Deutschland, Baden-WĂŒrttemberg

Festnahme wegen mutmaßlicher TerrorplĂ€ne gegen RumĂ€nien

30.06.2026 - 10:12:13 | dpa.de

BrandanschlĂ€ge, Autobomben und rechtsextreme Graffitis: Ein Mann soll junge RumĂ€nen gezielt fĂŒr eine Terrorgruppe rekrutiert haben. Was Deutschlands höchste Strafverfolger ihm vorwerfen.

Die Bundesanwaltschaft ließ den Mann im Enzkreis festnehmen. (Archivbild) - Bild: Christoph Schmidt/dpa
Die Bundesanwaltschaft ließ den Mann im Enzkreis festnehmen. (Archivbild) - Bild: Christoph Schmidt/dpa

Die Bundesanwaltschaft hat in Baden-WĂŒrttemberg einen RumĂ€nen festnehmen lassen, der versucht haben soll, eine rechtsextremistische Terrorgruppe zu grĂŒnden. Die Gruppierung sollte in RumĂ€nien einen «Krieg des Terrors» entfachen und «zum Untergang des rumĂ€nischen Staates sowie zur Errichtung eines neuen Staatsgebildes nach nationalsozialistischem Vorbild beitragen», so die Karlsruher Behörde.

Ab Anfang 2023 soll der Mann sich um die GrĂŒndung dieser rechtsextremistischen Gruppe bemĂŒht haben. «Um Mitglieder fĂŒr die Vereinigung zu gewinnen, betrieb der Beschuldigte von Deutschland aus ĂŒber einen Messenger-Dienst zwei KanĂ€le», heißt es weiter in einer Mitteilung. «Diese richteten sich insbesondere an junge RumĂ€nen».

Anleitungen fĂŒr Gift und Sprengstoffe

Der Mann habe Abonnenten und Mitglieder zu verschiedenen Straftaten aufgefordert - etwa zum Anbringen von Graffitis mit rechtsextremen Symbolen, das Verleiten junger MÀdchen zur Selbstverletzung, BrandanschlÀge auf von Migranten oder Personen der LGBTQ-Community genutzte GebÀude, oder die Tötung von «Untermenschen». Zudem habe er Anleitungen zur Herstellung von Gift und Sprengstoffen und zum Bau von Molotow-Cocktails und Autobomben veröffentlicht, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Der Beschuldigte sei daher dringend verdĂ€chtig, versucht zu haben, als RĂ€delsfĂŒhrer eine auslĂ€ndische terroristische Vereinigung zu grĂŒnden. Außerdem wirft ihm Deutschlands oberste Strafverfolgungsbehörde die Vorbereitung einer schweren staatsgefĂ€hrdenden Gewalttat vor. Im Tatzeitraum soll er teils Heranwachsender gewesen sein - also zwischen 18 und 20 Jahre alt.

Der Beschuldigte wurde am Dienstag im Enzkreis von Polizisten aus Rheinland-Pfalz und Baden-WĂŒrttemberg festgenommen. Er soll heute vor den Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe kommen, der ĂŒber die Untersuchungshaft entscheidet.

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