Atommüll-Endlager, Bundesgesellschaft für Endlagerung

Atommüll-Endlager: BGE prüft weniger als fünf Prozent weiter

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 11:58 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung reduziert die Prüfkulisse für einen Standort hochradioaktiver Abfälle auf weniger als fünf Prozent der deutschen Fläche. Eine Auswahl von Standortregionen für die weitere Erkundung soll Ende 2027 folgen.

Endlagersuche erreicht nächste Auswahlstufe

  • Die BGE betrachtet weiterhin Gebiete in Süd-, Ost-, Nord- und Nordwestdeutschland.
  • 2025 standen noch etwa 25 Prozent der Fläche Deutschlands im Rennen.
  • Bis Ende 2027 will die BGE wenige Standortregionen zur Erkundung vorschlagen.
Atomkraftwerk (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

BGE reduziert Prüfgebiete für Atommüll-Endlager

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat die Gebiete für ein mögliches Atommüll-Endlager deutlich eingegrenzt. Nach Angaben der BGE werden weniger als fünf Prozent der Fläche Deutschlands weiter betrachtet.

Regionen bleiben über mehrere Landesteile verteilt

Die weiter untersuchten Gebiete liegen in Süddeutschland, Ostdeutschland sowie im Norden und Nordwesten. Im Jahr 2025 waren noch etwa 25 Prozent der Fläche Deutschlands in der Suche berücksichtigt.

Die BGE bezeichnet den aktuellen Stand als letzten Zwischenstand, bevor Ende 2027 Standortregionen für die Erkundung vorgeschlagen werden. Ziel bleibt es, den Standort mit der „bestmöglichen Sicherheit“ für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle zu ermitteln.

Weitere Eingrenzung bis Ende 2027

BGE-Geschäftsführerin Iris Graffunder erklärte, mit dem Fortschritt in diesem Jahr werde der Zeitplan der wissenschaftsbasierten Endlagersuche eingehalten. Die Flächen sollen bis Ende 2027 weiter reduziert werden, bis nur noch wenige Standortregionen für einen Erkundungsvorschlag im Rennen sind.

Die Endlagersuche in Deutschland befindet sich damit in einer entscheidenden Auswahlphase. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) bewertet die infrage kommenden Flächen nach geologischen Kriterien und reduziert sie schrittweise, bevor konkrete Regionen oberirdisch erkundet werden.

Der jetzt genannte Anteil von weniger als fünf Prozent markiert eine deutliche Verengung gegenüber dem Zwischenstand von 2025. Die verbliebenen Gebiete verteilen sich weiterhin über mehrere Landesteile. Damit ist noch keine Entscheidung für einen Standort gefallen; die regionale Betroffenheit bleibt vorerst bundesweit verteilt.

Entscheidung erst nach weiterer Prüfung

Bis Ende 2027 soll die BGE Standortregionen für die Erkundung vorschlagen. Danach stehen weitere Untersuchungen und Beteiligungsverfahren an. Für Anwohner, Kommunen und Länder bedeutet der aktuelle Schritt vor allem, dass sich die Debatte stärker auf konkrete Regionen konzentrieren wird, ohne dass bereits feststeht, wo ein Endlager gebaut werden kann.

Das Ziel bleibt ein Standort für hochradioaktive Abfälle, der nach wissenschaftlichen Kriterien die bestmögliche Sicherheit bietet. Die weitere Eingrenzung soll deshalb geologisch begründet sein und nicht an politischen oder regionalen Präferenzen ausgerichtet werden.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Tagesschau: „Wohin mit hochradioaktivem Atommüll? Bundesgesellschaft grenzt Suche weiter ein“ (27.10.2026)

Der Beitrag bestätigt die weitere Eingrenzung und hebt die aktuelle Karte der BGE hervor. Einen Schwerpunkt legt er auf die weiterhin großflächig laufende Prüfung, insbesondere in Norddeutschland.

Stern: „Nuklear-Abfälle: Neuer Zwischenstand bei Suche nach Atommüll-Endlager“ (27.10.2026)

Der Artikel stellt den neuen Zwischenstand in den Mittelpunkt und verweist auf das Ziel, dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung Ende 2027 Standortregionen für die oberirdische Erkundung vorzuschlagen.

Die Beiträge stimmen darin überein, dass die Suche deutlich eingegrenzt wird, betonen aber unterschiedliche Aspekte: Während die Tagesschau die räumliche Verteilung visualisiert, richtet der Stern den Blick stärker auf den nächsten formalen Schritt.

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