit den Besonderheiten des malaysischen Marktes und der globalen Chemiebranche auseinanderzusetzen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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