SoVD zum Gesetzesentwurf zur GKV-Reform: Hier muss Vieles nachgebessert werden
17.04.2026 - 15:57:31 | presseportal.de
WidersprĂŒchlich bewertet der SoVD zudem einzelne MaĂnahmen im Entwurf: Einerseits sei die auĂerordentliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze grundsĂ€tzlich zu begrĂŒĂen, da dadurch höhere Einkommen stĂ€rker zur Finanzierung herangezogen wĂŒrden. Der Verband fordert jedoch, diesen Schritt konsequent weiterzugehen und die Bemessungsgrenze auf das Niveau der Rentenversicherung anzuheben. Deutliche Kritik ĂŒbt der Verband an der geplanten Erhöhung der Zuzahlungen fĂŒr Arzneimittel um 50 Prozent. "Hier werden ausgerechnet kranke Menschen zusĂ€tzlich belastet. Das widerspricht dem Solidarprinzip und verschĂ€rft soziale Ungleichheiten", betont Engelmeier. Auch darĂŒber hinaus sieht der SoVD erhebliche soziale Schieflagen im Gesetzentwurf. So drohten Belastungen etwa durch EinschrĂ€nkungen bei der Familienversicherung, die insbesondere Haushalte mit niedrigen Einkommen treffen wĂŒrden. Problematisch sieht der Verband zudem die VerkĂŒrzung des Krankengeldes. Sie ist unsolidarisch und wird die Diskussion um die Mehrklassensystemversorgung nur noch mehr befeuern. Gleichzeitig fehle weiterhin eine angemessene Beteiligung des Bundes an den Gesundheitskosten, etwa fĂŒr BĂŒrgergeldbeziehende. Kritisch bewertet der Verband zudem das geplante Tempo des Gesetzgebungsverfahrens. Eine Reform dieser Tragweite dĂŒrfe nicht im Eilverfahren beschlossen werden. "Es braucht ausreichend Zeit fĂŒr eine fundierte Debatte und die Beteiligung der VerbĂ€nde sowie der Ăffentlichkeit", so Engelmeier.
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