Tennis, US Open

Zverev erreicht US-Open-Finale und greift nach zweitem Grand-Slam-Titel

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 00:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Alexander Zverev hat bei den US Open das Finale erreicht und steht vor der Chance auf seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Der Hamburger setzt in New York eine historische Rekordserie im deutschen Herrentennis fort.

  • Alexander Zverev bejubelt den Finaleinzug.  - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
    Alexander Zverev bejubelt den Finaleinzug. - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
  • Karen Chatschanow muss sich wie im Olympia-Finale geschlagen geben.  - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
    Karen Chatschanow muss sich wie im Olympia-Finale geschlagen geben. - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
  • Die US-Schauspieler Woody Harrelson (l) und Matthew McConaughey verfolgen das Halbfinale von der Tribüne.  - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
    Die US-Schauspieler Woody Harrelson (l) und Matthew McConaughey verfolgen das Halbfinale von der Tribüne. - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
  • Alexander Zverev feiert seinen Sieg.  - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
    Alexander Zverev feiert seinen Sieg. - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
Alexander Zverev bejubelt den Finaleinzug.  - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa Karen Chatschanow muss sich wie im Olympia-Finale geschlagen geben.  - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa Die US-Schauspieler Woody Harrelson (l) und Matthew McConaughey verfolgen das Halbfinale von der Tribüne.  - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa Alexander Zverev feiert seinen Sieg.  - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Alexander Zverev hat bei den US Open das Finale erreicht und damit die Chance auf seinen zweiten Grand-Slam-Titel gewahrt.

Zverev siegt nervenstark gegen Chatschanow

Der French-Open-Sieger bezwang im Halbfinale von New York den russischen Außenseiter Karen Chatschanow mit 6:3, 7:6 (9:7), 7:6 (8:6) und ließ seinem Gegner in den entscheidenden Momenten keine Chance. Vor den Augen prominenter Gäste im Arthur-Ashe-Stadium hielt Zverev vor allem in den beiden Tie-Breaks dem Druck stand und wehrte insgesamt mehrere Satzbälle ab. Bereits im Olympiafinale von Tokio 2021 hatte er Chatschanow geschlagen und sich damals die Goldmedaille gesichert.

Große Titelchance und deutsche Rekorde

Mit seinem sechsten Grand-Slam-Finale der Karriere steht Zverev kurz vor seinem zweiten Major-Triumph und könnte als erster Deutscher seit Boris Becker 1989 den Titel von New York im Männer-Einzel holen. Zugleich ist er der erste deutsche Profi, der zweimal im US-Open-Finale steht und drei Grand-Slam-Endspiele in Serie erreicht hat. Nach seinem Sieg bei den French Open und der Finalniederlage in Wimbledon krönt der an Nummer eins gesetzte Hamburger damit eine herausragende Saison und schiebt sich in der Jahreswertung und Weltrangliste weiter an die Spitze heran.

Finale gegen US-Publikumslieblinge

Im Endspiel trifft Zverev am Sonntag auf den Sieger des rein amerikanischen Halbfinals zwischen Ben Shelton und Frances Tiafoe. Beide gelten in New York als Publikumslieblinge, was dem Finale eine besondere Atmosphäre verspricht. Zverev selbst sprach angesichts seines dritten Grand-Slam-Endspiels des Jahres von einer speziellen Saison und kündigte an, er wolle dafür sorgen, dass der „amerikanische Traum“ im eigenen Stadion nicht wahr werde.

Matchverlauf mit kurzer Schwächephase

Zu Beginn dominierte im Halbfinale der Aufschlag beider Spieler, ehe Chatschanow im ersten Satz ins Wanken geriet und Zverev sich mit einem Break die Satzführung sicherte. Im zweiten Durchgang leistete sich der Deutsche nach einem souveränen Start einen Doppelfehler zum ersten Aufschlagverlust und rutschte an der Grundlinie aus, blieb jedoch unverletzt und fand schnell zurück in seinen Rhythmus. Im Tie-Break drehte er einen Rückstand und nutzte eine verschlagene Vorhand des Russen zum 2:0 nach Sätzen.

Lange Turnierbelastung, starke Physis

Vor dem Halbfinale hatte Zverev bereits mehr als 16,5 Stunden auf dem Platz gestanden – länger als jeder andere Halbfinalist in New York seit Beginn der Zeitmessung. Dennoch präsentierte er sich physisch stark und gewann zum dritten Mal in Serie ein Match in drei Sätzen. Im dritten Satz hielten beide Spieler ihre Aufschläge sicher, im abschließenden Tie-Break fühlte sich Zverev durch Lichtreflexe geblendet, blieb jedoch konzentriert, wehrte erneut zwei Satzbälle ab und verwandelte schließlich seinen Matchball.

Prominente Kulisse im Arthur-Ashe-Stadium

Auf den Tribünen verfolgten unter anderem die früheren Fußballweltmeister Jérôme Boateng und Ronaldo sowie die US-Schauspieler Woody Harrelson und Matthew McConaughey die Partie. Trotz zunächst mäßigem Niveau im ersten Satz entwickelte sich die Begegnung im Verlauf zu einem packenden Duell, in dem Zverev in den entscheidenden Phasen die besseren Antworten fand und sich von kleineren Ausrutschern nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Historischer Moment für den deutschen Tennissport

Der Finaleinzug von Alexander Zverev bei den US Open markiert einen sporthistorischen Einschnitt für den deutschen Tennissport. Erstmals seit dem Titelgewinn von Boris Becker 1989 steht wieder ein deutscher Profi im Endspiel des Hartplatz-Klassikers in New York. Zugleich hat Zverev mit seinem zweiten US-Open-Finale und drei Grand-Slam-Endspielen in einer Saison Bestmarken gesetzt, die vor ihm kein deutscher Spieler erreicht hatte. Diese Rekordserie unterstreicht seine Stellung als derzeit klar dominierender Kopf des deutschen Herrentennis.

Ausnahmesaison und Bedeutung des Turniers

Zverev reist als French-Open-Sieger und Wimbledon-Finalist in dieses Endspiel, dazu kommt der Olympiasieg von Tokio 2021 gegen denselben Gegner Karen Chatschanow als wichtiger Referenzpunkt. Die US Open gelten im Tourkalender als eines der physisch anspruchsvollsten Turniere, weil lange Matches, wechselnde Temperaturen und ein lautes Ambiente im Arthur Ashe Stadium zusammenkommen. Dass Zverev trotz zuvor mehr als 16,5 Stunden Spielzeit im Turnier nun erneut in drei Sätzen gewann, zeigt seine körperliche Robustheit und die Fähigkeit, große Belastungen über Wochen hinweg zu tragen. Für deutsche Fans ist das Finale auch deshalb bedeutsam, weil ein Sieg seinen Status als mehrfachen Grand-Slam-Champion festigen und die Lücke schließen würde, die seit dem Karriereende der großen Namen der 1990er-Jahre bestand.

Finalgegner, Druck und mögliche Folgen

Im Endspiel trifft Zverev auf einen US-Amerikaner, entweder Ben Shelton oder Frances Tiafoe. Beide gelten als Publikumslieblinge und stehen für eine neue, medienaffine Generation im US-Tennis, was dem Finale eine besondere Stimmung verleihen dürfte. Für Zverev bedeutet die Partie mehr als nur einen weiteren Titel: Ein Erfolg würde seine Position in der Weltrangliste weiter stärken und den Abstand zur Spitze deutlich verringern. Zugleich könnte ein Triumph zusätzliche Aufmerksamkeit und Investitionen in den deutschen Tennisnachwuchs anstoßen, da Grand-Slam-Erfolge erfahrungsgemäß Einschaltquoten erhöhen und die Breitenbasis eines Sports erweitern. Für die Tour insgesamt wäre ein zweiter Major-Titel im selben Jahr ein weiteres Zeichen dafür, wie eng die Weltspitze zusammengerückt ist und wie sehr Formkurven innerhalb einer Saison über Karrieren entscheiden können.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv.de: „Besonderer Meilenstein: Zverev stürmt ins Halbfinale der US Open“ (10.09.2026)

Der Bericht hebt hervor, Zverev habe mit dem Sieg über Botic van de Zandschulp seinen Platz als Titelfavorit in New York untermauert und mit 51 Matchgewinnen sowie 24 Grand-Slam-Siegen des Jahres mehrere Rekorde erreicht. Zudem werde betont, dass das Turnierjahr mit Titeln und Finalteilnahmen bereits vor dem US-Open-Endspiel außergewöhnlich erfolgreich sei.

ndr.de: „US Open: Zverev deklassiert van de Zandschulp und steht im Halbfinale“ (10.09.2026)

Der Beitrag arbeitet heraus, Zverev habe sich mit einer abgeklärten Leistung gegen den Niederländer durchgesetzt und damit den bisherigen Grand-Slam-Siegerekord eines deutschen Spielers übertroffen. Gleichzeitig werde die besondere Konstellation betont, dass Zverev in allen vier Grand-Slam-Turnieren des Jahres mindestens das Halbfinale erreicht habe und im Semifinale erneut auf Chatschanow treffe, den er bereits im Olympiafinale besiegt habe.

Medienübergreifend werde übereinstimmend dargestellt, dass Zverev ein außergewöhnlich konstantes Grand-Slam-Jahr spielt und sich mit Rekorden in eine neue nationale Dimension vorarbeitet. Unterschiede bestünden vor allem in den Schwerpunkten: Während ein Bericht stärker die Favoritenrolle und statistischen Bestmarken betone, fokussiere ein anderer auf die sportliche Entwicklung und das erneute Duell mit Chatschanow.

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