Apple warnt GrĂŒnen-Chefin Brantner vor möglichem Handy-Hack
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 13:22 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSWarnungen erreichen mehrere Personengruppen
- Apple informierte in der Vorwoche Menschen in 99 LĂ€ndern ĂŒber mögliche Angriffe mit professioneller Spionagesoftware.
- Dem BSI zufolge erhielten mehrere Bundestagsabgeordnete und Personen des öffentlichen Lebens entsprechende Hinweise.
- Zu den genannten Betroffenen zÀhlen Mitreisende der Asienreise von Bundeskanzler Merz, Ministeriumsmitarbeiter und Journalisten.
Apple warnt Franziska Brantner vor möglichem Handy-Hack
Die GrĂŒnen-Bundesvorsitzende Franziska Brantner gehört zu den EmpfĂ€ngern einer Apple-Warnung, wonach ihr Handy möglicherweise gehackt worden sein könnte. Sie schaltete ihr GerĂ€t sofort aus und wandte sich an das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik.
Warnungen in 99 LĂ€ndern verschickt
Apple hatte in der vorigen Woche Menschen in 99 LÀndern vor einem Angriff mit professioneller Spionagesoftware gewarnt. Dem BSI zufolge erhielten mehrere Bundestagsabgeordnete sowie weitere Personen des öffentlichen Lebens solche Hinweise.
Auch Regierungsmitarbeiter betroffen
Nach Informationen des âSpiegelâ bekamen unter anderem Mitreisende der jĂŒngsten Asienreise von Bundeskanzler Merz und Mitarbeiter von Bundesministerien die Warnung. Zudem waren mehrere Journalisten und teils hochrangige Mitarbeiter deutscher Unternehmen betroffen.
Bundesregierung nimmt Vorgang ernst
Regierungssprecher Stefan Kornelius erklĂ€rte am Montag, die Bundesregierung nehme den Vorfall âsehr ernstâ. Die Warnungen richten sich gegen mögliche Angriffe mit professioneller Spionagesoftware auf iPhones und andere Apple-GerĂ€te.
Apple verschickt Bedrohungsbenachrichtigungen, wenn das Unternehmen einen gezielten Angriff mit hochentwickelter Spionagesoftware auf ein GerÀt erkennt. Derartige Warnungen richten sich typischerweise an Personen, die wegen ihrer politischen Arbeit, ihrer öffentlichen Funktion oder ihrer beruflichen Kontakte als besonders interessante Ziele gelten.
Der aktuelle Vorgang betrifft nach Angaben des BSI mehrere Bundestagsabgeordnete und weitere Personen des öffentlichen Lebens. Die Warnung bedeutet zunÀchst, dass Apple einen möglichen Angriff erkannt hat; sie belegt nicht automatisch, dass ein Angreifer dauerhaft Zugriff auf ein GerÀt erlangt oder Daten abgegriffen hat. Das sofortige Ausschalten des Handys und die Einschaltung des BSI gehören zu den naheliegenden Reaktionen bei einem solchen Hinweis.
Politische und sicherheitstechnische Bedeutung
Dass neben Abgeordneten auch Regierungsmitarbeiter, Journalisten und Wirtschaftsvertreter betroffen sein sollen, vergröĂert die sicherheitspolitische Tragweite. Mobiltelefone bĂŒndeln Kommunikation, Kontakte, Termine und ZugĂ€nge zu digitalen Diensten und können deshalb bei gezielten Operationen besonders wertvolle Informationen liefern.
FĂŒr Betroffene dĂŒrfte nun die technische Untersuchung der GerĂ€te im Mittelpunkt stehen. Zugleich stellt sich die Frage, ob die Warnungen auf einen gemeinsamen Angriffsversuch, mehrere voneinander unabhĂ€ngige Operationen oder eine breitere Kampagne zurĂŒckgehen. Die Bundesregierung hat den Vorgang als ernst eingestuft; weitere Erkenntnisse von Sicherheitsbehörden könnten klĂ€ren, welche GerĂ€te tatsĂ€chlich kompromittiert wurden und welche Daten gefĂ€hrdet waren.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: âApple warnt vor Hacker-Angriff auf Bundestagsabgeordneteâ (02.11.2026)
Der Beitrag bestÀtigt, dass Bundestags- und Regierungsmitglieder Apple-Warnungen zu möglichen Spyware-Angriffen erhalten haben. Im Mittelpunkt steht die politische BestÀtigung des Vorgangs durch Digitalminister Karsten Wildberger.
ZDFheute: âHackerangriff mit Spyware: iPhones von deutschen Regierungsmitgliedern betroffenâ (02.11.2026)
Das ZDF ordnet die Apple-Meldungen als besonders zuverlÀssige Hinweise auf gezielte Angriffe ein. Anders als Euronews hebt der Beitrag stÀrker die technische Bedeutung der Bedrohungsbenachrichtigungen hervor; offen bleibt auch dort, ob GerÀte tatsÀchlich erfolgreich kompromittiert wurden.
Ăbereinstimmend berichten beide BeitrĂ€ge ĂŒber Warnungen fĂŒr deutsche Politiker und Regierungsmitarbeiter. Die Schwerpunkte liegen einmal auf der politischen BestĂ€tigung und einmal auf der technischen Aussagekraft der Apple-Hinweise; der konkrete Umfang einer möglichen Kompromittierung bleibt offen.
