Shell, HSBC

Shell: HSBC erhöht auf Buy mit 100,10-Dollar-Ziel

30.05.2026 - 15:03:45 | boerse-global.de

Der Ölpreis-Schock im Mai drückt die Shell-Aktie unter den 50-Tage-Durchschnitt. Analysten zeigen sich gespalten, HSBC bleibt optimistisch.

Shell: HSBC erhöht auf Buy mit 100,10-Dollar-Ziel - Foto: über boerse-global.de
Shell: HSBC erhöht auf Buy mit 100,10-Dollar-Ziel - Foto: über boerse-global.de

Der Mai war für den Ölmarkt ein harter Monat – und auch Shell bleibt nicht verschont. Brent-Rohöl verbuchte den größten monatlichen Rückgang seit 2020, eine ganze Woche verlor das Fass rund 11 Prozent. Auslöser: Berichte über eine mögliche Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie Hoffnungen auf eine Entspannung im Persischen Golf.

Shells Aktie reagierte mit einem Tagesminus von 2,6 Prozent, der Schlusskurs notierte bei 41,01 US-Dollar. Damit rutschte die Aktie unter ihren 50-Tage-Durchschnitt von 44,26 Dollar. Der RSI kletterte indes auf 83,2 – ein Signal für einen überkauften Zustand, der oft eine technische Gegenbewegung anzeigt.

Trotz der Monatsschwäche hält sich Shell auf Jahressicht: plus 13,8 Prozent an der Londoner Börse seit Januar. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch aus dem April beträgt rund 12,6 Prozent.

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Kapitalrückführung und Diversifizierung

Das Unternehmen setzt seinen Aktienrückkauf fort, zuletzt wurde am 27. Mai eine Tranche abgeschlossen. Derzeit sind knapp 5,6 Milliarden Aktien im Umlauf, eigene Aktien hält Shell keine. Parallel erhöhte Shell die Dividende um fünf Prozent.

Gleichzeitig investiert der Konzern in technologiegetriebene Nischen. Shell entwickelt Kühllösungen für Rechenzentren, sogenanntes Direct-to-Chip-Cooling – ein Versuch, das Geschäftsfeld jenseits von Öl und Gas zu verbreitern.

Analysten uneins, HSBC wird optimistisch

Die Analystengemeinschaft bleibt gespalten, im Trend liegt ein "Hold" bis "Outperform". HSBC hob das Rating im Mai auf "Buy" an und setzte ein Kursziel von 100,10 US-Dollar. Berenberg dagegen senkte die Erwartungen – als Reaktion auf Shells Entscheidung, das Rückkaufprogramm zu drosseln.

Mitte Juli legt Shell die nächsten Quartalszahlen vor. Dann zeigt sich, wie gut der Konzern die Balance hält zwischen höherer Dividende, gedrosselten Rückkäufen und dem Druck eines fallenden Ölpreises.

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