Familien

Bundesregierung fehlen Daten zu sÀumigen Unterhaltszahlern

18.02.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Bund und LĂ€nder springen beim Unterhaltsvorschuss mit Milliarden ein - doch wie viele eigentlich doch zahlen könnten, weiß die Bundesregierung nicht.

Mutter mit zwei Kindern (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Mutter mit zwei Kindern (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das geht aus der Antwort des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) auf eine Kleine Anfrage der GrĂŒnen-Bundestagsfraktion hervor, ĂŒber die die "Rheinische Post" in ihrer Mittwochsausgabe berichtet.

FĂŒr 2024 und 2025 liegen dem Ministerium demnach keine Zahlen dazu vor, wie viele Nichtzahler von JugendĂ€mtern als leistungsfĂ€hig eingeschĂ€tzt wurden. Das bedeutet, dass der Staat fĂŒr die AusfĂ€lle aufkommt, ohne sich das Geld von den Verantwortlichen wieder zurĂŒckzuholen.

Die GrĂŒnen ĂŒben Kritik an den fehlenden Daten: "Der Staat zahlt jĂ€hrlich Milliarden an Unterhaltsvorschuss, weil sich unterhaltspflichtige Elternteile ihrer Verantwortung entziehen. Das ist grundsĂ€tzlich richtig. Falsch ist jedoch, dass dieses Geld nur selten konsequent zurĂŒckgeholt wird", sagte Misbah Khan, stellvertretende Vorsitzende der GrĂŒnen-Bundestagsfraktion, der "Rheinischen Post".

Der Verband alleinerziehender MĂŒtter und VĂ€ter (VAMV) hĂ€lt die Regierungsantwort insgesamt fĂŒr zu vage. Bundesvorsitzende Daniela Jaspers kritisierte in der "Rheinischen Post" mit Blick auf den Unterhaltsvorschuss: "Die im Koalitionsvertrag angekĂŒndigte Erhöhung des Unterhaltsvorschusses wĂ€re eine zentrale Verbesserung fĂŒr Alleinerziehende. Die Bundesregierung sollte sich nach Auffassung des VAMV fĂŒr eine verlĂ€ssliche Finanzierung einsetzen."

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