AbhöraffÀre: Scholz kommt nicht in den Verteidigungsausschuss
08.03.2024 - 14:31:39 | dts-nachrichtenagentur.de"Der Kanzler hat Zeit fĂŒr eine SchĂŒlergruppe in Sindelfingen und fĂŒr ein GesprĂ€ch mit dpa-Journalisten, aber nicht fĂŒr die Gremien des Deutschen Bundestages. Das finde ich unter aller Kanone", so Wadepuhl. "Zu seiner Schweigsamkeit kommt jetzt noch hinzu, dass er bewusst auĂerhalb des Parlaments spricht. Das ist eine Missachtung des Bundestages, die ihresgleichen sucht." Zwar werde sich Scholz am Mittwoch einer Befragung im Plenum des Bundestages stellen mĂŒssen, so Wadephul weiter. Das aber sei mehr auf die Ăffentlichkeit gerichtet und weniger an der Sache orientiert. Der ParlamentsgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Bundestagsfraktion, Thorsten Frei (CDU), hatte an BundestagsprĂ€sidentin BĂ€rbel Bas (SPD) geschrieben, es bestehe ein dringender parlamentarischer AufklĂ€rungs- und Beratungsbedarf. "Aus diesem Grund beantrage ich namens meiner Fraktion die unverzĂŒgliche Einberufung einer Sondersitzung des Verteidigungsausschusses." FĂŒr eine umfassende AufklĂ€rung sei die Anwesenheit des Bundeskanzlers erforderlich, so der CDU-Politiker. Die Chefin des russischen Staatssenders RT, Margarita Simonjan, hatte zuvor den Audiomitschnitt eines gut 30-minĂŒtigen GesprĂ€chs hoher Luftwaffenoffiziere der Bundeswehr veröffentlicht. Darin diskutieren sie ĂŒber verschiedene theoretische Möglichkeiten eines Einsatzes deutscher Taurus-Marschflugkörper durch die Ukraine und darĂŒber, in welchen möglichen Szenarien die Entsendung von Bundeswehr-Soldaten in die Ukraine verzichtbar wĂ€re. Das Bundesverteidigungsministerium geht in dem Abhörfall davon aus, dass dieser durch einen "individuellen Anwendungsfehler" ermöglicht wurde. Ein Teilnehmer habe eine unsichere Leitung genutzt.
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