Berlin, Schusswaffenhandel

Berlin: Polizei nimmt mehrere Verdächtige bei Waffenrazzia fest

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 09:51 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Bei einer stadtweiten Razzia gegen mutmaßlichen illegalen Schusswaffenhandel sind mehrere Menschen festgenommen worden. Polizei und Staatsanwaltschaft stellten zwei scharfe Waffen samt Munition sicher.

Razzien gegen illegalen Schusswaffenhandel in Berlin
Polizei (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Mittwochmorgen in Berlin eine Großrazzia wegen des Verdachts des illegalen Schusswaffenhandels gestartet. Seit den Morgenstunden liefen bei mehreren Beschuldigten stadtweit Durchsuchungen.

Nach Angaben der Behörden waren mehr als 300 Einsatzkräfte beteiligt, darunter Unterstützung aus mehreren Bundesländern und vom Bund.

Mehrere Festnahmen und Waffenfund

Mehrere Personen wurden den Polizeiangaben zufolge festgenommen. Zudem fanden die Einsatzkräfte bislang zwei scharfe Schusswaffen samt Munition.

Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen der Polizeieinheit „Ferrum“ und der Staatsanwaltschaftseinheit „Telum“. Weitere Einzelheiten zu den Beschuldigten und den durchsuchten Orten wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Ermittlungen laufen weiter

Bei den Durchsuchungen geht es neben Waffen und Munition auch um mögliche Hinweise auf den Handel und weitere Beteiligte. Die Ermittler werten die sichergestellten Gegenstände und Unterlagen nun aus.

Der illegale Handel mit Schusswaffen gehört zu den Bereichen der organisierten Kriminalität, bei denen Ermittler häufig gegen abgeschottete Liefer- und Vertriebsstrukturen vorgehen. Durchsuchungen an mehreren Orten sollen dabei nicht nur Waffen sicherstellen, sondern auch Hinweise auf Beschaffungswege, Abnehmer und mögliche weitere Beteiligte liefern.

Die Dimension des Berliner Einsatzes zeigt sich an der Zahl der beteiligten Kräfte. Mehr als 300 Beamte aus Berlin, mehreren Bundesländern und dem Bund arbeiten an den Maßnahmen mit. Die Festnahmen und der Fund von zwei scharfen Schusswaffen samt Munition markieren dabei den bislang bekannten unmittelbaren Ermittlungserfolg.

Waffenkriminalität als Berliner Sicherheitsproblem

Die Ermittlungen der Polizeieinheit „Ferrum“ und der Staatsanwaltschaftseinheit „Telum“ stehen in einem Umfeld, in dem Schusswaffen sowohl bei organisierter Kriminalität als auch bei einzelnen Gewaltdelikten eine Rolle spielen. Die Berliner Polizei registrierte 2025 deutlich mehr Straftaten mit Schusswaffen als im Vorjahr; dieser Anstieg unterstreicht die Bedeutung von Maßnahmen gegen den illegalen Zugang zu Waffen.

Was nun im Verfahren folgt

Nach den Durchsuchungen müssen sichergestellte Waffen, Munition und weitere Beweismittel kriminaltechnisch auswerten lassen. Für die Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Im weiteren Verlauf wird entscheidend sein, ob sich aus den Funden konkrete Handelsstrukturen und Tatvorwürfe ableiten lassen.

Disclaimer...

de | politik | 70164464 |