Aleksander Ceferin, UEFA-PrÀsidentschaft

Aleksander Ceferin strebt Wiederwahl als UEFA-PrÀsident an

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 16:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Aleksander Ceferin will im kommenden April erneut fĂŒr das PrĂ€sidentenamt der UEFA kandidieren. Damit steht der Slowene nicht als möglicher Gegenkandidat von FIFA-Chef Gianni Infantino zur VerfĂŒgung.

Aleksander Ceferin will UEFA-PrÀsident bleiben. (Archivbild) - Bild: Darko Bandic/AP/dpa
Aleksander Ceferin will UEFA-PrÀsident bleiben. (Archivbild) - Bild: Darko Bandic/AP/dpa

Aleksander Ceferin strebt eine weitere Amtszeit als PrĂ€sident der EuropĂ€ischen Fußball-Union UEFA an und stellt sich im kommenden April zur Wiederwahl.

Kandidatur in Berlin angekĂŒndigt

Der Slowene kĂŒndigte seine Kandidatur nach dpa-Informationen bei einem Treffen in Berlin an. Ceferin fĂŒhrt die UEFA seit 2016 und wurde zuletzt im April 2023 ohne Gegenkandidaten fĂŒr eine weitere Amtszeit gewĂ€hlt.

Kein Gegenkandidat fĂŒr Infantino

Mit seiner Entscheidung scheidet Ceferin als möglicher Gegenkandidat von Gianni Infantino fĂŒr das Amt des FIFA-PrĂ€sidenten aus. Infantino strebt beim FIFA-Kongress im MĂ€rz 2027 in Marokko eine vierte Amtszeit an.

In Europa gibt es erheblichen Widerstand gegen den FIFA-Chef. Mehrere VerbĂ€nde, darunter der Deutsche Fußball-Bund, haben sich von Infantino distanziert. Die UEFA-MitgliedsverbĂ€nde beraten ĂŒber das weitere Vorgehen im Machtkampf um die FĂŒhrung des Weltverbands.

Suche nach einer Alternative

Die Opposition muss bis zum 18. November einen Kandidaten fĂŒr die FIFA-Wahl benennen. Als mögliche Alternative zu Infantino wurden zuletzt auch der Kanadier Victor Montagliani und weitere FunktionĂ€re gehandelt.

UEFA vor einer Richtungsentscheidung

Ceferins Entscheidung fĂ€llt in eine Phase, in der Europas FußballverbĂ€nde ihre Haltung zur FĂŒhrung des Weltverbands FIFA neu ordnen. Mehrere VerbĂ€nde haben Gianni Infantino das Vertrauen entzogen; der Deutsche Fußball-Bund lehnt eine Wiederwahl des FIFA-PrĂ€sidenten ab. Beim FIFA-Kongress im MĂ€rz 2027 in Rabat will Infantino fĂŒr eine vierte Amtszeit antreten.

Mit der erneuten UEFA-Kandidatur bleibt Ceferin an der Spitze des europÀischen Kontinentalverbands und verzichtet zugleich auf die Rolle eines möglichen europÀischen Herausforderers Infantinos. Damit wird die Suche nach einer gemeinsamen Gegenkandidatur der FIFA-Opposition nicht beendet, aber personell neu sortiert. Als mögliche Alternative gelten unter anderem Vertreter anderer Konföderationen.

Fristen und Folgen

FĂŒr die FIFA-Wahl lĂ€uft die entscheidende Nominierungsphase: Gegenkandidaten mĂŒssen bis zum 18. November benannt werden. Die Berliner GesprĂ€che der 55 UEFA-MitgliedsverbĂ€nde gewinnen dadurch an Bedeutung, weil Europa seine Stimmen bĂŒndeln und zugleich UnterstĂŒtzung außerhalb des Kontinents gewinnen mĂŒsste.

FĂŒr Ceferin selbst steht im April die BestĂ€tigung seiner FĂŒhrungsrolle in der UEFA an. Eine weitere Amtszeit wĂŒrde ihm ermöglichen, die Position des europĂ€ischen Fußballs in den Debatten ĂŒber FIFA-Governance, Machtverteilung und Reformen weiterhin unmittelbar zu vertreten.

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