BĂ€rbel Bas tritt als Ministerin und SPD-Chefin zurĂŒck
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 10:14 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSBas gibt zwei Ămter auf
- BĂ€rbel Bas tritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteivorsitzende zurĂŒck.
- Bundeskanzler Friedrich Merz dankt ihr auf X fĂŒr die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
- Als möglicher Nachfolger im Arbeitsministerium ist Alexander Schweitzer im GesprÀch.
- Die SPD-Frauen verlangen eine Frau an der Spitze des Ministeriums.
BĂ€rbel Bas hat ihren RĂŒcktritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteivorsitzende bekannt gegeben. Bundeskanzler Friedrich Merz reagierte mit VerstĂ€ndnis und wĂŒrdigte die gemeinsame Arbeit in der Bundesregierung.
Bas nennt persönliche GrĂŒnde
Bas erklĂ€rte, sie könne kurzfristig nicht die Kraft aufbringen, ihre Regierungs- und Parteiarbeit vollumfĂ€nglich auszuĂŒben. Als weitere Belastung nannte sie öffentliche Angriffe aus den Reihen des Koalitionspartners.
Merz schrieb bei X, Bas und er hĂ€tten in der Bundesregierung vertrauensvoll zusammengearbeitet. Er dankte ihr fĂŒr ihr Engagement, erklĂ€rte, ihre Entscheidung verdiene Respekt, und wĂŒnschte ihr und ihrer Familie viel Kraft.
Schweitzer als möglicher Nachfolger
FĂŒr die Nachfolge im Bundesarbeitsministerium ist Alexander Schweitzer im GesprĂ€ch. Innerhalb der SPD gibt es gegen diese Lösung jedoch Widerstand.
Die Vorsitzenden der SPD-Frauen, Carmen Wegge und Ulrike HÀfner, fordern, das Ministerium mit einer Frau zu besetzen. Sie wenden sich in einer ErklÀrung gegen ein Postengeschacher zwischen MÀnnern und verweisen auf kompetente Frauen mit Erfahrung auf Bundesebene und Kenntnissen der laufenden Gesetzgebungsverfahren.
Der RĂŒcktritt von BĂ€rbel Bas betrifft zugleich die Bundesregierung und die FĂŒhrung der SPD. Bas hatte beide Funktionen ĂŒbernommen und begrĂŒndet ihren Schritt laut Meldung mit persönlichen GrĂŒnden sowie öffentlichen Angriffen aus Reihen des Koalitionspartners. Damit verbindet sich eine private Belastung mit einer politischen Konfliktlage innerhalb der schwarz-roten Zusammenarbeit. FĂŒr das Bundesarbeitsministerium steht nun eine schnelle Nachfolgeentscheidung an. Alexander Schweitzer wird als möglicher Nachfolger genannt, stöĂt dabei aber auf Widerstand in der SPD. Die Forderung der SPD-Frauen nach einer Frau an der Spitze des Ressorts macht deutlich, dass die Personalentscheidung auch unter dem Gesichtspunkt der Geschlechterverteilung und innerparteilichen ReprĂ€sentation diskutiert wird. Die Nachbesetzung ist politisch relevant, weil das Arbeitsministerium zentrale Gesetzgebung zu Rente, Arbeitsmarkt und sozialer Sicherung verantwortet. Ein Wechsel kann deshalb Auswirkungen auf laufende Vorhaben und die Abstimmung innerhalb der Koalition haben. Zugleich muss die SPD nach dem RĂŒcktritt ihre ParteifĂŒhrung und ihre Regierungsvertretung organisatorisch neu ordnen. Friedrich Merz signalisiert mit seinem öffentlichen Dank eine respektvolle Zusammenarbeit, wĂ€hrend die Debatte ĂŒber die Nachfolge zeigt, dass die Personalfrage innerhalb der Koalition und der SPD noch nicht abschlieĂend geklĂ€rt ist.

