WDH/ Eurozone: Iran-Krieg treibt Inflation auf 3,0 Prozent
20.05.2026 - 12:15:58 | dpa.de(Tippfehler im letzten Satz des 1. Absatzes behoben: EuropÀische Zentralbank)
LUXEMBURG (dpa-AFX) - Mit dem Ălpreisschub im Zuge des Iran-Krieges hat die Inflation in der Eurozone weiter deutlich zugelegt. Im April stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,0 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten SchĂ€tzung mitteilte. Damit wurde eine erste SchĂ€tzung wie von Volkswirten erwartet bestĂ€tigt. Im MĂ€rz hatte die Inflationsrate bei 2,6 Prozent gelegen. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an.
Im Vergleich zum Vormonat legten die Preise um 1,0 Prozent zu. Auch hier wurde die ErstschÀtzung bestÀtigt.
Angetrieben wurde die Inflation durch die im Zuge des Iran-Kriegs gestiegenen Energiepreise. Diese legten um 10,8 Prozent im Jahresvergleich zu. Im MĂ€rz waren sie nur um 5,1 Prozent gestiegen und im Februar um 3,1 Prozent gefallen. Im Dienstleistungssektor schwĂ€chte sich der Preisauftrieb von 3,3 Prozent im Vormonat auf 3,0 Prozent ab. Die Preise fĂŒr Lebens- und Genussmittel stiegen um 2,4 Prozent und fĂŒr IndustriegĂŒter um 0,8 Prozent.
Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfÀllige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, gab hingegen etwas nach. Sie fiel von 2,3 auf 2,2 Prozent. Hier wurde die erste SchÀtzung ebenfalls bestÀtigt.
Die Augen richten sich jetzt auf die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB). Ăkonomen erwarten ĂŒberwiegend, dass die EZB auf ihrer nĂ€chsten Sitzung im Juni ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte anheben wird.
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