AfD in Sachsen-Anhalt laut ZDF-Politbarometer bei 40 Prozent – Schwächer als erwartet?
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 09:11 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSKoalitionspoker: Schwierige Mehrheitssuche
Mit diesen Zahlen allein stünde die AfD ohne Regierungsoption da, zumindest auf dem Papier. Eine absolute Mehrheit im neuen Landtag würde es für sie nur geben, sollte sie einen Koalitionspartner finden – was angesichts der derzeitigen Parteilandschaft jedoch eher nach politischem Wunschdenken klingt. Betrachten wir die Kombinationen der anderen etablierten Parteien, würden sich CDU, Linke, SPD und Grüne noch knapp auf eine regierungsfähige Mehrheit retten können – wenn auch eine bunt zusammengewürfelte.Ministerpräsidentenwahl: Persönlichkeiten im Vergleich
Interessant ist der Blick auf die Frage, wem die Wähler den Ministerpräsidentenposten eher anvertrauen würden. Hier dominiert Sven Schulze (CDU) mit 48 Prozent gegenüber Ulrich Siegmund (AfD), der auf 32 Prozent kommt. Die restlichen Befragten zeigen entweder Desinteresse, kennen die Kandidaten nicht oder sind schlicht unschlüssig – kein Wunder angesichts der täglich neuen Infoflut.Methodik und Hintergründe
Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen, die für das ZDF regelmäßig den politischen Puls fühlt, hat diese Zahlen zwischen dem 25. und 27. August im Mix aus Telefon- und Online-Interviews mit insgesamt 1.053 Wahlberechtigten in Sachsen-Anhalt erhoben. Ob das reicht, um die Stimmung akkurat einzufangen? Erfahrungsgemäß stecken hinter solchen Zahlen am Ende immer eigene Geschichten, die sich erst in der Wahlkabine offenbaren.Die AfD bleibt laut aktuellem ZDF-Politbarometer fest auf Platz eins in Sachsen-Anhalt, kommt aber mit 40 Prozent schwächer als in manchen anderen Befragungen davon. Eine absolute Mehrheit rückt damit in weite Ferne, politische Bündnisse abseits der AfD wären jedoch rechnerisch möglich – vorausgesetzt, die politisch sehr unterschiedlichen Parteien finden überhaupt einen gemeinsamen Nenner. Der Amtsbonus des CDU-Kandidaten Schulze sorgt dafür, dass er bei der persönlichen Ministerpräsidentenpräferenz klar vor dem AfD-Spitzenmann Siegmund liegt, was zeigt, dass personelle und parteipolitische Präferenzen in Sachsen-Anhalt nicht immer Hand in Hand gehen. Laut einer neuen Analyse der 'Zeit' sind die Umfragewerte ebenfalls volatil; kurzfristige Stimmungen und Protestpotenzial prägen die politische Landschaft. Parallel dazu zeigt ein Bericht der 'Süddeutschen', dass viele Wähler in Sachsen-Anhalt sich noch nicht ganz entschieden haben, was den Wahlausgang weiter offen hält. Die 'FAZ' analysiert, dass das Bündnispotential der AfD aufgrund der Abgrenzung der übrigen Parteien weiterhin marginal bleibt, weshalb die Koalitionsbildung nach der Wahl alles andere als einfach wird.
