Freie WĂ€hler, Hubert Aiwanger

Antisemitisches Flugbatt: Das sagt der Zentralrat der Juden

Veröffentlicht am: 27.08.2023 um 13:08 Uhr | dpa.de

Auch 35 Jahre spÀter sei das antisemitische Pamphlet, dass der Bruder von Hubert Aiwanger verfasst haben soll, nicht minder verwerflich. Es verunglimpfe die Millionen Opfer der Schoa, so Josef Schuster.

  • Josef Schuster ist PrĂ€sident des Zentralrats der Juden in Deutschland. - Bild: Christophe Gateau/dpa
    Josef Schuster ist PrÀsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. - Bild: Christophe Gateau/dpa
  • Die Aussagen von Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger im Koalitionsausschuss reichen fĂŒr eine abschließende KlĂ€rung laut MinisterprĂ€sident Markus Söder «definitiv nicht aus». - Bild: Pia Bayer/dpa
    Die Aussagen von Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger im Koalitionsausschuss reichen fĂŒr eine abschließende KlĂ€rung laut MinisterprĂ€sident Markus Söder «definitiv nicht aus». - Bild: Pia Bayer/dpa
Josef Schuster ist PrĂ€sident des Zentralrats der Juden in Deutschland. - Bild: Christophe Gateau/dpa Die Aussagen von Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger im Koalitionsausschuss reichen fĂŒr eine abschließende KlĂ€rung laut MinisterprĂ€sident Markus Söder «definitiv nicht aus». - Bild: Pia Bayer/dpa

Nach dem Wirbel um Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger und ein antisemitisches Pamphlet hat der Zentralrat der Juden betont, dass der Inhalt auch 35 Jahre spÀter zu verurteilen sei. «Der Text eines Flugblattes, das auf der damaligen Schule des stellvertretenden bayerischen MinisterprÀsidenten zirkulierte und von dessen Bruder erstellt worden sei, ist auch heute nicht minder verwerflich, da er die Millionen Opfer der Schoa auf abscheuliche Weise verunglimpft», teilte der PrÀsident des Zentralrats, Josef Schuster, am Sonntag in Berlin mit.

«Inwiefern Hubert Aiwanger fĂŒr die Verbreitung zumindest mitverantwortlich ist, wird in GĂ€nze nicht aufzuklĂ€ren sein. Die Diskussion darĂŒber ist erkennbar politisch», betonte Schuster. «Das Flugblatt darf aber auch nicht einfach als JugendsĂŒnde abgetan werden, da es die fĂŒr unser Land so wichtige Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus regelrecht mit FĂŒĂŸen tritt.»

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