EQS-News: Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank empfehlen AktionÀren, das Umtauschangebot der UniCredit nicht anzunehmen - mehr Wert durch erfolgreiche eigenstÀndige Strategie (deutsch)
18.05.2026 - 12:39:21 | dpa.deVorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank empfehlen AktionÀren, das Umtauschangebot der UniCredit nicht anzunehmen - mehr Wert durch erfolgreiche eigenstÀndige Strategie
EQS-News: Commerzbank Aktiengesellschaft / Schlagwort(e): Stellungnahme
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank empfehlen AktionÀren, das
Umtauschangebot der UniCredit nicht anzunehmen - mehr Wert durch
erfolgreiche eigenstÀndige Strategie
18.05.2026 / 12:39 CET/CEST
FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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* Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlichen gemeinsame begrĂŒndete
Stellungnahme
* Angebot bietet keine angemessene PrÀmie und spiegelt fundamentalen Wert
der Commerzbank nicht wider
* Plan der UniCredit ist vage und birgt erhebliche Risiken
* UniCredit unterschĂ€tzt Ertragsverluste erheblich, ĂŒberschĂ€tzt Synergien
und rechnet mit unrealistischer Umsetzungsdauer
* Commerzbank Strategie "Momentum 2030" schafft mehr Wert bei geringem
Umsetzungsrisiko - AktionÀre, die investiert bleiben, partizipieren
daran
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank AG haben heute ihre gemeinsame
begrĂŒndete Stellungnahme gemÀà § 27 Wertpapiererwerbs- und Ăbernahmegesetz
(WpĂG) zum freiwilligen öffentlichen Ăbernahmeangebot in Form eines
Umtauschangebots der UniCredit S.p.A. veröffentlicht. Nach sorgfÀltiger
PrĂŒfung der Angebotsunterlage vom 5. Mai 2026 kommen sie zu einem
eindeutigen Ergebnis: UniCredit bietet den AktionÀren der Commerzbank keine
angemessene PrÀmie und hat keinen nachvollziehbaren und belastbaren
strategischen Plan fĂŒr einen Zusammenschluss vorgelegt. Beide Gremien sind
ĂŒberzeugt, dass die eigenstĂ€ndige Umsetzung der "Momentum 2030"-Strategie
mehr Wert schafft als das Vorhaben der UniCredit. Sie empfehlen den
AktionÀrinnen und AktionÀren der Commerzbank daher, das Angebot nicht
anzunehmen.
Angebot spiegelt fundamentalen Wert und Potenzial der Commerzbank nicht
angemessen wider
Vorstand und Aufsichtsrat haben die Angemessenheit der Angebotsgegenleistung
umfassend geprĂŒft. Dabei wurden unter anderem die historische
Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie, der gesetzliche Mindestpreis,
Analysten-Kursziele, marktĂŒbliche ĂbernahmeprĂ€mien bei öffentlichen
Ăbernahmen, Bewertungsmultiplikatoren europĂ€ischer Banken sowie das
Wertpotenzial der Commerzbank auf Basis ihres aktuellen GeschÀftsplans und
ihrer Strategie "Momentum 2030" berĂŒcksichtigt.
Das Ergebnis ist eindeutig: Der rechnerische Angebotswert weist einen
erheblichen Abschlag gegenĂŒber dem langfristigen Wertschöpfungspotenzial und
den aktuellen Handelskennzahlen der Commerzbank auf. Die Commerzbank-Aktie
notierte nach der AnkĂŒndigung des Angebots zu jedem Schlusskurs oberhalb des
Angebotswerts. Auch am 15. Mai 2026, dem letzten Handelstag vor der
Veröffentlichung der begrĂŒndeten Stellungnahme, lag der rechnerische
Angebotswert mit 34,56 Euro unter dem Schlusskurs der Commerzbank-Aktie von
36,48 Euro. UnabhĂ€ngige Analysten beziffern den Zielkurs fĂŒr die
Commerzbank-Aktie schon heute im Median auf rund 41,50 Euro.
Vorstand und Aufsichtsrat bewerten das unabgestimmte Angebot der UniCredit
auf dieser Grundlage als finanziell nicht angemessen. Es orientiert sich
lediglich an der gesetzlichen Mindestgegenleistung und ist damit ein
opportunistischer Versuch, Kontrolle zu erwerben. Es reflektiert nicht den
fundamentalen Wert der Commerzbank und bietet keine angemessene PrĂ€mie fĂŒr
die AktionÀrinnen und AktionÀre der Commerzbank. Mit dem Angebot verschafft
sich UniCredit die Möglichkeit, die Kontrolle ĂŒber die Commerzbank zu
erlangen - ohne die Commerzbank-AktionĂ€re dafĂŒr angemessen zu kompensieren.
"Das Ăbernahmeangebot der UniCredit bietet unseren AktionĂ€ren keine adĂ€quate
PrÀmie. Was die UniCredit als Zusammenschluss bezeichnet, erweist sich als
Restrukturierungsvorschlag, der massiv in unser bewÀhrtes und profitables
GeschĂ€ftsmodell eingreifen wĂŒrde", sagte die Vorstandsvorsitzende der
Commerzbank, Bettina Orlopp. "Wir haben bei der Commerzbank eine klare und
erfolgreiche Strategie mit einer fĂŒr unsere AktionĂ€re attraktiven
Wachstumsperspektive. Das ist der MaĂstab."
Plan der UniCredit fĂŒr die Commerzbank ist vage und birgt erhebliche Risiken
Aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat schÀtzt die UniCredit
Ertragsverluste, Kostensenkungspotenzial und Restrukturierungsaufwendungen
sowie die Umsetzungsdauer der von ihr geplanten MaĂnahmen unzutreffend ein.
Das betrifft insbesondere den von der UniCredit geplanten Personalabbau, die
komplexe IT-Integration sowie Ertragsverluste aus den Ăberschneidungen im
FirmenkundengeschÀft. Die von der UniCredit erwarteten Synergieannahmen sind
in Summe weder belastbar noch ĂŒberzeugend und werden von der UniCredit
selbst als "spekulativ" bezeichnet. DarĂŒber hinaus wĂŒrde die geplante
Reduzierung des internationalen Netzwerks der Commerzbank ihre FĂ€higkeit,
den exportstarken Mittelstand weltweit zu begleiten, empfindlich schwÀchen.
Der vorgesehene RĂŒckbau bestehender GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten hĂ€tte erhebliche
negative Auswirkungen auf Kundenbeziehungen, Marktposition und Ertragsströme
der Commerzbank.
Das Erreichen von Synergien und jede realistische nach vorn gerichtete
Ertragsplanung erfordern nach Auffassung des Vorstands und des Aufsichtsrats
der Commerzbank eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die
Basis fĂŒr eine solche ist bei Stakeholdern durch das andauernd unabgestimmte
Vorgehen der UniCredit und ihre wiederholt irrefĂŒhrende Kommunikation
erheblich erschĂŒttert.
"Die unausgereiften Vorstellungen der UniCredit bergen erhebliche Risiken
und gefÀhrden die auf Vertrauen und VerlÀsslichkeit aufgebauten
Kundenbeziehungen der Commerzbank ebenso wie die Motivation der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Da es sich um ein Aktientauschangebot in
UniCredit-Aktien handelt, mĂŒssten die AktionĂ€re der Commerzbank diese
Risiken als zukĂŒnftige UniCredit-AktionĂ€re mittragen, wenn sie das Angebot
annehmen. Auch deshalb kann die Annahme des Angebots nicht empfohlen
werden", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Jens Weidmann.
Commerzbank-AktionÀre sollen Risiken bei unklarem Ausgang des Angebots
mittragen
Der Ausgang des UniCredit-Angebots ist fĂŒr die Commerzbank-AktionĂ€re offen
und ungewiss. Es fehlt an Klarheit darĂŒber, welche Beteiligungsschwellen am
Ende tatsÀchlich erreicht werden, und es bleibt offen, ob die in Aussicht
gestellten Synergien realisiert werden können.
Anders als bei einem Barangebot ist der tatsÀchliche Wert der Gegenleistung
bis zum Vollzug ungewiss und hÀngt von der Wertentwicklung der
UniCredit-Aktie ab. Den Vollzug erwartet UniCredit erst 2027 - als
spÀtestmöglichen Zeitpunkt nennt die Angebotsunterlage den 2. Juli 2027.
Mit "Momentum 2030" verfĂŒgt die Commerzbank ĂŒber einen klar definierten
Wachstumspfad und schafft mehr Wert aus eigener Kraft bei geringem
Umsetzungsrisiko
Die Commerzbank befindet sich heute in der stÀrksten Position seit vielen
Jahren. Nach einem Rekordergebnis im Jahr 2025 ist sie sehr erfolgreich ins
Jahr 2026 gestartet. Mit ihrer weiterentwickelten "Momentum 2030"-Strategie
setzt die Bank konsequent auf Wachstum und Transformation, mit kĂŒnstlicher
Intelligenz als einem wesentlichen Katalysator fĂŒr steigende ProfitabilitĂ€t.
Dadurch schafft sie eigenstĂ€ndig Wert fĂŒr ihre AktionĂ€rinnen und AktionĂ€re,
bei geringem Umsetzungsrisiko. Daran muss sich jede Alternative messen
lassen.
Unter "Momentum 2030" plant die Commerzbank, ihre ErtrÀge bis 2030 auf 16,8
Mrd. Euro und den Konzerngewinn auf 5,9 Mrd. Euro zu steigern, die
Cost-Income-Ratio inklusive PflichtbeitrÀge auf 43 % und ohne
PflichtbeitrÀge auf 41 % zu verbessern sowie eine Nettoeigenkapitalrendite
von 21 % zu erreichen. Die AktionÀre der Commerzbank profitieren direkt vom
Erfolg dieser Strategie: Bis 2030 beabsichtigt die Commerzbank, rund die
HĂ€lfte ihrer aktuellen Marktkapitalisierung ĂŒber Dividenden und
AktienrĂŒckkĂ€ufe an ihre AktionĂ€rinnen und AktionĂ€re zurĂŒckzugeben. Dabei
strebt die Bank eine AusschĂŒttungsquote von 100 % an, bis ihre
CET-1-Zielquote von 13,5 % erreicht ist. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025 hat die
Commerzbank der Hauptversammlung die Zahlung einer Rekorddividende von 1,10
Euro je Aktie vorgeschlagen.
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank sind ĂŒberzeugt: Die eigenstĂ€ndige
Umsetzung der "Momentum 2030"-Strategie bietet ein deutlich höheres und
nachhaltigeres Wertschöpfungspotenzial als die von UniCredit skizzierte
Alternative. AktionÀrinnen und AktionÀre, die investiert bleiben, behalten
die unmittelbare Teilhabe an dieser Wertschöpfung.
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank waren, sind und bleiben
gesprÀchsbereit, sofern UniCredit bereit ist, den AktionÀren der Commerzbank
eine attraktive PrĂ€mie zu bieten und ĂŒber einen Plan zu sprechen, der auf
den StÀrken des GeschÀftsmodells und der Strategie der Commerzbank aufbaut.
Damit handelt die Commerzbank weiterhin im besten Interesse ihrer AktionÀre,
Kunden und Mitarbeitenden.
Veröffentlichung der begrĂŒndeten Stellungnahme
Die gemeinsame begrĂŒndete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat ist in
deutscher Sprache sowie in einer unverbindlichen englischen Ăbersetzung auf
der Website der Commerzbank abrufbar.
Diese Pressemitteilung stellt keine ErgÀnzung, ErlÀuterung oder
Zusammenfassung der gemeinsamen begrĂŒndeten Stellungnahme von Vorstand und
Aufsichtsrat gemÀà § 27 WpĂG dar. Den AktionĂ€rinnen und AktionĂ€ren der
Commerzbank wird empfohlen, vor ihrer Entscheidung, ob sie das
Ăbernahmeangebot annehmen oder nicht, die Angebotsunterlage von UniCredit,
die gemeinsame begrĂŒndete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat der
Commerzbank sowie alle weiteren im Zusammenhang mit dem Angebot
veröffentlichten Unterlagen sorgfÀltig und vollstÀndig zu lesen.
Pressekontakt
Max Hohenberg +49 69 9353-34249
Erik Nebel +49 69 9353-45712
Kontakt fĂŒr Investoren
Investor Relations +49 69 9353-10080
Ăber die Commerzbank
Mit ihren beiden GeschÀftssegmenten - Firmenkunden sowie Privat- und
Unternehmerkunden - bietet die Commerzbank als Universalbank ein umfassendes
Portfolio an Finanzdienstleistungen. Sie ist die fĂŒhrende Bank im
FirmenkundengeschĂ€ft in Deutschland und fĂŒr den deutschen Mittelstand sowie
starke Partnerin von rund 24.000 FirmenkundenverbĂŒnden und begleitet mit
einem Anteil von rund 30 % den deutschen AuĂenhandel. Mit einer PrĂ€senz in
mehr als 40 LĂ€ndern ist die Commerzbank ĂŒberall dort vertreten, wo ihre
Mittelstandskunden, GroĂunternehmen sowie institutionelle Kunden sie
benötigen. Zudem begleitet die Commerzbank internationale Kunden mit einem
GeschĂ€ftsbezug zu Deutschland, Ăsterreich oder der Schweiz sowie Unternehmen
aus ausgewÀhlten Zukunftsbranchen. Mit einem angelegten Vermögen von mehr
als 400 Mrd. Euro ist die Commerzbank zugleich eine der fĂŒhrenden Banken fĂŒr
Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. Unter der Marke Commerzbank
bietet sie mit ihrem Omnikanalansatz ein umfangreiches Leistungs- und
Serviceangebot: online und mobil, telefonisch und per Video im
Beratungscenter sowie persönlich an ihren rund 400 Standorten bundesweit.
Unter der Marke comdirect bietet sie als digitale Hauptbank rund um die Uhr
alle Kernleistungen und als Leistungsbroker Lösungen fĂŒr das Sparen, Anlegen
und Handeln mit Wertpapieren. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A.
ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 6 Millionen Privat- und
Firmenkunden ĂŒberwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und
der Slowakei.
Disclaimer
Diese Mitteilung enthÀlt in die Zukunft gerichtete Aussagen. Dabei handelt
es sich um Aussagen, die keine Tatsachen der Vergangenheit beschreiben.
Solche Aussagen in dieser Mitteilung betreffen unter anderem die erwartete
zukĂŒnftige GeschĂ€ftsentwicklung der Commerzbank, erwartete Effizienzgewinne
und Synergien, erwartete Wachstumsperspektiven und sonstige Chancen fĂŒr eine
Wertsteigerung der Commerzbank sowie die erwarteten zukĂŒnftigen finanziellen
Ergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige Finanzentwicklungen
und -angaben. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf
aktuellen Planungen, Erwartungen, SchÀtzungen und Prognosen des Vorstands.
Sie sind von einer Reihe von Annahmen abhÀngig und unterliegen bekannten und
unbekannten Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren, die dazu fĂŒhren
können, dass die tatsÀchlichen Ergebnisse oder Entwicklungen wesentlich von
jenen abweichen, die durch diese in die Zukunft gerichteten Aussagen
ausgedrĂŒckt oder impliziert werden. Solche Faktoren sind unter anderem die
Verfassung der FinanzmÀrkte in Deutschland, Europa, den USA und in anderen
Regionen, in denen die Commerzbank einen erheblichen Teil ihrer ErtrÀge
erzielt und einen erheblichen Teil ihrer Vermögenswerte hÀlt, die
Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von MarktvolatilitÀten,
insbesondere aufgrund der andauernden europÀischen Schuldenkrise, der
mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von HandelsgeschÀften,
die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen zur Verbesserung des
GeschÀftsmodells, die VerlÀsslichkeit ihrer GrundsÀtze, Verfahren und
Methoden zum Risikomanagement, Risiken aufgrund regulatorischer Ănderungen
sowie andere Risiken. In die Zukunft gerichtete Aussagen gelten deshalb nur
an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Commerzbank ist nicht
verpflichtet, die in dieser Mitteilung enthaltenen, in die Zukunft
gerichteten Aussagen auf den neuesten Stand zu bringen oder abzuÀndern, um
Ereignisse oder UmstÀnde zu reflektieren, die nach dem Datum dieser
Mitteilung eintreten.
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2329058 18.05.2026 CET/CEST
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