Ukraine-Schalte, Merz

Ukraine-Schalte: Merz sieht weitgehende Einigkeit mit Trump

13.08.2025 - 17:23:24 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht eine große Einigkeit mit US-PrĂ€sident Donald Trump ĂŒber die GrundsĂ€tze fĂŒr dessen Verhandlungen mit Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin zur Zukunft der Ukraine.

Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj am 13.08.2025 - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Trump kennt dies Position der EuropĂ€er und "er teilt sie sehr weitgehend", sagte Merz in einer Pressekonferenz nach der Videoschalte mit dem US-PrĂ€sidenten und weiteren europĂ€ischen Regierungschefs am Mittwoch, zu der der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj nach Berlin angereist ist. "Wir haben deutlich gemacht: Die Ukraine muss am Tisch sitzen, sobald es dann Folgetreffen gibt", sagte der Kanzler mit Blick auf das fĂŒr Freitag geplante Treffen von Trump und Putin in Alaska. "Wir wollen, dass in der richtigen Reihenfolge verhandelt wird. Ein Waffenstillstand muss am Anfang stehen. Wesentliche Elemente sollten dann anschließend in einem Rahmenabkommen vereinbart werden." Merz erklĂ€rte, die Ukraine sei zu Verhandlungen ĂŒber territoriale Fragen bereit.

"Dann muss aber die sogenannte Kontaktlinie der Ausgangspunkt sein. Und eine rechtliche Anerkennung russischer Besetzungen steht nicht zur Debatte." Der Kanzler erinnerte an den Grundsatz, dass Grenzen nicht gewaltsam verĂ€ndert werden dĂŒrften. Verhandlungen mĂŒssten außerdem robuste Sicherheitsgarantien fĂŒr Kiew umfassen. "Die ukrainischen StreitkrĂ€fte mĂŒssen imstande sein und bleiben, die SouverĂ€nitĂ€t ihres Lanes wirkungsvoll zu verteidigen. Sie mĂŒssen auch langfristig auf westliche Hilfen zĂ€hlen können", sagte der CDU-Chef. Er pochte darauf, dass Verhandlungen Teil einer gemeinsamen transatlantischen Strategie sein mĂŒssten. "Dann können sie am Ende am ehesten auch gelingen. Diese Strategie muss weiter auf starke UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine und notwendigen Druck gegen Russland setzen", so Merz. "Das heißt auch: Gibt es in Alaska keine Bewegung auf russischer Seite, dann sollten und mĂŒssen die Vereinigten Staaten und wir EuropĂ€er den Druck erhöhen." Der Kanzler bekrĂ€ftigte, er hoffe sehr, dass es zu einer Vereinbarung kommt. "Denn bis jetzt sind alle GesprĂ€che, die mit Putin gefĂŒhrt worden sind, in den vergangenen dreieinhalb Jahren jedes Mal mit einer noch hĂ€rteren militĂ€rischen Antwort begleitet worden. Das muss diesmal anders sein, sonst sind die GesprĂ€che, die mit ihm gefĂŒhrt werden, nicht glaubwĂŒrdig und nicht erfolgreich." Selenskyj erklĂ€rte ebenfalls, dass Trump diesen Punkten zustimme. "PrĂ€sident Trump hat es bestĂ€tigt und sagt, er ist dabei", so der ukrainische PrĂ€sident. Er hob die Forderung hervor, dass Russland in Bezug auf die Perspektive der Ukraine in Europa und in der Nato keinen Zugriff haben dĂŒrfe. Selenskyj wehrte sich gegen den Eindruck, dass Russland in der Ukraine aktuell erfolgreich ist. "Russland möchte den Eindruck erwecken, dass Russland die ganze Ukraine besetzen kann. Das ist ein Bluff. Außerdem will er vortĂ€uschen, dass die Sanktionen nicht funktionieren. Das stimmt auch nicht", sagte er. "Das Sanktionen helfen enorm und treffen die MilitĂ€rindustrie in Russland." Putin wolle keinen Frieden, sondern die Ukraine besetzen, so Selenskyj. Daher brauche man "Druck, um Frieden zu erzielen".

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