Design prÀgt Kaufentscheidungen in der EU, FÀlschungsrisiken bleiben hoch
10.06.2026 - 10:04:15 | presseportal.deDesign spielt insbesondere fĂŒr jĂŒngere Verbraucher eine zentrale Rolle: 80 % der 18- bis 24-JĂ€hrigen geben an, dass Produktdesign ein wichtiger Faktor bei ihren Kaufentscheidungen ist. Im Branchenvergleich zeigt sich ein besonders starker Einfluss in der Möbel- und Modebranche: 76 % der Verbraucher in der EU halten Design beim Kauf von Möbeln fĂŒr sehr wichtig; 66 % tun dies beim Kauf von Bekleidung und Accessoires. QualitĂ€t und Preis bleiben zwar die wichtigsten Kaufkriterien, doch auch Design prĂ€gt die VerbraucherprĂ€ferenzen, insbesondere bei jĂŒngeren Generationen.
Aufgrund seines hohen wirtschaftlichen Werts ist Design jedoch auch in besonderem MaĂe von FĂ€lschungen und unerlaubten Nachahmungen betroffen, die in SchlĂŒsselsektoren wie Mode, Möbel, Elektronik und weiteren KonsumgĂŒterbereichen weit verbreitet sind.
Der Exekutivdirektor des EUIPO, João Negrão, erklÀrte:
"EuropĂ€isches Design ist eine zentrale WettbewerbsstĂ€rke. Es prĂ€gt die Produkte, denen wir vertrauen, die wir wertschĂ€tzen und tĂ€glich nutzen, und unterstĂŒtzt Unternehmen dabei, sich im globalen Markt zu differenzieren. Studien zeigen, dass Verbraucher, insbesondere jĂŒngere Generationen, den Wert guten Designs erkennen. Ein wirksamer Designschutz gibt Urhebern die Sicherheit fĂŒr Innovationen und stĂ€rkt Unternehmen, indem er Wachstum und WettbewerbsfĂ€higkeit fördert, auf die die europĂ€ische Wirtschaft angewiesen ist."
FĂ€lschungen - eine Bedrohung fĂŒr europĂ€isches Design
GefĂ€lschte Produkte, die das Erscheinungsbild originaler Waren nachahmen, sind weit verbreitet. BegĂŒnstigt wird diese Entwicklung durch das Wachstum des elektronischen Handels und den Einfluss sozialer Medien. Etwa 13 % der EuropĂ€er geben an, wissentlich gefĂ€lschte Waren gekauft zu haben; bei jĂŒngeren Verbrauchern im Alter von 15 bis 24 Jahren sind es 26 %.
Den Daten des EUIPO zufolge erleidet die Mode- und Bekleidungsindustrie geschĂ€tzte jĂ€hrliche Verluste in Höhe von 12 Mrd. EUR. GefĂ€lschte Handtaschen, Schmuck und Uhren verursachen den Originalherstellern rund 2,7 Mrd. EUR an UmsatzeinbuĂen pro Jahr in der gesamten EU. In Deutschland fĂŒhren FĂ€lschungen in der Bekleidungsbranche zu jĂ€hrlichen Verlusten in Höhe von 2,913 Mrd. EUR; im Bereich Schmuck und Uhren betragen die EinbuĂen rund 403 Mio. EUR. KMU sind fĂŒr diese Art von Rechtsverletzungen besonders anfĂ€llig, da sie hĂ€ufig auf eine kleine Zahl prĂ€gnanter Produktdesigns angewiesen sind und zugleich nur begrenzte Ressourcen fĂŒr die Ăberwachung und Durchsetzung ihrer Designrechte haben.
Ăber die wirtschaftlichen Auswirkungen hinaus können nachgeahmte Produkte erhebliche Gesundheits- und Sicherheitsrisiken fĂŒr Verbraucher und Umwelt mit sich bringen, da sie hĂ€ufig nicht den geltenden Sicherheits- und QualitĂ€tsstandards entsprechen. Untersuchungen zeigen zudem, dass der Handel mit gefĂ€lschten Waren mit organisierten kriminellen Netzwerken und in einigen FĂ€llen mit der Ausbeutung von ArbeitskrĂ€ften in Verbindung steht.
Design als strategischer Vermögenswert
Designorientierte Wirtschaftszweige leisten einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung und BeschĂ€ftigung in der EU. Sie beschĂ€ftigen rund 28 Millionen Menschen (etwa 13 % aller ArbeitsplĂ€tze in der EU) und erwirtschaften mehr als 16 % des EU-BIP. Studien des EUIPO zeigen zudem, dass kleine Unternehmen mit eingetragenen Designs fast 30 % höhere Einnahmen pro Mitarbeiter erzielen und rund 25 % höhere Löhne und GehĂ€lter zahlen als Unternehmen ohne eingetragene Rechte des geistigen Eigentums. Trotz dieser Vorteile verfĂŒgen in der EU jedoch nur etwa 1 % der KMU ĂŒber eingetragene Designrechte.
Die Eintragung eines EU-Designs bietet Unternehmen einen schnellen und kosteneffizienten Schutz im gesamten EU-Binnenmarkt ĂŒber eine beim EUIPO online eingereichte Anmeldung. Die AnmeldegebĂŒhren fangen bei 350 EUR an. Eingetragene EU-Designs sind in allen 27 EU-Mitgliedstaaten durchsetzbar und können alle fĂŒnf Jahre bis zu einer Gesamtdauer von 25 Jahren verlĂ€ngert werden.
ĂBER DAS EUIPO
Das Amt der EuropĂ€ischen Union fĂŒr geistiges Eigentum (EUIPO) ist eine der gröĂten dezentralen Agenturen der EuropĂ€ischen Union und hat seit seiner GrĂŒndung 1994 seinen Sitz in Alicante (Spanien). Es ist zustĂ€ndig fĂŒr die Eintragung von Unionsmarken, Unionsdesigns sowie geografischen Angaben fĂŒr handwerkliche und industrielle Erzeugnisse, bei denen es sich um Rechte des geistigen Eigentums handelt, die die 27 EU-Mitgliedstaaten abdecken. Das EUIPO fĂŒhrt zudem KooperationsaktivitĂ€ten auf EU- und internationaler Ebene durch, um gleiche Wettbewerbsbedingungen in der Welt des geistigen Eigentums zu schaffen, und ist fĂŒr die EuropĂ€ische Beobachtungsstelle fĂŒr Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums zustĂ€ndig. 2025 wurde das EUIPO als innovativstes Amt fĂŒr geistiges Eigentum der Welt eingestuft.
Wir wenden uns an Sie im Zusammenhang mit der Kommunikationskampagne "Verbraucherwahrnehmung von Produktdesign", die wir fĂŒr das EUIPO durchfĂŒhren. Ihre beruflichen Kontaktdaten wurden aus öffentlich zugĂ€nglichen Quellen oder ĂŒber einen externen Dienstleister fĂŒr Medienrecherchen und Medienversand bezogen. Wir gehen davon aus, dass diese Pressemitteilung fĂŒr Sie angesichts Ihres TĂ€tigkeitsbereichs von Interesse sein könnte. Ihre beruflichen Kontaktdaten werden von ICF Next und der Klenk & Hoursch AG fĂŒr Kommunikationszwecke im Zusammenhang mit der oben genannten Kampagne verarbeitet.
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