The Platform Group Aktie: Umsatz springt 51 Prozent
06.06.2026 - 23:58:24 | boerse-global.de
The Platform Group meldet starke Zahlen für das erste Quartal 2026. Der Umsatz stieg um 51 Prozent auf 243 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA legte um 37 Prozent auf 21,8 Millionen Euro zu. Das Bruttowarenvolumen wuchs auf 438 Millionen Euro.
Trotz des Wachstums gab das Konzernergebnis leicht nach. Es sank auf 17,7 Millionen Euro, nach 18,2 Millionen im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie fiel von 0,90 auf 0,85 Euro. Grund sind gestiegene Kosten.
Die Zahl der aktiven Kunden stieg um 40 Prozent auf 8,1 Millionen. 17.221 Partner waren im Quartal auf der Plattform aktiv.
Strategiewechsel: Schuldenabbau statt Expansion
Das Management ändert den Kurs. Statt schnellem Wachstum steht jetzt Schuldenabbau im Fokus. Grund sind veränderte Rahmenbedingungen: gestiegene Zins- und Logistikkosten, unter anderem infolge des Irankriegs. Der Konzern will die Verschuldungsquote bis 2030 auf das 1,0- bis 1,4-Fache des EBITDA senken. Die Zahl geplanter Akquisitionen reduziert der Vorstand auf fünf bis sechs.
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AEP-Übernahme bleibt der Unsicherheitsfaktor
Die größte offene Frage ist die Übernahme des Pharmahändlers AEP. Das Closing ist noch nicht erfolgt. Das Management rechnet mit Fortschritten im Juni. Mehrere Finanzierungsangebote liegen vor, der Abschluss wird Ende des zweiten oder Anfang des dritten Quartals erwartet. Mit AEP würde der Umsatz auf zwei Milliarden Euro steigen, das bereinigte EBITDA auf 90 bis 100 Millionen Euro. Das Unternehmen will AEP mit bestehenden Pharma-Aktivitäten zu einer eigenen Pharma-Gruppe bündeln.
Die Jahresprognose 2026 bleibt vorerst unverändert: rund 1,7 Milliarden Euro GMV, etwa eine Milliarde Euro Umsatz und ein bereinigtes EBITDA zwischen 70 und 80 Millionen Euro. Eine Anhebung ist erst nach dem AEP-Closing möglich.
Kurs bleibt unter Druck
Trotz der operativen Stärke notiert die Aktie schwach. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 2,59 Euro – rund 54 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Der 50-Tage-Durchschnitt von 2,95 Euro wird klar unterschritten. Anleger bleiben skeptisch: Die Unsicherheit um AEP, der leichte Gewinnrückgang und der Strategiewechsel belasten.
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Der Ausgang der AEP-Übernahme entscheidet über die weitere Entwicklung. Gelingt sie, könnte die Prognose angehoben werden. Scheitert sie, dürfte der Kurs weiter unter Druck bleiben.
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