Krankenversicherung, Gesundheitspolitik

GKV-Finanzreform: Stabile BeitrÀge nur auf den ersten Blick!

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 11:59 Uhr, presseportal.de

Berlin - Mit dem Gesetz zur Stabilisierung der BeitragssĂ€tze in der Gesetzlichen Krankenversicherung hat der Bundestag heute auch eine außerordentliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze beschlossen. Das belastet Wirtschaft und BeschĂ€ftigte um viele Milliarden Euro. Dazu Florian Reuther, Direktor des PKV-Verbands:

GKV-Finanzreform: Stabile BeitrÀge nur auf den ersten Blick! - Bild: presseportal.de
GKV-Finanzreform: Stabile BeitrÀge nur auf den ersten Blick! - Bild: presseportal.de

"Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat mit der Stabilisierung des Beitragssatzes den dringend notwendigen Kurswechsel eingelĂ€utet. Doch der Blick auf die Details trĂŒbt das Bild erheblich. Die heute beschlossene außerordentliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze betrifft bundesweit 6,3 Millionen BeschĂ€ftigte und ihre Arbeitgeber. Die zusĂ€tzliche Belastung belĂ€uft sich auf insgesamt rund 4,5 Milliarden Euro jĂ€hrlich. Die Mehrbelastung trifft vor allem FachkrĂ€fte, die schon heute hohe Steuer- und Sozialabgaben schultern - und die fĂŒr Zukunftsbranchen und den Erhalt von IndustriearbeitsplĂ€tzen unverzichtbar sind.

Hinzu kommt, dass die Versicherungspflichtgrenze zusÀtzlich um 3.600 Euro angehoben wird. Dies ist ein direkter Angriff auf die Wahlfreiheit von Millionen Arbeitnehmern und schadet dem Wettbewerb zwischen GKV und PKV, der unser Gesundheitssystem leistungsfÀhig macht. Dieser Systembruch ist weder im Koalitionsvertrag verankert noch durch die Ergebnisse der Finanzkommission Gesundheit gedeckt.

Erschwerter Wechsel in die PKV

Wer den Wechsel in die PKV erschwert, schadet unter dem Strich der Finanzierung unseres Gesundheitssystems und dem bewĂ€hrten dualen System. Denn mit ihrem Mehrumsatz tragen Privatpatienten ĂŒberproportional zur Sicherung von Praxen, KrankenhĂ€usern und Apotheken bei. Davon profitieren alle, auch die gesetzlich Versicherten. Gleichzeitig wird das Demografie-Problem verschĂ€rft, denn nur Privatversicherte sorgen fĂŒr ihre Gesundheitskosten im Alter vor.

Das heute verabschiedete Gesetz wird die alterungsbedingten Probleme der umlagefinanzierten GKV nicht lösen und keine Wachstumsimpulse setzen. Die Rechnung dafĂŒr tragen die jĂŒngeren Generationen. Die LeistungsfĂ€higkeit unseres Gesundheitssystems und Zukunftschancen fĂŒr die JĂŒngeren können nur mit mehr Wettbewerb und einem Ausbau der Kapitaldeckung, wie sie die PKV betreibt, erhalten bleiben."

Pressekontakt:

Dominik Heck
- GeschĂ€ftsfĂŒhrer -
Leiter des Bereiches Kommunikation
Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
Heidestraße 40
10557 Berlin
Telefon 030 / 20 45 89 - 44
E-Mail: dominik.heck@pkv.de
Internet: www.pkv.de

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