Apothekerschaft, ReformplÀne

Apothekerschaft gemeinsam gegen ReformplÀne des Gesundheitsministeriums

26.06.2024 - 17:54:33 | presseportal.de

Berlin - Die Apothekerschaft in Deutschland will in großer Einigkeit und vehement gegen die StrukturreformplĂ€ne des Bundesministeriums fĂŒr Gesundheit (BMG) vorgehen. Die Landesapothekerkammern und -verbĂ€nde haben sich zum Ziel gesetzt, die wahren Ziele und die Gefahren der geplanten Reform zu enttarnen. Dieses Signal des Berufsstandes mit seinen knapp 70.000 Apothekerinnen und Apothekern geht von der heutigen Mitgliederversammlung der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher ApothekerverbĂ€nde in Berlin aus.

Apothekerschaft gemeinsam gegen ReformplÀne des Gesundheitsministeriums - Foto: presseportal.de

ABDA-PrĂ€sidentin Gabriele Regina Overwiening sagte dazu angesichts einer intensiven und konstruktiven Debatte: "Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will das bewĂ€hrte System der Arzneimittelversorgung ĂŒber die inhabergefĂŒhrten Apotheken aushöhlen, Leistungen fĂŒr die Bevölkerung gezielt kĂŒrzen und die vollversorgenden Apotheken in der Konsequenz abschaffen. Durch die geplanten Maßnahmen entstehen Gefahren fĂŒr die Patientensicherheit, weil damit eine grundlegend verĂ€nderte, qualitativ niedrigwertigere Abgabe von Arzneimitteln etabliert wird. Das bislang praktizierte System der Arzneimittelversorgung durch die heilberuflich gefĂŒhrte Apotheke vor Ort wird beseitigt. Um unsere politischen Botschaften möglichst breit zu streuen, setzen wir in den kommenden Monaten auf eine neue politische Kampagne, die in allen gesellschaftlichen SphĂ€ren spĂŒrbar wird. Geschlossenheit wird mit jedem Tag wichtiger."

Schon in dieser Woche starte eine große angelegte PR-Kampagne, mit der die ABDA darauf hinweisen will, welche Leistungen den Patientinnen und Patienten durch die geplante Reform grĂ¶ĂŸtenteils weggenommen wĂŒrden. Konkret gehe es um individuelle Arzneimittelherstellung, die Abgabe von BetĂ€ubungsmitteln, Medikationsanalysen und Impfungen in den Apotheken. Overwiening bezeichnete den BMG-Entwurf fĂŒr ein Apothekenreformgesetz (ApoRG) als Mogelpackung, Etikettenschwindel und Trojanisches Pferd.

Auf der ABDA-Mitgliederversammlung wurden weitere BeschlĂŒsse gefasst, um die Verbandsarbeit schlagkrĂ€ftiger und zukunftsfĂ€higer aufzustellen. Dazu gehören insbesondere die SatzungsĂ€nderung und der Daten Hub. Nach mehrjĂ€hrigen Diskussionen steht nun ein neues Gesamtkonzept fĂŒr die Neustrukturierung der ABDA, der Bundesapothekerkammer (BAK) und des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) fest. Die beschlossenen SatzungsĂ€nderungen sollen nach Eintragung in das Vereinsregister von ABDA, BAK und DAV mit Beginn der neuen Wahlperiode der VorstĂ€nde zum 1. Januar 2025 in Kraft treten. Zu den Änderungen gehört, dass der ABDA-Gesamtvorstand sechsmal pro Jahr - hĂ€ufiger als bisher - tagt. Zudem wird der GeschĂ€ftsfĂŒhrende ABDA-Vorstand (kĂŒnftig: ABDA-Vorstand) von 13 auf sieben Mitglieder verkleinert.

Zudem hat die Mitgliederversammlung die Fortsetzung des Daten Hub - ein mehrjĂ€hriges Projekt zur strukturierten Erhebung pharmazeutischer und wirtschaftlicher Daten ĂŒber eine Schnittstelle in die Apothekensoftware - beschlossen. Nach erfolgreichem Abschluss von Projektphase II sollen nun Projektphase III zwischen 2024 und 2026 und der anschließende Betrieb des Daten Hub ab 2026 erfolgen. Projektphase III ist mit insgesamt knapp 1,2 Mio. Euro budgetiert, wĂ€hrend die jĂ€hrlichen Betriebskosten mit knapp 0,5 Mio. Euro beziffert werden.

Mehr Informationen auf www.abda.de

Pressekontakt:

Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, b.rohrer@abda.de

Christian Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, c.splett@abda.de

Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. ApothekerverbĂ€nde ĂŒbermittelt durch news aktuell

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