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WDH/ ROUNDUP/ Deutschland: Auftragseingang geht stĂ€rker zurĂŒck als erwartet

08.06.2026 - 11:18:40 | dpa.de

(Vorspann Roundup ergÀnzt)WIESBADEN - Die Iran-Krieg hat im April die Industrienachfrage belastet.

(Vorspann Roundup ergÀnzt)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Iran-Krieg hat im April die Industrienachfrage belastet. Der Auftragseingang ist im Vergleich stÀrker gesunken als von Experten erwartet.

Die AuftrĂ€ge sanken im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 3,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag in Wiesbaden mitteilte. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten lediglich mit einem RĂŒckgang von 2,0 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Anstieg im MĂ€rz leicht auf ein Plus von 4,5 Prozent um einen halben Prozentpunkt nach unten revidiert. " Im weniger schwankungsanfĂ€lligen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von Februar bis April um 3,1 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor.

Der Iran-Krieg treibt weiterhin die Energiepreise und sorgt fĂŒr Verunsicherung. Im MĂ€rz hatten sich die Auftragszahlen noch erholt. Dies war allerdings auf vorgezogene Bestellungen zurĂŒckzufĂŒhren, da die Unternehmen Preiserhöhungen im Zuge des Iran-Kriegs befĂŒrchteten. "Der Einbruch von Stimmungsindikatoren wie dem Ifo-GeschĂ€ftsklima lĂ€sst keine baldige Erholung erwarten", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg KrĂ€mer. "Vielmehr dĂŒrfte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal etwas schrumpfen. Der Nahost-Krieg fordert seinen Tribut."

Belastet wurde die Auftragsentwicklung von einem deutlichen RĂŒckgang der NeuauftrĂ€ge in der Automobilindustrie (-5,3 Prozent zum Vormonat) und in der Herstellung von elektrischer AusrĂŒstung (-16,3 Prozent). Im Maschinenbau sanken die AuftrĂ€ge um 7,4 Prozent.

Schwach entwickelte sich auch die Auslandsnachfrage - besonders aus der Eurozone. Die AuslandsauftrĂ€ge sanken insgesamt um 4,2 Prozent. Dabei fielen die AuftrĂ€ge aus der Eurozone um 11,1 Prozent und die AuftrĂ€ge von außerhalb der Eurozone stiegen um 0,8 Prozent. Die InlandsauftrĂ€ge sanken um 2,9 Prozent.

Am Dienstag werden die Zahlen zur Industrieproduktion im April veröffentlicht. Hier erwarten Volkswirte einen leichten Anstieg.

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