Parteien, Arbeitsmarkt

Dobrindt beklagt NervositÀt und mangelnden Fortschritt in Koalition

30.04.2026 - 14:42:41 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) beklagt wachsende NervositĂ€t in der Bundesregierung und warnt vor einem Abrutschen in Stildebatten."Ich sehe natĂŒrlich in gewissem Maße schon auch NervositĂ€t", sagte er dem Videoformat "SpitzengesprĂ€ch" des "Spiegels".

Alexander Dobrindt am 29.04.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Alexander Dobrindt am 29.04.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Diese habe auch mit der politischen Lage und den Umfragewerten zu tun.

Mit Blick auf den Umgang der Koalitionspartner untereinander - etwa die scharfe öffentliche Kritik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) an den VorschlĂ€gen von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) - sagte Dobrindt, man könne an der einen oder anderen Stelle immer wieder fragen, ob das denn eigentlich sein mĂŒsse. Er warnte davor, dass die Koalition sich am Schluss nicht in lauter StilvorwĂŒrfen wiederfinde. Dass man sich inhaltlich auseinandersetze, könne, dĂŒrfe und mĂŒsse man eigentlich erwarten in einer Koalition. Schwierig werde es immer dann, wenn man in eine Stildebatte abrutsche.

Kritisch Ă€ußerte sich der Innenminister auch zur Bilanz des zweitĂ€gigen Koalitionstreffens in der Villa Borsig. "Dass man in diesen zwei Tagen auch hĂ€tte mehr erarbeiten können, das glaube ich auch. Da gab es schon ein bisschen Frust", sagte Dobrindt. Die Vorbereitungen hĂ€tten mehr zugelassen. Mehr habe sich halt nicht ergeben. "So manche Dinge sind 80 Prozent abgeschlossen worden, aber nicht ganz. Und die liegen jetzt noch auf dem Tisch", sagte der CSU-Politiker.

Dobrindt rĂ€umte ein, dass die Regierung bei Tempo und Stil Defizite habe. In der öffentlichen Wahrnehmung gebe es eine Erwartungshaltung, die nicht vollstĂ€ndig erfĂŒllt worden sei, sagte er. Man könne nicht bestreiten, dass die Koalition bei manchen Themen hĂ€tte schneller sein können oder mĂŒssen. Bei zentralen Reformfeldern wie der Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik mĂŒsse es aus seiner Sicht schneller vorangehen.

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