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EUconomy-Abschlussevent: KohÀsion ist kein Luxus. Sie ist notwendig.

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 16:13 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Berlin - Wie verbessert Europa den Alltag in Grenzregionen - und wie kann Journalismus diese Wirkung sichtbar machen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung von EUconomy - Partnerships4Prosperity im Berliner Newsroom der Deutschen Presse-Agentur . Vertreterinnen und Vertreter aus europĂ€ischer Politik, Wissenschaft, Interreg, Projektpraxis und Medien diskutierten, wie die konkreten Ergebnisse der EU-KohĂ€sionspolitik verstĂ€ndlich vermittelt und fĂŒr regionale Zielgruppen relevant gemacht werden können.

EUconomy-Abschlussevent: KohÀsion ist kein Luxus. Sie ist notwendig. - Bild: presseportal.de
EUconomy-Abschlussevent: "KohÀsion ist kein Luxus. Sie ist notwendig." - Bild: presseportal.de

EU-KohĂ€sionspolitik wird dort konkret, wo Menschen grenzĂŒberschreitend lernen, arbeiten, öffentliche Dienstleistungen nutzen und zusammenarbeiten. Das war eine zentrale Botschaft der Abschlussveranstaltung von EUconomy - Partnerships4Prosperity, einer zwölfmonatigen Medieninitiative von dpa-Custom Content, kofinanziert durch die EuropĂ€ische Union.

Die Veranstaltung fand im Berliner Newsroom der dpa - Deutsche Presse-Agentur statt und wurde live ĂŒber LinkedIn gestreamt. Journalistinnen und Journalisten, Interreg-Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren, Studierende, Kommunikationsexpertinnen und -experten sowie weitere Akteure in der regionalen Kooperation diskutierten, wie die Wirkung der EU-KohĂ€sionspolitik fĂŒr regionale Zielgruppen sichtbarer gemacht werden kann.

Claudius Schmidt-Faber, Senior Economic Expert bei der EuropĂ€ischen Kommission, ordnete die KohĂ€sionspolitik in den Kontext der europĂ€ischen Integration und der kĂŒnftigen Regionalentwicklung ein. Mit Blick auf den nĂ€chsten MehrjĂ€hrigen Finanzrahmen der EU ab 2028 sprach er auch ĂŒber die kĂŒnftige Ausgestaltung der KohĂ€sionspolitik.

"Wenn wir ĂŒber KohĂ€sionspolitik sprechen, geht es um eines der konkretesten Versprechen der EU: dass Integration allen Regionen, Gebieten und BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern zugutekommen soll", sagte Schmidt-Faber. Europa könne nicht resilient sein, wenn ganze Regionen zurĂŒckblieben, und nicht geeint, wenn Grenzen weiterhin Barrieren darstellten. "KohĂ€sion ist kein Luxus. Sie ist notwendig."

Interreg schafft Zusammenarbeit und Vertrauen

Ein zentrales Thema der Podiumsdiskussion war die Frage, warum die Wirkung der KohĂ€sionspolitik fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger oft schwer erkennbar ist. Dr. Kai Böhme, Experte fĂŒr europĂ€ische Regionalpolitik und territoriale Entwicklung sowie GrĂŒnder und Direktor von Spatial Foresight, hatte eine ErklĂ€rung: "Dinge, die funktionieren, sieht man nicht." Wenn grenzĂŒberschreitender Verkehr, Gesundheitsversorgung oder Bildungsangebote reibungslos funktionierten, bleibe die Zusammenarbeit dahinter oft unsichtbar. Gerade das Ausbleiben von Hindernissen könne ein Ergebnis erfolgreicher KohĂ€sionspolitik sein, so Böhme.

Izabela Glisic, Leiterin des Gemeinsamen Sekretariats des Kooperationsprogramms Interreg VI A Brandenburg-Polen 2021-2027, betonte, dass es bei Interreg im Kern um die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Regionen und Staaten geht. Ein zentraler Schwerpunkt liege dabei auf dem Aufbau von Vertrauen und auf der Schaffung von Beziehungen, die ĂŒber einzelne Förderprojekte hinaus Bestand haben könnten.

Interreg unterstĂŒtzt Regionen bei der BewĂ€ltigung von Herausforderungen unter anderem in den Bereichen Innovation, MobilitĂ€t, Gesundheitsversorgung, Klimaanpassung, Notfallversorgung und Bildung. "Interreg bedeutet nicht nur, Projekte zu finanzieren. Es geht darum, Gewohnheiten der Zusammenarbeit aufzubauen", sagte Schmidt-Faber. "Es schafft Vertrauen - und im Europa von heute ist Vertrauen ein strategischer Wert."

TRAIL: KohÀsionspolitik in der Hochschulbildung

Pinar Hepperle, Koordinatorin des Masterstudiengangs Sustainable Business Development an der Hochschule Offenburg, brachte die Projektperspektive ein. Das Interreg-geförderte Projekt TRAIL verbindet Hochschulen in Offenburg, Straßburg und Basel. Die Studierenden sammeln internationale und praktische Erfahrungen und werden auf eine nachhaltige, grenzĂŒberschreitende Arbeitswelt vorbereitet.

TRAIL zeigt, wie EU-KohĂ€sionspolitik Studierende, Hochschulen, Unternehmen und den regionalen Arbeitsmarkt miteinander verbinden kann. Hepperle verwies außerdem auf eine zentrale Herausforderung der Projektkommunikation: Projekte mĂŒssten fĂŒr unterschiedliche Zielgruppen jeweils anders erklĂ€rt werden - darunter Studierende, an einer Zusammenarbeit interessierte Unternehmen, die breite Öffentlichkeit und administrative Stakeholder. Eine erfolgreiche Kommunikation erfordere deshalb unterschiedliche ZugĂ€nge und Formate anstelle einer einzigen Botschaft, so Hepperle.

Die Diskussion machte deutlich, dass die Berichterstattung ĂŒber EU-geförderte Projekte ĂŒber FörderbetrĂ€ge und institutionelle Sprache hinausgehen sollte. Entscheidend sind konkrete Fragen: Wer profitiert? Was hat sich verĂ€ndert? Welche regionale Herausforderung wird adressiert? Und warum war grenzĂŒberschreitende Zusammenarbeit dafĂŒr notwendig?

Über das Projekt

Das Projekt "EUconomy - Partnerships4Prosperity" stellt in multimedialen Content-Paketen ĂŒber zwölf Monate hinweg EU-Initiativen aus Deutschland und den NachbarlĂ€ndern Österreich, Polen, Tschechien, DĂ€nemark und Frankreich vor. Die Inhalte beleuchten zentrale Themen wie Wirtschaft, Innovation, Nachhaltigkeit, berufliche Bildung und digitale Transformation und stehen Medien kostenlos zur VerfĂŒgung.

Das Projekt "EUconomy - Partnerships4Prosperity" erhÀlt Fördermittel der EuropÀischen Kommission.

Pressekontakt:

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