Halbmarathon, Hitze

Wegen Hitze: Hamburger Halbmarathon abgesagt

24.06.2026 - 17:59:02 | dpa.de

24.000 Laufbegeisterte hatten sich vorbereitet – jetzt bleibt die Startlinie leer. Welche Sicherheitsbedenken die Veranstalter zum Abbruch gezwungen haben.

Eine LĂ€uferin beim Hamburger Halbmarathon erfrischt sich an einer Wasserstelle. (Symbolbild) - Bild: Markus Tischler/dpa
Eine LĂ€uferin beim Hamburger Halbmarathon erfrischt sich an einer Wasserstelle. (Symbolbild) - Bild: Markus Tischler/dpa

Der fĂŒr Sonntag vorgesehen Hamburger Halbmarathon fĂ€llt wegen der erwarteten Hitze aus. Das gaben die Organisatoren des Events, fĂŒr das sich 24.000 LĂ€uferinnen und LĂ€ufer angemeldet hatten, bekannt. «Es ist vermutlich die schwerste Entscheidung, die wir in der Geschichte dieser Veranstaltung treffen mussten», hieß es auf der Homepage. ZunĂ€chst hatte die «Zeit» ĂŒber die Absage der Laufveranstaltung berichtet. Der Halbmarathon werde auf einen noch unbekannten Termin im Jahresverlauf verschoben.

«Nach sorgfĂ€ltiger Analyse der aktuellen Wetterlage sowie intensiven GesprĂ€chen mit Expertinnen und Experten, den zustĂ€ndigen Behörden und unseren Partnern sind wir zu dem Entschluss gekommen, den 32. hella hamburg halbmarathon leider nicht wie geplant am 28. Juni 2026 durchzufĂŒhren», teilte der Veranstalter BMS Die Laufgesellschaft mbH mit.

Man könne trotz eines umfangreichen Konzepts «aktuell nicht mit Sicherheit ausschließen, dass es zu einer erhöhten Inanspruchnahme von Rettungs- und Einsatzdiensten kommen könnte, mit der Folge, die Grundversorgung der Bevölkerung zu belasten», hieß es weiter. FĂŒr das Wochenende werden in der Hansestadt Temperaturen bis 37 Grad Celsius erwartet. 

Bezirksamt spricht von vernĂŒnftiger Entscheidung

Der Leiter des zustĂ€ndigen Bezirks Hamburg-Mitte, Ralf Neubauer, sprach von einer sehr vernĂŒnftigen Entscheidung. «Bei diesen Temperaturen gilt es, unnötige Risiken unbedingt zu vermeiden», sagte er der «Zeit».

Noch am Dienstag hatte der Veranstalter erklĂ€rt, fĂŒr das Rennen ĂŒber die 21,1 Kilometer sieben statt der ĂŒblichen drei bis vier Wasserstellen einzurichten. Neben Duschen, Wasserwannen und Trinkwasser wollte der Sponsor mehr als 100.000 Liter an GetrĂ€nken zur VerfĂŒgung stellen. Das fĂ€llt nun aus.

BMS-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Steven Richter sagte: «Auch wenn uns diese Entscheidung außerordentlich schwergefallen ist, sind wir ĂŒberzeugt, dass sie im Sinne der Sicherheit aller Beteiligten getroffen werden musste.»

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