Berliner Abgeordnetenhaus, Cornelia Seibeld

Berliner Abgeordnetenhaus wÀhlt Seibeld, AfD-Mann scheitert

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 12:53 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Hendrikje Klein fĂŒhrt kĂŒnftig das Berliner Abgeordnetenhaus, wĂ€hrend Cornelia Seibeld als Stellvertreterin in das PrĂ€sidium zurĂŒckkehrt. Der AfD-Kandidat Martin Trefzer verfehlt dagegen die erforderliche Mehrheit deutlich.

Neue Sitzverteilung im Berliner Parlament

  • Hendrikje Klein erhielt bei ihrer Wahl zur PrĂ€sidentin 149 Stimmen.
  • Das Abgeordnetenhaus zĂ€hlt 153 Mitglieder, darunter 45 Sitze fĂŒr die Linke.
  • Die CDU stellt 33, die AfD 29, die GrĂŒnen 25 und die SPD 21 Abgeordnete.
Cornelia Seibeld und Stefan Evers am 29.10.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Berliner Abgeordnetenhaus wÀhlt neues PrÀsidium

Die CDU-Politikerin Cornelia Seibeld ist am Donnerstag zur Vize-PrÀsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses gewÀhlt worden. Der von der AfD nominierte Martin Trefzer scheiterte dagegen bei der Abstimmung.

Seibeld erhÀlt klare Mehrheit

Seibeld bekam in der konstituierenden Sitzung 109 Stimmen. 33 Abgeordnete stimmten gegen sie, sechs enthielten sich und eine Stimme war ungĂŒltig.

Die CDU-Politikerin war von 2023 bis 2026 bereits PrĂ€sidentin des Abgeordnetenhauses. Trefzer erhielt lediglich 40 Ja-Stimmen; 99 Abgeordnete votierten gegen ihn, acht enthielten sich und zwei Stimmen waren ungĂŒltig.

Klein ĂŒbernimmt ParlamentsprĂ€sidium

Zuvor war die Linken-Politikerin Hendrikje Klein zur neuen PrÀsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses gewÀhlt worden. Sie erhielt 149 Stimmen, 98 Abgeordnete stimmten gegen sie und neun enthielten sich.

Neue Wahlperiode mit 153 Mitgliedern

Das Abgeordnetenhaus hat in der neuen Legislaturperiode 153 Mitglieder und damit sechs weniger als bisher. Auf die Linke entfallen 45 Sitze, zunÀchst gehören der Fraktion wegen der krankheitsbedingten Abwesenheit einer gewÀhlten Politikerin jedoch nur 44 Abgeordnete an.

Die CDU stellt 33 Abgeordnete, die AfD 29, die GrĂŒnen 25 und die SPD 21. Knapp die HĂ€lfte der Abgeordneten zog neu in das Parlament ein; der Frauenanteil liegt bei rund 38 Prozent.

Die konstituierende Sitzung markiert den formalen Beginn der neuen Wahlperiode des Berliner Abgeordnetenhauses. Mit 153 Mitgliedern ist das Parlament kleiner als zuvor; zugleich ist die personelle Erneuerung erheblich, weil knapp die HĂ€lfte der Abgeordneten erstmals ein Mandat innehat.

Die Wahl Hendrikje Kleins zur PrĂ€sidentin steht fĂŒr die neue KrĂ€fteverteilung im Parlament. Die Linke verfĂŒgt mit 45 Sitzen ĂŒber die grĂ¶ĂŸte Fraktion, zunĂ€chst ist wegen der krankheitsbedingten Abwesenheit einer gewĂ€hlten Abgeordneten jedoch nur 44 Mitglieder stark. Kleins Wahl mit 149 Stimmen zeigt zugleich, dass das Amt ĂŒber die eigene Fraktion hinaus UnterstĂŒtzung erhielt.

Mehrheit fĂŒr Seibeld, kein Erfolg fĂŒr Trefzer

Bei den Stellvertretern fĂ€llt der Unterschied zwischen den Abstimmungen deutlich aus. Seibeld erhielt 109 Stimmen und kehrt damit nach ihrer Amtszeit als PrĂ€sidentin in das PrĂ€sidium zurĂŒck, wĂ€hrend Trefzer mit 40 Ja-Stimmen keine Mehrheit erreichte. Die Abstimmung macht sichtbar, dass die AfD trotz ihrer 29 Sitze nicht automatisch auf Zustimmung fĂŒr ihre PersonalvorschlĂ€ge zĂ€hlen kann.

FĂŒr die parlamentarische Arbeit sind nun vor allem die Besetzung der AusschĂŒsse, die organisatorische Konstituierung der Fraktionen und die Zusammenarbeit im PrĂ€sidium entscheidend. Der Frauenanteil von rund 38 Prozent sowie der hohe Anteil neuer Abgeordneter prĂ€gen die Zusammensetzung der laufenden Legislaturperiode.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Neues Berliner Abgeordnetenhaus tagt erstmals“ (29.10.2026)

Der Beitrag ordnet die erste Sitzung des neu gewĂ€hlten Parlaments ein und nennt Cornelia Seibeld sowie Martin Trefzer als vorgesehene Kandidaten fĂŒr das PrĂ€sidium. Im Mittelpunkt steht damit vor allem der Beginn der neuen Wahlperiode; das Abstimmungsergebnis setzt den im Artikel beschriebenen Personalentscheidungen den konkreten Ausgang entgegen.

tagesschau: „Berlin: Neues Abgeordnetenhaus kommt erstmals zusammen“ (29.10.2026)

Die Meldung beschreibt die konstituierende Sitzung und die Nominierungen von Seibeld und Trefzer. Anders als die dts-Meldung, die bereits die WahlgÀnge ausweist, liegt der Schwerpunkt auf der Ausgangslage vor den Abstimmungen.

Beide BeitrÀge bestÀtigen den institutionellen Anlass und die vorgesehenen Personalien. Die dts-Meldung ergÀnzt den tatsÀchlichen Ausgang der Wahlen sowie die genauen Stimmenzahlen.

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